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Mit Dämmung allein ist es nicht getan

Die praktisch luftdichten Außenhüllen der Sanierungsobjekte bringen erhebliche Probleme mit sich: „Dicke Luft“ und Schimmelbildung. Eine kontrollierte Wohnungslüftung schafft Abhilfe.

Durch die luftdichte Dämmung von Decken und Fassaden soll ein unkontrollierter Verlust teurer Wärmeenergie über undichte Fenster oder Luftbrücken im Mauerwerk möglichst vermieden werden. Doch das hermetische Abriegeln eines solchen Gebäudes bringt automatisch neue Herausforderungen mit sich: zum einen wird dadurch der Luftaustausch unterbunden, der für die Gesundheit der Bewohner unabdingbar ist. Denn jeder Mensch atmet täglich mehrere tausend Liter Luft ein und aus und benötigt stündlich 30m³ Frischluft, um sich wohl zu fühlen. Zum anderen führt ein zu geringer Luftaustausch zu hoher Luftfeuchtigkeit, die das Wachstumsmilieu von Milben und Schimmelpilzen begünstigt. Im schlimmsten Fall kann das neben den gesundheitlichen Risiken sogar zu gravierenden Bauschäden führen.

 

Lüftungsverhalten begünstigt „dicke Luft“

 

Diese negative Entwicklung begünstigen die Nutzungsgewohnheiten und das Lüftungsverhalten der Menschen, das sich aufgrund soziodemografischer Verschiebungen erheblich verändert hat. Die klassische Mieterfamilie trifft man immer weniger an, während die Zahl der so genannten Patchwork-Familien, der Doppelverdiener ohne Kinder oder auch der Singlehaushalte kontinuierlich steigt. Mit der Folge, dass seltener jemand zu Hause ist – wie vormals die klassische Hausfrau – um mehrmals am Tag die Wohnung zu lüften.

 

Wohnungen kontrolliert be- und entlüften

 

Als Lösung bieten sich kontrollierte Wohnungslüftungssysteme an: sie führen automatisch und bedarfsgerecht die verbrauchte, feuchte Luft aus dem Gebäude ab und lassen frische Luft nachströmen. Dabei arbeiten die modernen Geräte extrem leise und praktisch zugluftfrei. Durch Wohnungslüftungssysteme mit eingebautem Wärmetauscher wird zudem die energetische Wertigkeit des gut gedämmten und luftdichten Gebäudes gesteigert. Das schont den Geldbeutel zusätzlich und bringt zugleich einen spürbaren Gewinn an Komfort und Lebensqualität durch die permanente Frischluftzufuhr.

 

Das Frischluft-Prinzip

 

Und so funktioniert es: Das zentral installierte System ist über Zu- und Abluftrohre mit den zu belüftenden Räumen verbunden. Die Luft selbst wird den Räumen über leistungsstarke, regelbare Ventilatoren zugeführt beziehungsweise wieder abgesaugt. Der Wärmetauscher entzieht der Abluft die darin enthaltene Heizwärme und speist sie mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent in die gefilterte Zuluft ein, d. h. die Wärme wird energie- und kosteneffizient wieder verwendet. Für die Be- und Entlüftung einzelner Räume eignen sich Einzelgeräte, die insbesondere den nachträglichen Einbau leicht ermöglichen und die gleichen Vorteile wie zentrale Systeme aufweisen.

 

Bild: BDH, Köln

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