Wann was warten?
Unser Auto geben wir regelmäßig zum Durchchecken in die Werkstatt. Wir wissen, es gibt viele Teile, die verschleißen und – werden sie nicht ausgewechselt – schwere Folgeschäden verursachen. So ist es auch beim Dach, der Krone des Hauses: Tagtäglich ist es Wind und Wetter ausgesetzt. Mit regelmäßigen Wartungen und Reparaturen lässt sich verhindern, dass wir plötzlich ein undichtes "Dach über dem Kopf" haben.
Schon nach jedem starken Regen sollte das Dachgeschoss untersucht werden. Sind feuchte Flecken am Dachboden oder Verfärbungen an der Wandoberfläche zu sehen, so dringt irgendwo Wasser ein. Bei frostigen Außentemperaturen kann gefrierendes Regenwasser schnell gravierende Bauschäden verursachen. Die Dämmung verliert ihre Wirkung, Schimmel und steigende Heizkosten drohen. Besteht der Verdacht undichter Stellen, so können Zeitungen als Beweismittel ausgelegt werden. Das Papier saugt sich voll und zeigt das Leck an.
Nach jedem Sturm oder schweren Gewitter ist es ratsam, das Hausdach vom Boden aus auf Schäden in der Eindeckung zu überprüfen. Haben sich Elemente gelockert, so halten sie womöglich dem nächsten starken Wind nicht mehr Stand. Auch die wichtige ästhetische Wirkung des Daches wird durch eine fehlerhafte Deckung gestört. Mängel sollten sofort beseitigt werden. Blitzschutzeinrichtungen, der Kamin sowie die Antenne sollten ebenfalls von außen in Augenschein genommen werden.
Wenigstens zwei Mal im Jahr, am besten vor dem Winter und im Frühjahr, sollte außen wie innen eine größere Inspektion durchgeführt werden. Am wichtigsten ist die Dachfläche selbst: Sind Elemente locker, gebrochen, verschoben? Zweitens müssen die Anschlüsse auf Beschädigungen untersucht werden. Und drittens sind Dachrinnen und Kehlblechen von etwaigen Verschmutzungen zu reinigen. Wird der Abfluss behindert und läuft Regenwasser über, kann es zu Schimmel an der Hauswand kommen.
Im Dachraum sind Balken und Pfetten auf Fäulnis oder Schimmel zu untersuchen. Sägemehl deutet darauf hin, dass sich Holzwürmer durch den Dachstuhl fressen. Sind Risse oder gelöste Teile sichtbar, kann die Tragkraft und Funktion des Dachstuhls gravierend beeinträchtigt sein.
Spätestens nach fünf Jahren sollte ein Fachmann das Dach ausführlich unter die Lupe nehmen. Ist das Dach älter als zehn Jahre, sollten mit einem Dachdecker-Innungsbetrieb ein Wartungsvertrag abgeschlossen werden. Damit ist sichergestellt, dass das Dach von einem Fachbetrieb regelmäßig überprüft wird.
Bild: Dach.de
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