Werbung

Erneuerbare Energien

Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger ist für jeden interessant. Man kann bares Geld sparen und trägt einen Teil dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern

Nachhaltiges und ökologisches Handeln wird in allen Lebensbereichen zunehmend wichtiger. Industrie, Wirtschaft und Privathaushalte verbrauchen täglich große Mengen an Energie. Wichtig ist dabei, den Verbrauch fossiler Energieträger einzuschränken und den Schadstoffstoffausstoß sowie die Emissionen klimarelevanter Gase wie z.B. Kohlendioxid zu verringern. Die Verwendung wirtschaftlich und klimabezogen sinnvoller Energiequellen wird in Zukunft deutlich ansteigen. Auf der Erde können erneuerbare Energiequellen in Form von Sonnenlicht und -wärme, Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme genutzt werden.

 

Sonnenenergie

 

Photovoltaikanlagen wandeln mittels Solarzellen Strahlungsenergie der Sonne direkt in elektrischen Strom. Sie können auf Flach- oder Schrägdächern angebracht werden und sind besonders wirkungsvoll, wenn die Fläche unverschattet ist. Schrägdächer sollten zwischen 30 bis 60 Grad geneigt und nach Südost bis Südwest ausgerichtet sein. Flachkollektoren bestechen durch einen guten Ertrag zu einem relativ günstigen Preis. Die teureren Röhrenkollektoren gewinnen mehr Energie, sogar senkrecht an Wänden. Sie lohnen sich, wenn nur eine kleine Montagefläche zur Verfügung steht oder der Standort nicht optimal ist.

Neben der direkten Nutzung des gewonnen Stromes sind netzgekoppelte Anlagen üblich. Der auf dem Dach erzeugte Strom wird gegen Entgelt in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die vergütete Abnahme ist durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gewährleistet. Solarwärmeanlagen werden für die Wärmeversorgung und die Warmwasseraufbereitung eingesetzt. Die Wärme wird über Solarkollektoren auf dem Dach gewonnen. Eine Trägerflüssigkeit leitet die Wärme zum Kombispeicher. Über einen Wärmetauscher wird sie auf das Trink- oder Heizungswasser übertragen.

 

Windenergie

 

Windenergie ist Bewegungsenergie der Luftmassen der Atmosphäre. Sie wird mittels Windkraftanlagen in allen Klimazonen, im Binnenland und auf See zur Stromerzeugung genutzt. Dabei drehen sich Windräder oder Rotoren ab einer gewissen Windgeschwindigkeit. Die Drehenergie wird auf einen Generator übertragen, der elektrischen Strom erzeugt. der in das Stromnetz eingespeist wird. Weil Winde sehr unkonstant auftreten, kann Strom aus Windenergie nur im Verbund mit anderen Energiequellen oder in sehr kleinen Stromnetzen mit Speicher für eine kontinuierliche Energiebereitstellung genutzt werden. Im kleinen Maßstab kann Windenergie also auch vor der eigenen Haustüre direkt genutzt werden. Die kleinen Anlagen mit fünf bis 25 Kilowatt Leistung, sind langlebig, wartungsarm und effizient. In windstarken Regionen können sich die Investitionskosten in zehn Jahren amortisiert haben.

 

Biomasse

 

Biomasse besteht aus Pflanzen und organischen Stoffen sowie Reststoffen wie z.B. Bioabfall, Klärschlamm, Klärgas oder Gülle. Sie wird fest, flüssig oder gasförmig zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie zur Herstellung von Biokraftstoffen verwertet. In Deutschland ist Biomasse von allen erneuerbaren Energieträgern die vielseitigste und wichtigste. Der größte Teil der Bioenergie in Deutschland wird aus Holz gewonnen. Bei der Verbrennung von Holz zur Energiegewinnung wird, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern, nicht mehr CO2 freigesetzt, als das Holz zuvor aufgenommen hat. In Privathaushalten ist das Heizen mit Holzpellets, Röllchen aus gepressten Holzspänen und Sägemehl, sehr beliebt. Neben der CO2 neutralen Verbrennung ist das Transportrisiko geringer als bei fossilen Brennstoffen: Tankerunglücke und Verunreinigungen des Grundwassers entfallen. Ein Kilogramm Holzpellets hat den gleichen Heizwert wie ein halber Liter Heizöl. Ein weiterer Vorteil ist ein stabiles Preisniveau und der günstigere Preis gegenüber Erdgas und Heizöl. Lediglich die Anschaffung eines Pelletskessels ist teurer als der Einsatz konventioneller Heizsysteme, wird aber staatlich gefördert.

 

Erdwärme

 

Die in der Erde gespeicherte Wärme kann mit verschiedenen technischen Verfahren zur Energiegewinnung genutzt werden. Erdwärme ist eine fast unerschöpfliche Energiequelle. In Verbindung mit Wärmepumpen wird Erdwärme zum Heizen oder Kühlen von Gebäuden oder zur Warmwasseraufbereitung verwendet. Wärmepumpen entziehen aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich Wärme und leiten diese weiter. Je nach Wirkungsgrad kann eine Wärmepumpe bis zu drei Mal so viel kostenlose Energie aus der Umwelt gewinnen, wie sie für den Verbrauch benötigt. Die Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen ist somit gering. Die Investition in Wärmepumpen amortisiert sich schnell, auch weil man finanzielle Unterstützung durch staatliche Zuschüsse bekommen kann. Neben den finanziellen Anreizen überzeugen Wärmepumpen durch effiziente und schadstoffarme Energiegewinnung. Überdies spart man Platz, da Wärmepumpen keine Vorratsbehältnisse benötigen, sondern im Garten vergraben werden.

 

Bild: tdx

bauen. wohnen. leben.  www.homesolute.com

 

 

 

Werbung