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Verlegeregeln für Laminat

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Wer sich für einen Laminat-Boden entschieden hat, sollte nicht einfach drauflos verlegen. Für einen dauerhaft schönen Boden müssen sowohl vor dem Verlegen, als auch bei der Arbeit selbst einige Dinge beachtet werden.

Laminat sieht gut aus, kann aber einige Dinge nur schwer verkraften. Feuchtigkeit zum Beispiel, unebenen Untergrund oder zu enge Dehnungsfugen. Es gibt also vieles, was man vor und beim Verlegen beachten sollte, denn nur so hat man dauerhaft Freude an dem Laminat-Boden. Bevor man sich also mit dem Verlegebild, Lichteinfall und Raumgrundriss beschäftigt, sollten folgende Punkte bedacht werden: 

 

1. Prüfung von Materialfehlern
Vor und während des Verlegens sind die Parkett-Dielen eingehend auf Materialfehler zu überprüfen. Dielen mit sichtbaren Mängeln oder Beschädigungen dürfen nicht verlegt werden. Die Montage darf nur bei Tageslicht oder guter Beleuchtung erfolgen, da sonst eventuelle Beschädigungen oder fehlerhafte Dielen unter Umständen nicht erkannt werden können.

2. Akklimatisierung vor der Verlegung
Die Laminatfußboden-Elemente müssen über einen Zeitraum von mind. 48 Stunden bei einer Raumtemperatur von mehr als 17°C und einer Luftfeuchtigkeit von 50-65 Prozent im zu verlegenden Raum akklimatisiert werden. Das heißt, die geschlossenen Pakete müssen sich den Klimabedingungen im Raum anpassen. Sind große Klimaunterschiede zwischen Lagerraum und Verlegeraum vorhanden, sollte die Akklimatisierungszeit eher länger sein. Sind die Klimaverhältnisse annähernd gleich, kann die Zeit auch kürzer sein. Bitte lagern Sie die Pakete auf einer ebenen Unterlage, ohne sie dabei zu öffnen. Gerade in Neubauten, in der die Luftfeuchtigkeit meistens sehr hoch ist, sollten Sie diese Punkte unbedingt beachten.

3. Kein Einbau in Spritzwasserbereichen bzw. in dauerhaft feuchten Räumen/ Nassräumen
Laminat darf nicht in Bereiche verlegt werden, in denen Spritzwasser auf den Boden gelangen kann. Stehendes Wasser dringt über die Kanten in den Laminat-Boden ein und beschädigt ihn dauerhaft. In dauerhaft feuchten Räumen oder feuchten Umgebungen (Sauna-Bereiche, kleine Badezimmer, etc.) sollte Laminat nicht verlegt werden, da die Gefahr des Eindringens von Feuchtigkeit nicht ausgeschlossen werden kann. Sofern der Laminat-Boden in Badezimmern verlegt werden soll, muss beachtet werden, dass dieser nicht in Spritzwasserbereiche (Dusche, Badewanne, Toilette, Waschbecken) verlegt wird, und die Feuchtigkeit kontinuierlich im normalen Bereich zwischen 50 und 65 Prozent relativer Luftfeuchte liegt. Pfützenbildung und Feuchtigkeitseinwirkung muss sowohl im Rand- und Fugenbereich als auch auf der Fläche unbedingt vermieden werden.

4. Beschaffenheit des Untergrundes
Alle vorhandenen Untergründe müssen eben (maximal 3 mm auf 1 m Länge), trocken und ausreichend fest sein. Größere Unebenheiten werden mit handelsüblicher Spachtelmasse ausgeglichen. Die Oberfläche des Untergrundes sollte rissfrei und ohne Ab- und Ausbrüche sein. Lose Untergründe oder nicht ausreichend feste Untergründe (PVC- / Teppichbeläge) müssen entfernt werden.

5. Dampfbremse bei mineralischen Untergünden
Grundsätzlich ist auf einem trockenen, mineralischen Verlegeuntergrund eine 0,2 mm dicke Polyethylen-Folie oder alternativ Parador-Duo-Protect auszulegen. Dies verhindert, dass eine Restfeuchtigkeit die Rückseite der Laminatfußbodenelemente erreicht. Die Polyethylen-Folie hat nur die Aufgabe einer Dampfbremse und ist in den Bahnenkanten ca. 30 cm überlappend zu verlegen und zu verkleben. Keinesfalls wirkt eine Polyethylen-Folie als Bauwerksabdichtung.

