Pure Verführung aus dem Topf
Das schlägt weder auf den Magen noch auf die Hüften, sondern beflügelt die Fantasie und bereichert die Sinne.
Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass Anthurien, die uniformen, wenig aufregenden roten Flamingoblumen von einst, sich heute in einem solchen Formen- und Farbenrausch präsentieren. Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und nach Europa gebracht. Durch Kreuzung und Selektion sind nun mehr als 200 Varietäten auf dem Markt. Es gibt Anthurien mit orangefarbenen, roten, rosa, weißen, grünen, braunen, zweifarbigen oder sogar gesprenkelten Hochblättern. Und das ist erst der Anfang.
Der Kolben, der den Pflanzen ihr typisches Aussehen verleiht, weist darauf hin, dass sie zu der riesigen Familie der Aronstabgewächse gehören, wie z.B. auch Zantedeschia und Spathiphyllum. Er ist der eigentliche Blütenstand; denn das, was wir gemeinhin als Blüte bezeichnen, ist in Wirklichkeit ein gefärbtes Hochblatt. Anthurium bedeutet wörtlich „Schweifblüte“, abgeleitet von dem griechischen Wort „anthos“ (= Blüte) und „oura“ (= Schweif).
Innerhalb der Gattung unterscheidet man zwei wichtige Arten: Anthurium andreanum und Anthurium scherzerianum. Beide sind nach ihren Entdeckern benannt; Edouard Francois André, einem französischen Gartenarchitekt, Autor und Redakteur von Gartenbauzeitschriften und Karl von Scherzer, einem österreichischen Arzt und Botaniker. Anthurium scherzerianum, die kleine Flamingoblume, trägt lanzettlich geformte Laubblätter und ovale bis eiförmige Hochblätter. Die große Flamingoblume, Anthurium andreanum trägt länglich-herzförmige Blätter und große herzfömige, mehr oder weniger „gehämmerte“ Hochblätter. Das oftmals sichtbare Aderwerk im „Lackmantel“ hat Ähnlichkeit mit kunsthandwerklich bearbeitetem Metall.
Anthurien sind robuste und anspruchslose Pflanzen. Als Aufsitzerpflanzen der südamerikanischen Regenwälder mögen sie jedoch keine direkte Mittagssonne und vertragen weder zu kalkhaltiges Gießwasser noch Staunässe. Ab und zu eine Düngergabe danken die Flamingoblumen mit permanenter Hochblattpracht.
Ungewöhnliche Blüten inspirieren zu einem außergewöhnlichen Einsatz in vier Wänden. Ein Blick in die Töpfe der Floristen lohnt sich allemal, denn im umfangreichen Anthuriensortiment ist mit Sicherheit auch für Ihren erlesenen Geschmack etwas dabei. Sehen Sie selbst und lassen Sie sich verführen!
Bild: Blumenbüro Holland
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass Anthurien, die uniformen, wenig aufregenden roten Flamingoblumen von einst, sich heute in einem solchen Formen- und Farbenrausch präsentieren. Die Pflanze wurde im 19. Jahrhundert entdeckt und nach Europa gebracht. Durch Kreuzung und Selektion sind nun mehr als 200 Varietäten auf dem Markt. Es gibt Anthurien mit orangefarbenen, roten, rosa, weißen, grünen, braunen, zweifarbigen oder sogar gesprenkelten Hochblättern. Und das ist erst der Anfang.
Der Kolben, der den Pflanzen ihr typisches Aussehen verleiht, weist darauf hin, dass sie zu der riesigen Familie der Aronstabgewächse gehören, wie z.B. auch Zantedeschia und Spathiphyllum. Er ist der eigentliche Blütenstand; denn das, was wir gemeinhin als Blüte bezeichnen, ist in Wirklichkeit ein gefärbtes Hochblatt. Anthurium bedeutet wörtlich „Schweifblüte“, abgeleitet von dem griechischen Wort „anthos“ (= Blüte) und „oura“ (= Schweif).
Innerhalb der Gattung unterscheidet man zwei wichtige Arten: Anthurium andreanum und Anthurium scherzerianum. Beide sind nach ihren Entdeckern benannt; Edouard Francois André, einem französischen Gartenarchitekt, Autor und Redakteur von Gartenbauzeitschriften und Karl von Scherzer, einem österreichischen Arzt und Botaniker. Anthurium scherzerianum, die kleine Flamingoblume, trägt lanzettlich geformte Laubblätter und ovale bis eiförmige Hochblätter. Die große Flamingoblume, Anthurium andreanum trägt länglich-herzförmige Blätter und große herzfömige, mehr oder weniger „gehämmerte“ Hochblätter. Das oftmals sichtbare Aderwerk im „Lackmantel“ hat Ähnlichkeit mit kunsthandwerklich bearbeitetem Metall.
Anthurien sind robuste und anspruchslose Pflanzen. Als Aufsitzerpflanzen der südamerikanischen Regenwälder mögen sie jedoch keine direkte Mittagssonne und vertragen weder zu kalkhaltiges Gießwasser noch Staunässe. Ab und zu eine Düngergabe danken die Flamingoblumen mit permanenter Hochblattpracht.
Ungewöhnliche Blüten inspirieren zu einem außergewöhnlichen Einsatz in vier Wänden. Ein Blick in die Töpfe der Floristen lohnt sich allemal, denn im umfangreichen Anthuriensortiment ist mit Sicherheit auch für Ihren erlesenen Geschmack etwas dabei. Sehen Sie selbst und lassen Sie sich verführen!
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