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Heizkosten sparen durch richtiges Lüften

In Zeiten steigender Energiepreise leistet eine komfortable Wohnungslüftung einen wichtigen Beitrag, um Geldbeutel und Umwelt zu schonen.

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und damit höherer Heizkosten lohnt es sich darüber nachzudenken, wie man mit energiesparender Bauweise und moderner Lüftungstechnik seinen Energieverbrauch deutlich verringern kann. Bereits aus raumklimatischen Gründen ist die Wohnungslüftung notwendig, da bei dichten Gebäuden der natürliche Luftwechsel nicht mehr stattfinden kann. Dies hat zur Folge, dass Gerüche und insbesondere Feuchtigkeit im Gebäude bleiben, was zur Schimmelbildung und einer hohen CO²-Konzentration führt. Durch moderne Lüftungsanlagen, die sowohl für den Neubau als auch für den zu modernisierenden Bestand zu empfehlen sind, wird das Lüften einfacher und komfortabler und Sie können mit optimierten Anlagen auch noch Heizenergie einsparen.

 

Folgen für die Gesundheit

 

Schimmelpilz, Milben und Co. Schimmelpilzbefall ist ein ernst zu nehmendes Problem. Die Hauptursache ist eine zu hohe Feuchte. Schimmelpilz sieht nicht nur unappetitlich aus und riecht muffig. Er kann das Bauwerk schädigen und sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Eine hohe Feuchte verbessert zudem die Lebensbedingungen von Milben, die z.B. in Polstermöbeln oder Matratzen vorkommen. Die Quellen für Schadstoffe und Gerüche sind sehr vielfältig: Fußbodenbeläge oder Möbel, Tabakrauch oder intensiver Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln verschlechtern die Raumluftqualität. Dies kann Unwohlsein, Kopfschmerzen und Müdigkeit aber auch Allergien, Atemwegserkrankungen oder Vergiftungen auslösen.

 

Wegweiser zu einer gesunden Raumluft

 

Lüften ist die einzige effektive Maßnahme, um Feuchte aus der Wohnung zu bekommen.

 

Mit den folgenden Anweisungen, Tipps und Regeln rund um das Thema Lüften, wird dem Schimmel der Kampf angesagt und die eigenen vier Wände werden zu einem rundum gesunden Wohlfühlbereich.

 

Heizung abschalten oder drosseln

 

Während dem Lüften sollte die Heizung komplett ausgeschaltet werden, damit kein Geld zum Fenster hinausgeheizt wird. Wer außerdem nachts die Raumtemperatur verringert, spart Energie. Achtung: In einem abends ziemlich feuchten Raum (mehr als 60% relative Feuchte) sollte man die Temperatur nur absenken, wenn vorher ausreichend gelüftet wurde, um die Raumluft zu trocknen.

 

Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen halten

 

Temperaturunterschiede beeinflussen die relative Feuchte nicht nur innerhalb eines Raumes, sondern bei geöffneten Türen auch in der gesamten Wohnung. In kalten Räumen kann sich feuchte warme Luft aus Nachbarräumen als Kondenswasser niederschlagen. Türen sollten daher nach Möglichkeit geschlossen bleiben. Kühle Räume sollten des Weiteren in keinem Fall mit der Luft aus wärmeren Räumen geheizt werden. Dadurch gelangt nicht nur Wärme, sondern auch Feuchte in den kühlen Raum. Die relative Luftfeuchte steigt und erleichtert das Wachstum von Schimmelpilz.

 

Alle Räume ausreichend heizen

 

Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme. Pro Nacht gibt jede Person etwa 300 Gramm Wasser an die Raumluft ab. Die Temperatur in Schlafräumen sollte deshalb nicht unter 16°C sinken, da es sonst zu Kondensation von Feuchtigkeit kommen kann. Auch Räume die kaum bzw. nicht genutzt werden sollten geheizt werden.

 

Freistehende Heizkörper

 

Wenn Heizkörper durch Verkleidungen oder Fensterbänke zugebaut bzw. durch Vorhänge oder Gardinen verdeckt sind, kann weniger Wärme in den Raum abgegeben werden oder das Thermostatventil muss weiter geöffnet werden.

 

Bild: BDH, Köln

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