Wichtige Planungstipps

Wie eine Ausschreibung aussieht, was Angebote enthalten müssen.

Kostengünstiges Bauen beginnt mit der detaillierten Aufstellung der auszuführenden Arbeiten. Je genauer das so genannte Leistungsverzeichnis erstellt ist, umso exakter kann der Handwerker seine Leistungen kalkulieren. Die Leistungsverzeichnisse erstellt der Architekt. Art und Umfang der Leistung, die erbracht werden soll, die zu verwendenden Materialien, der Ausführungszeitpunkt, Preisbindungsfrist, die Baustelleneinrichtung usw. werden hier Punkt für Punkt aufgelistet. Die Abgabefrist für die Angebote sollte etwa zwei Monate vor dem eigentlichen Baubeginn liegen, damit noch genug Zeit für Verhandlungen und Terminabstimmungen bleibt. Die übliche Preisbindungsfrist, innerhalb der das Angebot bindend ist, beträgt einen Monat. Verlängerungen bei den Handwerkern sollten schriftlich angefragt werden. Das gibt Planungssicherheit. Ortstermine helfen, eine Vertrauensbasis aufzubauen. Auch fließen so gleich die Gegebenheiten vor Ort in die Kalkulation mit ein.
 
Mehrere Angebote einholen
 
Zu jedem Auftrag sollten mehrere Handwerker mit guter Reputation zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden. Die Leistungen und Preise der einzelnen Angebote werden sehr unterschiedlich sein. Der zweite Schritt ist eine umfassende Beratung von in Frage kommenden Handwerkern. Er muss das Angebot genau erklären und seine Lösungsvorschläge aufzeigen. Art und Umfang der Leistung sollten ausführlich besprochen werden. Daraufhin wird der eine oder andere Handwerker sein Angebot vielleicht noch einmal überarbeiten. Auch zu Alternativen und Einsparmöglichkeiten sollten die Handwerker eine Meinung abgeben. Hände weg von Angeboten, die deutlich billiger sind als die anderen. Oft muss man hier hinterher auf der Baustelle feststellen, dass die Ausführung mehr als zu wünschen übrig lässt. Billig heißt nicht gut. Am Ende bekommt der Handwerker des Vertrauens den Auftrag. Vorsicht bei Festpreisverträgen. Sie sind sinnvoll, wenn alle Leistungen vertraglich vereinbart sind: Zusätzliche Positionen werden oft nach Stunden abgerechnet. Das kann teuer werden. Auf der sicheren Seite ist, wer Fachbetriebe engagiert, die Mitglieder der Handwerkskammer sind. Die Adressen gibt es bei den regionalen Verbänden.
 
Sich absichern
 
Im Normalfall haften Handwerker für vertretende Schäden im Rahmen der Verdingungsordnungen für Bauleistungen (VOB), die den Bauverträgen zugrunde liegt. Die Gewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre. Die Gewährleistung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sieht eine Frist von fünf Jahren vor. Gemeinsam mit dem Handwerker sollte nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden und die Zahlungen stets am Baufortschritt orientiert sein. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Bauherrenhaftpflichtversicherung. Sie sichert Risiken während der Bauphase ab. Große Veränderungen der ursprünglichen Planungen sollten nun nicht mehr vorgenommen werden! Zu Änderungswünschen in jedem Fall ein Nachtragsangebot anfordern.
 
Bild: Dach.de
bauen. wohnen. leben.  www.homesolute.com