Energiesparende Haushaltsgeräte

Wer heute seine Einbauküche neu einrichtet, sollte seine Rechnung für die Zukunft machen. Denn der Energie- und Wasserverbrauch der neuen Hausgeräte bestimmt den Verbrauch für das ganze Geräteleben.

Angesichts stetig steigender Stromkosten und einem Wasserpreis in Deutschland, der zu den höchsten weltweit gehört, zahlt sich das auf Dauer in barer Münze aus. Doch es geht nicht nur um Geld: Auch für die Umwelt macht es einen Unterschied, ob ein Kühlschrank 170 Kilowattstunden Strom im Jahr verbraucht oder 500.
 
Stromfresser in der Küche
 
Ist die Küche eines Hauses in die Jahre gekommen, so dass sie renoviert werden muss, sollten in jedem Fall dabei die alten Elektrogeräte ausgemustert werden. In vielen Haushalten stehen immer noch dieselben elektrischen Küchengeräte, die beim Einzug angeschafft worden sind. Deren „Verfallsdatum“ dürfte inzwischen abgelaufen sein, denn im Vergleich zur heutigen Technik sind diese Geräte meist regelrechte Stromfresser. Auch Kochherde und Backöfen können dazugehören. Solche Elektrogeräte verbrauchen fast die Hälfte des Stroms im Haushalt.
 
Sensoren für ökonomischeres Arbeiten

Bei den Kühlschränken sank der Stromverbrauch seit 1990 um bis zu 79 Prozent. Dies wird unter anderem durch ein Isolationssystem, effiziente Kompressoren und modernste Elektronik mit Sensorentechnik für eine exakte Temperaturregelung erreicht. Bei Geschirrspülern sank der Stromverbrauch pro Spülgang um 40 Prozent, der Wasserverbrauch sogar um 57 Prozent. Auch hier sind vor allem Sensoren für das ökonomischere Arbeiten verantwortlich. Sie passen den Programmablauf an die tatsächliche Verschmutzung des Geschirrs an und garantieren dennoch Bestnoten für Reinigung und Trocknung. Auch beim Herd gibt es Möglichkeiten den Verbrauch zu senken. Durch die Entscheidung für die Induktionstechnologie lassen sich die Stromkosten für das Kochfeld um 43 Prozent mindern. Anders ist es bei jüngeren Entwicklungen wie Dampfgarern oder Abzugshauben. Sie sind schon von Anfang an auf einen geringen Stromverbrauch getrimmt.
 
Kühlschränke von A bis A++
 
Die größten Energiefresser in einem Haushalt sind aber nach wie vor Kühlgeräte. Ihr Verbrauch hängt davon ab, wie viel Wärme ins Innere gelangt und wie hoch der Aufwand ist, die gewünschte Temperatur zu erreichen bzw. zu halten. Beim Kühlschrank müssen es keine fünf Grad sein. Sieben Grad Celsius kühlen normale Lebensmittel ebenso effektiv und sparen an die 15 Prozent Energie. Bei der Neuanschaffung sollte auf die Energieeffizienz geachtet werden. Kühlschränke der Klasse A werden häufig als die umweltfreundlichste Lösung angeboten. Doch bereits seit 2004 gelten EU-weit die beiden Energieeffizienzklassen A+ und A++ für Kühl- und Gefriergeräte. Verbraucher sollten beim Kauf zu solchen Modellen greifen, denn diese Geräte sind am sparsamsten.
 
Was leistet eigentlich eine Kilowattstunde Strom?

- 15 Hemden bügeln
- 70 Tassen Kaffee kochen
- sieben Stunden fernsehen
- zwei Tage einen 300-Liter-Kühlschrank nutzen
- einen Hefekuchen backen
- ein Mittagessen für vier Personen auf dem Elektroherd kochen
- eine Maschine Wäsche waschen
- 90 Stunden Licht einer Stromsparlampe (11 Watt)
- 17 Stunden Licht einer Glühlampe (60 Watt)
- 40 Stunden lang mit dem CD-Player Musik hören (25 Watt)
 
Bild: Initiative EnergieEffizienz / dena
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