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Sicherheit hat Priorität: Wie sich Heimwerker vor Unfällen schützen

Nicht selten kommt es beim Heimwerken zu Unfällen. Daher sollten einige Sicherheitstipps beachtet werden. (Bild: Scott Lewis / flickr.com)

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Heimwerken ist in Deutschland sehr beliebt, ein Großteil der Bundesbürger betätigt sich zumindest hin und wieder als Heimwerker. Dabei kommt es nicht selten auch zu Unfällen, sei es durch Unvorsichtigkeit oder falsche Handhabung von Werkzeugen und Maschinen. Dabei ist es relativ einfach, für Sicherheit auf der heimischen Baustelle zu sorgen.

Für viele Hausbesitzer ist das Eigenheim eine beliebte "Baustelle". Es wird selbst erneuert, verschönert und repariert. Abseits der klassischen Arbeiten rund um das Haus fallen immer wieder Aufgaben zur Instandhaltung der Immobilie an. Getreu dem Motto „Selbst ist der Mann“ erledigen immer mehr Männer (und natürlich auch Frauen) anfallende Arbeiten selbstständig. Ob erfahrener Heimwerker oder Laie - jede Arbeit hat seine Gefahren. Leichtsinnigkeit führt nicht selten zu zahlreichen Unfällen jedes Jahr, wie Daten von Berufsverbänden und Unfallversicherungen zeigen.

 

Fünf tückische Verletzungsfallen bei der Heimarbeit

 

Arbeiten im Haushalt werden von vielen Heimwerkern als eine Leichtigkeit angesehen. Dabei geschehen laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH), rund 300.000 Heimwerkerunfälle pro Jahr, also mehr als 800 jeden Tag.

 

Zu den häufigsten Heimwerker-Unfällen gehören:

 

  1. Verletzungen durch scharfe, spitze Gegenstände: Vier von zehn Personen verletzen sich durch die Handhabung spitzer oder scharfer Gegenstände. Zu den Übeltätern gehören unter anderem Bohrmaschinen und Kreissägen. Das Problem sind meist Anwendungsfehler, häufig wird die Bedienungsanleitung nicht richtig oder gar nicht gelesen. Wichtig ist es auch, die Funktionstüchtigkeit des Werkzeugs vor jeder Nutzung zu überprüfen.
  2. Stürze: Leitern verursachen rund 90.000 Unfälle jedes Jahr. Ihr Anteil an allen Heimwerker-Unfällen liegt damit bei 20 Prozent. Auch kann falsches Verhalten der Heimwerker die Unfälle verursachen. Leitern müssen auf einem festen Untergrund stehen. Weiterhin spielt auch das Schuhwerk eine große Rolle. Arbeitsschuhe mit rutschfester Sohle, wie die von Engelbert Strauss, sorgen für Sicherheit auf der Leiter.
  3. Stolpern: 17 Prozent der Geschädigten stolpern über herumliegendes Werkzeug. Weder Werkzeug noch Baumaterial sollte ungeordnet auf dem Boden herumliegen. Ordnung sorgt nicht nur für mehr Übersicht, sondern auch Sicherheit beim Heimwerken.
  4. Überanstrengung: Ungewohnte Körperhaltungen sind beim Heimwerken keine Seltenheit. Überschätzt man seine Kraft, kann es zum Unfall kommen (11 Prozent aller Fälle). Regelmäßige Pausen sind daher Pflicht bei jeder Tätigkeit.
  5. Fremdkörper im Auge: Einige Arbeiten bergen die Gefahr, dass Fremdkörper ins Auge gelangen können. Holzsplitter, Staub oder auch Funken - gegen sie kann man sich mit einer passenden Brille schützen.

 

Unfallversicherung: Wie sinnvoll ist sie?

 

Wer gerne und regelmäßig zuhause repariert und renoviert, ist gut beraten sich rechtzeitig um eine private Unfallversicherung Gedanken zu machen. Denn bei Unfällen in der Freizeit wozu Heimwerker-Unfälle zählen, greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Diese gilt nämlich nur für Unfälle am Arbeitsplatz sowie auf dem Weg zur Arbeit.

