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Wärmedämmende Rollläden

Dass bereits kleine Maßnahmen wie das rechtzeitige Herunterlassen der Rollläden einen Einfluss auf den Energieverbrauch im Haushalt haben, wissen nur die wenigsten.

Rollläden und Simse zählen zu den gefährdeten Bereichen, wo teure Energielecks auftreten können. Wärmedämmende Rollläden funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Zwischen dem vollständig geschlossenen Rollladen und der Fensterscheibe bildet sich eine dämmende Luftschicht, die in Kombination mit dem Rollladenpanzer die Wärmeabstrahlung deutlich reduzieren kann. Die Bewohner profitieren davon gleich mehrfach: Zum einen lassen sich Energiebedarf und Heizkosten senken, zum anderen verbessert sich die Energieeffizienz des Hauses, sodass der Wert der Immobilie steigt.

Zur richtigen Zeit Schließen und Öffnen

 

Im Sommer wird in Räumen, die mit Rollläden, Jalousien und Co. ausgerüstet sind, eine unangenehme Aufheizung durch die Sonneneinstrahlung vermieden – Klimaanlagen und Ventilatoren werden weitgehend überflüssig. Im Herbst und Winter rechtzeitig geschlossen, verringern Rollläden den Wärmedurchgang. Dafür maßgeblich sind die dämmende Luftschicht sowie die Verminderung der Wärmeabstrahlung durch den Rollladenpanzer. Geöffnete Rollläden können in der kalten Jahreszeit sogar zur positiven Energiebilanz eines Hauses beitragen, da die Sonne ungehindert in das Rauminnere gelangen und so zur Raumheizung beitragen kann. Werden die Rollläden rechtzeitig geschlossen, halten sie die Kälte weitgehend draußen. Das reduziert den Wärmeverlust soweit, dass sich im Jahr bis zu 12 Prozent des Heizenergiebedarfs einsparen lassen.

 

Motorisierte Wärmepanzer

 

Vorhandene Rollläden können auch mit einem Motor ausgestattet werden. Sobald es draußen kühler oder dunkel wird, lässt sich der Rollladen einfach per Knopfdruck herunterfahren. Eine Zeitschaltuhr übernimmt das Schließen des Rollladens zur voreingestellten Zeit, vor allem wenn die Bewohner einmal nicht zu Hause sind. Kombiniert mit einem Lichtsensor funktioniert ein Sonnenschutz sogar voll automatisch. So lässt sich eine noch höhere Wärmedämmung erreichen, denn kalter Wind kann nicht mehr durch die Gurtführung blasen.


Alte Rollladenkästen modernisieren


Besonders ältere Rolllädenkästen sind wahre Energielöcher. Zum Raum hin sind sie lediglich mit einer ungedämmten Platte aus Holz oder Metall verschlossen. Bereits eine nur wenige Millimeter breite Fuge kann die Dämmwirkung der Gebäudehülle um bis zu 65 Prozent verringern. Einfach und effizient ist es, alte Rolllädenkästen nachträglich zu dämmen, wobei es mehrere Konstruktionsvarianten gibt. Oft wird aber zunächst ein L-förmiger Dämmkeil eingebaut. Dieser schirmt den Rollraum nach oben sowie nach innen zum beheizten Zimmer hin ab. Die entstehenden Zwischenräume werden mit sehr gut dämmendem Hartschaum ausgefüllt. Ehe der Monteur den Deckel wieder anbringt und versiegelt, passt er einen weiteren dicken Dämmkeil an, der den Kasten nach unten hin verschließt.

Bei gleichzeitiger Fenstersanierung


Werden zugleich neue Fenster eingebaut, ist noch mehr möglich. Dann kann der Rollladen ganz herausgenommen und der Rollraum zum Zimmer hin völlig geschlossen und gedämmt werden. Damit entfällt der Deckel im Innenbereich. Montage und Reparatur des Rollladens erfolgen von außen. Durch das nach innen geschlossene System gibt es keine konstruktionsbedingten Wärmebrücken. Hinzu kommt ein Plus in Sachen Optik. Der Rollladenkasten kann bis zum Fensterstock hin verputzt werden. Eine wärmegedämmte Gurtführung oder eine Motorisierte Variante runden die energiesparende Montage am Rollladenkasten im Altbau ab.

 

Bild: BV Rollladen + Sonnenschutz

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