Infos über den Zimmermann, Dachdecker, Spengler sowie den Heizungs- und Elektroinstallateur.

Das Dach ist die oberste, äußerste Haut des Hauses. Hier wirken jeden Tag unterschiedliche Temperaturen, Niederschläge und andere Umwelteinflüsse ein. Weil die Schräge eine Schutzfunktion für das gesamte Gebäude hat, muss die Konstruktion besonders sorgfältig ausgeführt werden. Das gilt noch mehr, wenn der Dachboden als Wohnraum genutzt werden soll. Damit diese Anforderungen zuverlässig und dauerhaft erfüllt werden, sollte die Baufamilie die meisten Arbeiten von versierten Handwerkern ausführen lassen. Denn: Nur gut ausgebildete und erfahrene Fachleute kennen die Knackpunkte, wissen welcher Materialien es bedarf und können Probleme erfolgreich lösen. Zu den beteiligten Gewerken beim Dach(aus)bau gehören: Der Zimmermann, der Dachdecker, der Spengler sowie der Elektro- und der Heizungsinstallateur. Wer sich schon im Vorfeld klar macht, dass es ohne Handwerker nicht geht, kann die Baukosten realistischer planen. Selbst Hand anzulegen, macht nur bei wenigen Arbeiten Sinn.
 
Ob als ruhiges Schlafzimmer, als Licht durchflutetes Büro oder als großzügiger Spielplatz für den Nachwuchs: Unter der Schräge stellt sich Wohlfühlatmosphäre erst ein, wenn es nicht zieht, die Räume warm aber nicht heiß sind, ruhig sowie frei von Feuchtigkeit. Handwerker wissen, wie das zuverlässig zu bewerkstelligen ist. Im Folgenden sind die Handwerker aufgelistet, die man im Normalfall einplanen sollte - chronologisch geordnet nach ihrem Arbeitseinsatz.
 
Zimmermann
 
Der Dachstuhl, eine maßgefertigte Holzkonstruktion, wird vom Zimmermann geplant und gebaut. Hier sollte der Bauherr nicht eingreifen. Denn die Statik erfordert es, dass der Dachstuhl strikt nach Montageplan aufgestellt wird. Zimmerleute sind sorgfältig ausgebildet und wissen selbst am besten, was sie tun. Mit Hilfe moderner Werkzeuge und Verbindungen hat der Handwerker die Holzkonstruktion innerhalb in kürzester Zeit errichtet - in der Regel an einem Tag. Ist der Dachstuhl aufgestellt, wird Richtfest gefeiert.
 
Dachdecker
 
Wie der Name schon sagt, verlegt der Dachdecker das Bedeckungsmaterial auf dem Dachstuhl. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Bauherr Dachpfannen, Ziegel oder Schiefer wählt: Der Dachdecker kann mit jedem Material umgehen. Neben dieser klassischen Aufgabe erledigt der vielseitige Fachmann heute am Dach weitere wichtige Arbeiten. Vorrangig zu nennen sind hier die Installation der Wärmedämmung sowie der Dampfbremse: Nur wenn diese fachgerecht ausgeführt sind, stellt sich auf Dauer eine hohe Wohnqualität im Haus ein. Auch baut der Dachdecker die Dachfenster ein und stellt die Solaranlage auf.
 
Spengler
 
Der Spengler ist der Metallverarbeiter auf dem Dach. Er erstellt Dächer aus Titanzink, fasst Kamine, Dachfenster oder Gauben ein und versieht andere Dachdeckungen an den Kanten sowie an First, Traufe und Ortgang mit Ab- und Anschlüssen aus Titanzink. Zudem montiert der Spengler oder Klempner die Entwässerung mit Dachrinnen und Fallrohren. Auch das Schneefangsystem sowie die Anlage zum Blitzschutz installiert dieser Handwerker.
 
Elektroinstallateur und Heizungsinstallateur
 
Bei einem nachträglichen Dachausbau müssen diese Gewerke angefordert werden: Der Elektrofachmann verlegt Stromkreise für Steckdosen und Leuchten sowie das Telefonkabel von unten nach oben. Der Heizungsinstallateur wiederum erweitert die Heizungsanlage mit Rohren und Heizkörpern. Zuvor überprüft er, ob die Kapazität des vorhandenen Kessels die zusätzliche Leistung erbringen kann. Ist dies nicht der Fall, erarbeitet der Installateur eine machbare Alternative.
 
Eigenleistung
 
Wer beim Dach(aus)bau mit anpackt, kann sparen. Zu den möglichen Eigenleistungen zählen das Fliesen, Streichen und Tapezieren. Auch das Anbringen einer Dämmung zwischen den Sparren oder der Einbau von Böden, Treppen und Trennwänden können Heimwerker mit viel Erfahrung und Geschick selbst erledigen. Alle anderen Arbeiten sollten aber von Fachleuten erledigt werden. Denn Arbeiten am Dach sind gefährlich, und Fehler beim Einbau können schwer wiegende Folgeschäden verursachen.
 
Bild: Dach.de
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