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Neubau setzt Standards für Energiesparer

Wie viel Energieeffizienz darf’s denn sein? Wer neu baut, kann bestimmen. Er muss sich nur an die immer strenger werdenden Energievorgaben des Gesetzgebers halten.

Während Modernisierer ihre Immobilie erst noch aufwendig energetischen Standards anpassen müssen, genießen Bauherren den großen Vorteil, vom Start weg die neuesten Techniken für Wärmedämmung und Heizung einsetzen zu können. Der Wunsch ist da: „Niedriger Energieverbrauch“ führt mit 37 Prozent Zustimmung unangefochten die Rangliste der wichtigsten Planungskriterien für Neubauten an, so das Ergebnis einer aktuellen BHW-Umfrage.

Zukunftssicher planen

 

Neue Haustypen setzen die energetischen Maßstäbe für morgen. Ein Passivhaus verbraucht 90 Prozent weniger Energie als ein durchschnittlicher Altbau, im Jahr gerade noch 1,5 Liter Heizöl je Quadratmeter Wohnfläche. Ein solches hoch wärmegedämmtes Haus hat seinen Preis: Bauherren blättern 1.300 Euro je Quadratmeter auf den Tisch, das sind 30 Prozent mehr als für ein herkömmliches Niedrigenergiehaus. Bei diesem seit 2002 gesetzlich geltenden Standard ist der Energie-Hunger allerdings auch um das Vierfache höher. Die Investition in Öko-Hightech wie bei einem Passivhaus lohnt sich angesichts der langen Lebensdauer einer neuen Immobilie. Investitionen fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit zinsgünstigen Darlehen von bis zu 50.000 Euro.

 

Heizung ist Herzstück

 

Für alle Neubauten gelten Mindestanforderungen zum Einsatz von regenerativen Energien gemäß dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Bei Heizungsanlagen mit integrierter Solarwärmenutzung ist ein Anteil von 15 Prozent Pflicht. Öl- und Gas-Brennwertkessel kosten ab 2.500 Euro, kombiniert mit zehn Quadratmetern Solarkollektoren, insgesamt ab rund 12.500 Euro. Bei Biomasse- und Erdwärmeanlagen schreibt der Gesetzgeber einen regenerativen Anteil von 50 Prozent vor. Hier haben Holzpelletkessel in den vergangenen Jahren einen Boom erlebt, sie kosten ab 10.000 Euro. Ihr Vorteil: Die gepressten Späne sind günstiger als Öl und Gas.

 

Rentable Wärmepumpen

 

Immer mehr Bauherren setzen auf Wärmepumpen, die im Erdreich gespeicherte Energie nutzbar machen. Kostenpunkt: ab 16.000 Euro. Die BHW-Experten: Baufamilien, die regenerative Heiztechnik nutzen, halten die Nebenkosten langfristig auf einem niedrigen Niveau. Bei steigenden Preisen für die fossilen Brennstoffe zahlen sich die Mehrkosten für eine Wärmepumpe je nach Haus innerhalb von acht bis 15 Jahren aus.

 

Bild: BHW Bausparkasse

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