Barrierefreies Badezimmer – Teil 2

Der Toilettensitz ist zu niedrig, man kommt nicht mehr hoch. Beim Duschen wird einem schwindelig und die nächste Sitzgelegenheit befindet sich in unerreichbarer Ferne. Der Ein- und Ausstieg in die Badewanne wird zum Drahtseilakt. Und wer auf Gehhilfen angewiesen ist, bekommt oft schon Probleme, wenn er sich nur die Hände waschen will. Früher oder später geht es jedem so – auch wenn wir das gerne verdrängen. Aber wer sein Badezimmer rechtzeitig klug umrüstet, sichert sich für lange Zeit ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit.
Technische Hilfsmittel
Wer in seiner Mobilität so eingeschränkt ist, dass es ihm schwer fällt, Kalt- und Warmwasserhähne auf- und zuzudrehen, kann sich innovativer Sensor-Armaturen bedienen, die schon auf eine Berührung mit der Nasenspitze reagieren. Entsprechend eingestellte Thermostate sorgen dafür, dass die Wassertemperatur stimmt. Solche Sensoren lassen sich natürlich auch für alle anderen Armaturen, für Lichtschalter und die WC-Spülung einbauen.
Rund um die Toilette
Das Wichtigste an der Toilette ist, dass der Toilettensitz nicht zu niedrig montiert ist. Eine DIN-Norm schreibt für Rollstuhlfahrer eine Höhe von 48 cm vor. Das ist aber nicht für jeden Haushalt das Richtige, vor allem, wenn unterschiedlich große Menschen das WC benutzen und auch kleine Kinder im Haus sind. Inzwischen gibt es höhenverstellbare Toilettensitze und -aufsätze. Grundsätzlich aber sollte das WC immer etwas höher montiert werden, damit das Aufstehen im Alter leichter fällt. Dass die Klopapierrolle ohne größere Verrenkungen erreichbar sein sollte, versteht sich von selbst. Auch klug montierte Haltegriffe sorgen für mehr Komfort und Sicherheit, nicht nur im WC, sondern auch als kleine Helfer in der Dusche oder neben der Badewanne. Es gibt sie in modernsten Designs, so dass man sie wunderbar als Gestaltungselement einsetzen kann.
Maßnahmen der Sicherheit
Wichtig sind auch rutschfeste Fliesen der Klasse R9, um Unfälle zu vermeiden und schwellenlose Türen, die nach außen aufgehen, damit Sie im Notfall gerettet werden können. Auch in Anbetracht der Badezimmer-Unfallopfer unter den Senioren sind das wahrlich Investitionen fürs Leben. Oder wie Hollywood-Diva Bette Davis feststellte: „Altwerden ist nichts für Weicheier.“
Bild: BÄDERWELT
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