6. Dehnungsfugen / Wandabstand einhalten
Die Trägerplatte der Laminat-Böden ist ein Holzwerkstoff, der wie das natürliche Holz auch, je nach Klimabedingung einer Quellung oder einer Schwindung unterliegt. Daher benötigt der verlegte Laminat-Boden zu allen festen Bauteilen, also Wände, Stützen, Heizkörperrohre etc. einen entsprechenden Abstand, auch Wandabstand oder Dehnungsfuge genannt. Desweiteren müssen bei einer Überschreitung einer definierten Verlegefläche Dehnungsfugen eingehalten werden (s. Verlegeregel 7). Zu geringer Wandabstand ist der häufigste Verlegefehler. Oftmals macht sich dieser erst im Sommer bemerkbar, da sich durch die erhöhte Luftfeuchte und Temperatur in den Sommermonaten der Laminat-Boden zwangsläufig ausdehnt.

Die Dehnungsfuge bzw. der Wandabstand sollte mind. 8 mm betragen, bei größeren Flächen entsprechend mehr. Wenn die Luftfeuchte 65 Prozent übersteigt, sollten mindestens 15 mm eingeplant werden. Als Faustregel gilt: Pro Meter Boden mind. 1,5 mm Dehnungsfuge an beiden Raumseiten einhalten. (Beispiel: Raum 5 m Breit = mind. 8 mm an jeder Seite Randfuge).

Selbst wenn das verlegte Material nur an einer Stelle im Raum anliegt (angearbeitet wird), kann sich schwimmend verlegtes Material abdrücken und wölben. „Beliebte“ Schwachpunkte sind dabei immer wieder Türzargen, Treppenanschlüsse, Heizkörperanschlüsse sowie Abschlussschienen.

Schwere Gegenstände wie z.B. Küchenzeilen und Schränke (der Boden kann sich nur noch zu einer Seite bewegen) erfordern auf der Gegenseite einen doppelt so großen Wandabstand. Wir empfehlen, schwere Gegenstände bzw. Einbaumöbel (Küchen, Einbauschränke, Aquarien etc.) vor der Verlegung aufzubauen und den Boden nur bis unter den Sockel zu verlegen. So ist eine einfache und unkomplizierte Wiederaufnahme des Bodens jederzeit möglich. Die Dehnungsfugen werden im Wandbereich mit Sockelleisten, in anderen Bereichen durch spezielle Bodenprofile abgedeckt. Im Bereich von Stahlzargen kann auch eine dauerelastische Fugenmasse eingesetzt werden. Sie finden alles im Parador Zubehörsortiment.

7. Anordnung von Dehnungsfugen
Da der Laminat-Boden, wie gerade beschrieben je nach Klimabedingung quillt oder schwindet, sind bei folgenden Gegebenheiten weitere Dehnungs- bzw. Bewegungsfugen von mind. 8 mm notwendig: Größere Flächen, die die Maße von 8 x 12 Metern überschreiten, bei verwinkelten Räumen oder auch der Verlegung von Raum zu Raum. Diese Bewegungsfugen werden mit entsprechenden Übergangsprofilen abgedeckt. Ein Hinweis: Beim Weglassen der Dehnungs- oder Bewegungsfugen haftet immer der Verleger.

8. Verlegebild
Laminat-Fußbodenelemente können sowohl im regelmäßigen als auch im unregelmäßigen Verband verlegt werden. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass der Versatz der Kopfstöße von Reihe zu Reihe mindestens 40 cm beträgt, bei Trendtime 2 mindestens 15 cm.

9. Verlegerichtung / Lichteinfall
Aus optischen Gründen sollte die Längskante parallel zum Lichteinfall verlegt werden, d. h. die Längskante verläuft in Richtung des Lichteinfalls. Sind mehrere Fenster vorhanden, orientieren Sie sich bitte an dem größten Fenster. Bei extremen Grundrissen des Raumes ist ebenfalls die Verlegerichtung nach Raumaufteilung (s. Verlegeregel 10) zu beurteilen.

10. Verlegerichtung / Raumgrundriss
Ebenfalls aus optischen Gründen sollten die Längskanten des Bodens quer zur Längsseite des Raumes verlaufen. Der Raum wirkt dadurch optisch eher quadratisch und größer, und nicht schmal und „schlauchig“.

 

Bild: Parador

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