Energiesparend Bauen – Ein Überblick
Das Ziel aller Energiesparhäuser ist, die Wärme nicht nach außen dringen zu lassen. Energiesparhäuser benötigen daher höchstens zwei Drittel der Heizenergie im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden, Passivhäuser nur noch ein Fünftel der Heizenergie. Die Investitionskosten sind entsprechend höher als bei einem herkömmlichen Haus. Da diese Häuser der Umwelt erheblich weniger Kohlendioxid pro Jahr ersparen, unterstützt die Bundesregierung zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau die Bauherren.
Viele Namen, wenige Standards
Im allgemeinen Sprachgebrauch wurden viele verschiedene Namen für Energiesparhäuser eingeführt, so z.B. 3-Liter Haus, Niedrigenergiehaus, 1,5-Liter Haus, kfw-40 und kfw-60 Haus, Nullenergiehaus, Passivhaus. Nur wenige davon entsprechen einem verbindlichen Standard bezüglich Wärmedämmung, Haustechnik und Nutzung erneuerbarer Energien. Um die vielen "Gebäudenamen" einstufen zu können, sollten man zumindest die Aussage zum angegebenen Energieverbrauchsstandard verstehen bzw. sich nachvollziehbar und verbindlich erklären lassen.
Ungenau: Literangaben
Begriffe wie 7-Liter oder 3-Liter Haus sind oft irreführend. Ohne weitere Angaben sagt dieses Qualitätsmerkmal wenig aus. Hier müsste zusätzlich angeben werden, wofür z.B. die "3-Liter" stehen. Handelt es sich dabei um die rechnerisch ermittelte Größe "3-Liter" abgeleitet vom "Heizwärme- oder Heizenergiebedarf" oder vom "Primärenergiebedarf" und ist der Verbrauch für die Erzeugung von Warmwasser mit enthalten? Hier hilft nur eins: nachfragen und die Zahlen genau studieren.
Die Mindestanforderung: Niedrigenergiehaus
Ein Niedrigenergiehaus ist seit 2002 gesetzlicher Standard für neue Wohngebäude und somit eigentlich nichts Besonderes mehr, da es nur die Mindestanforderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhält. Das Niedrigenergiehaus ist ein allgemein gültiger Begriff bzw. Baustandard bezüglich Dämmstoffstärken und Heizungstechnik. Vergleichbare Kenngrößen nach EnEV ist der ausgewiesene Primärenergiebedarf Qp und der Transmissionskennwert HT´. Da Niedrigenergiehäuser nach EnEV-Standard oftmals auch als energieeffiziente Gebäude bezeichnet werden, sollte mindestens die rechnerisch ermittelte Kenngröße in Kilowattstunde pro m² beheizter Nutzfläche und Jahr angegeben sein.
Die Mitte: kfw 60 und kfw 40 – Häuser
Haustypen wie z.B. das kfw 60 und kfw 40 Haus sind gem. kfw-Richtlinie (Kreditanstalt für Wiederaufbau) definiert. Mit ihnen lässt sich je nach Typ mindestens ein Drittel der Heizkosten sparen. Hier wird die Angabe (40 bzw. 60) auf den maximal zulässigen Primärenergiebedarf bezogen. Also beinhaltet diese Verbrauchsangabe den Heizwärmebedarf (Raumbeheizung und Warmwasser), die Verluste der Anlagentechnik und einen Energiebedarf, der bei Gewinnung, Veredelung, Lagerung und Transport des Energieträgers bis zum Gebäude entsteht. Zur Erreichung des niedrigen Energieverbrauchs stehen den Bauherren verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, aus denen frei gewählt werden kann.
Das Optimum: Passivhaus
Ein Passivhaus (oft auch als Nullenergiehaus bezeichnet) ist ein Gebäude, in dem eine behagliche Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer ohne separates Heiz- bzw. Klimatisierungssystem zu erreichen ist. Es bietet erhöhten Wohnkomfort bei einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a). Um diesen Wert zu erreichen benötigt das Haus eine extrem wärmegedämmte Außenhülle (Wände, Dach, Keller, Fenster), eine hohe Luftdichtigkeit und eine Lüftungsanlage mit 80 Prozent Wärmerückgewinnung. Zusätzlich empfiehlt sich der Einsatz erneuerbarer Energien, wodurch das Passivhaus sogar noch zum Plus-Energie-Haus werden kann, wenn es mehr Energie produziert, z.B. durch eine Photovoltaik-Anlage als es verbraucht.