 

Zu den Leistungen der privaten Unfallversicherung nach einem Unfall zählen unter anderem bei dauerhaften Beeinträchtigungen eine Kapitalleistung oder eine Unfallrente so wie Tagegelder für die Zeit der Genesung. Damit können beispielsweise der behindertengerechte Umbau der Wohnung finanziert oder Einkommenseinbußen kompensiert werden.

 

Auch wenn eine umfassende Unfallversicherung beruhigt, sollten möglichst viele Unfallgefahren schon im Vorfeld ausgeschlossen werden. Eine gute Schutzausrüstung ist daher für jeden sicherheitsbewussten Heimwerker ein Muss.

 

Arbeitsschutz ist eine Sache der Einstellung

 

Um Unfälle beim Heimwerken vermeiden, sollten einige Tipps beachtet werden. Viele Heimwerker nehmen es mitunter mit dem Arbeitsschutz nicht ganz ernst. Leitern werden in Flip-Flops bestiegen, die Kreissäge ohne Schutzbrille verwendet und auch die Ordnung auf dem Boden wird vernachlässigt. Solch eine Leichtsinnigkeit kann zu schweren Unfällen führen.

 

Die oberste Regel beim Thema Arbeitsschutz ist die Verwendung von Arbeitskleidung: Ob zum Streichen, Bohren oder Sägen - für jede Arbeit gibt es die passende Arbeitskleidung. Zu den wichtigsten „Beschützern“  gehören:

 

  • Arbeitsschuhe: Spätestens, wenn der Hammer auf den Fuß fällt, werden Heimwerker bemerken, dass Flip-Flops kein geeignetes Schuhwerk für Heimarbeiten sind. Sicherheitsschuhe schützen vor solchen Missgeschicken. Eine dicke Sohle bewahrt den Träger auch vor Spitzen Gegenständen auf dem Boden.
  • Knieschoner: Beim Verlegen von Fliesen verharren Heimwerker stundenlang auf den Knien. Ohne Knieschoner werden solche Arbeiten schnell unangenehm und belasten zudem.
  • Arbeitshose: Praktische Arbeitshosen sind dank ihrer vielen Hosentaschen multifunktionell. Hier lassen sich zahlreiche Werkzeuge unterbringen.
  • Handschuhe: Hochwertige Handschuhe schützen vor Splittern und Schnitten aber auch vor Blasenbildung. Auch bei Arbeiten mit Chemikalien oder Reinigungsmitteln sollte auch Schutzhandschuhe nicht verzichtet werden. Ist Fingerspitzengefühl gefragt, sind Mechanikerhandschuhe eine gute Wahl. Diese verfügen über freie Fingerkuppen meist an Daumen, Zeige- und Ringfingern.
  • Atemschutz: Bei Schleif- und Abrissarbeitsarbeiten sowie anderen Situationen, in denen feiner Staub in die Lunge eindringen kann, sind Atemschutzmasken unverzichtbar.
  • Schutzbrille: Eine Schutzbrille sollte immer dann getragen werden, wenn Splitter oder andere Fremdkörper ins Auge gelangen können. Selbst bei Bohrarbeiten können äußerst kleine Partikel die Netzhaut des Auges beschädigen.
  • Gehörschutz: Mit der Handhabung von Säge, Presslufthammer und Co. ist ein hoher Geräuschpegel verbunden. Ohne Schutz kann der Lärm das Trommelfell ungehindert erreichen. Werte über 80 Dezibel werden als unangenehm empfunden. Ab 85 Dezibel sollte man laut der Aktion „Das sichere Haus“ einen Gehörschutz tragen.

 

Es gibt viele verschiedene Methoden, für Sicherheit auf der heimischen Baustelle zu sorgen. Welche Maßnahmen man als Heimwerker anwendet, sollte man immer anhand der vorhandenen Situation ermitteln.

 

 

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