Bild: Fotolia.de/ Anatoly Tiplyashin
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
Viele Namen, wenige Standards
Im allgemeinen Sprachgebrauch wurden viele verschiedene Namen für Energiesparhäuser eingeführt, so z.B. 3-Liter Haus, Niedrigenergiehaus, 1,5-Liter Haus, kfw-40 und kfw-60 Haus, Nullenergiehaus, Passivhaus. Nur wenige davon entsprechen einem verbindlichen Standard bezüglich Wärmedämmung, Haustechnik und Nutzung erneuerbarer Energien. Um die vielen "Gebäudenamen" einstufen zu können, sollten man zumindest die Aussage zum angegebenen Energieverbrauchsstandard verstehen bzw. sich nachvollziehbar und verbindlich erklären lassen.
Ungenau: Literangaben
Begriffe wie 7-Liter oder 3-Liter Haus sind oft irreführend. Ohne weitere Angaben sagt dieses Qualitätsmerkmal wenig aus. Hier müsste zusätzlich angeben werden, wofür z.B. die "3-Liter" stehen. Handelt es sich dabei um die rechnerisch ermittelte Größe "3-Liter" abgeleitet vom "Heizwärme- oder Heizenergiebedarf" oder vom "Primärenergiebedarf" und ist der Verbrauch für die Erzeugung von Warmwasser mit enthalten? Hier hilft nur eins: nachfragen und die Zahlen genau studieren.
Die Mindestanforderung: Niedrigenergiehaus
Ein Niedrigenergiehaus ist seit 2002 gesetzlicher Standard für neue Wohngebäude und somit eigentlich nichts Besonderes mehr, da es nur die Mindestanforderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhält. Das Niedrigenergiehaus ist ein allgemein gültiger Begriff bzw. Baustandard bezüglich Dämmstoffstärken und Heizungstechnik. Vergleichbare Kenngrößen nach EnEV ist der ausgewiesene Primärenergiebedarf Qp und der Transmissionskennwert HT´. Da Niedrigenergiehäuser nach EnEV-Standard oftmals auch als energieeffiziente Gebäude bezeichnet werden, sollte mindestens die rechnerisch ermittelte Kenngröße in Kilowattstunde pro m² beheizter Nutzfläche und Jahr angegeben sein.
Die Mitte: kfw 60 und kfw 40 – Häuser
Haustypen wie z.B. das kfw 60 und kfw 40 Haus sind gem. kfw-Richtlinie (Kreditanstalt für Wiederaufbau) definiert. Mit ihnen lässt sich je nach Typ mindestens ein Drittel der Heizkosten sparen. Hier wird die Angabe (40 bzw. 60) auf den maximal zulässigen Primärenergiebedarf bezogen. Also beinhaltet diese Verbrauchsangabe den Heizwärmebedarf (Raumbeheizung und Warmwasser), die Verluste der Anlagentechnik und einen Energiebedarf, der bei Gewinnung, Veredelung, Lagerung und Transport des Energieträgers bis zum Gebäude entsteht. Zur Erreichung des niedrigen Energieverbrauchs stehen den Bauherren verschiedenste Möglichkeiten zur Verfügung, aus denen frei gewählt werden kann.
Das Optimum: Passivhaus
Ein Passivhaus (oft auch als Nullenergiehaus bezeichnet) ist ein Gebäude, in dem eine behagliche Temperatur sowohl im Winter als auch im Sommer ohne separates Heiz- bzw. Klimatisierungssystem zu erreichen ist. Es bietet erhöhten Wohnkomfort bei einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/(m²a). Um diesen Wert zu erreichen benötigt das Haus eine extrem wärmegedämmte Außenhülle (Wände, Dach, Keller, Fenster), eine hohe Luftdichtigkeit und eine Lüftungsanlage mit 80 Prozent Wärmerückgewinnung. Zusätzlich empfiehlt sich der Einsatz erneuerbarer Energien, wodurch das Passivhaus sogar noch zum Plus-Energie-Haus werden kann, wenn es mehr Energie produziert, z.B. durch eine Photovoltaik-Anlage als es verbraucht.
Bild: Fotolia.de/ Anatoly Tiplyashin
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