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Solaranlage versichern sinnvoll?


Autor Nachricht
Verfasst am: 11 Juli 2008
winfried_keller
Themenersteller
Dabei seit: 02.07.2008
Beiträge: 2
Hallo zusammen,

ich habe immer wieder gehört, dass man seine Solaranlage versichern soll. Jetzt hatten wir heute wieder so ein schweres Unwetter mit Hagel. Es ist zwar nichts passiert, aber ich mache mir schon so meine Gedanken.

Wo kann ich ein Photovoltaik-Anlage versichern?
Ist das überhaupt sinnvoll?
Hat jemand schon mal Erfahruing gemacht mit einem Versicherungsschaden?
Werden Unwetterschäden überhaupt dadurch gedeckt?

Danke für die Hilfe.
Verfasst am: 07 August 2008
besserbauer
Dabei seit: 03.07.2008
Beiträge: 30
Hallo,

Dabei geht es vor allem um eine Absicherung gegen Beschädigungen durch Wind und Wetter. Je nach gewählter Kondition kommt die Sachversicherung auch für den Ertragausfall auf. Der Hausbesitzer muss außerdem prüfen, ob Schadensersatzansprüche Dritter über die Haftpflichtversicherung bereits abgedeckt sind. Wenn nicht, sollte auch hiergegen mit einer Police vorgesorgt werden.

Moderne Solaranlagen sind wetterfest. Mit den Jahren aber steigt die Anfälligkeit. Dann können Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Regen wichtige Teile beschädigen. Zu den gravierendsten Schäden gehören die Zerstörung der elektrischen Anlage durch Blitzschlag oder Wasser. Die zweite große Gefahr ist der Bruch einer Kollektorscheibe oder einer Solarzelle durch Hagel. Auch bei Sturm sowie durch Überspannung oder Feuer kann die Solar-Technik in Mitleidenschaft gezogen werden. Um gegen solchen Schäden gewappnet zu sein, kann der Betreiber die Anlage in die Wohngebäudeversicherung aufgenommen werden. In diesem Fall wird sie als Teil des Gebäudes betrachtet und der Wert des Hauses wird entsprechend angepasst. Wer neu baut, kann das Kraftwerk auf dem Hausdach von Anfang an miteinkalkulieren. Für Nachrüster erhöht sich die Versicherungsprämie entsprechend des Wertes der installierten Kollektoren oder Module.

Spezielle Solarversicherungen bieten einen noch umfassenderen Schutz: Abgesichert sind hier neben den Naturgefahren auch Schäden, die durch menschlichen Einfluss entstehen. Zu nennen sind beispielsweise Vandalismus und Diebstahl. Auch das Risiko eines Marderbisses trägt nicht mehr der Anlagenbetreiber allein. Inbegriffen sind zudem Material- und Konstruktionsfehler sowie technische Gefahren, etwa Schäden durch Versagen von Mess-, Regel- oder Sicherheitseinrichtungen, Schäden durch Kurzschluss, Induktion oder Überspannung. Der Sonnen-Nutzer sollte kein fertiges Paket unterzeichnen, sondern den Vertrag genau lesen: Soweit nämlich die Solartechnik über die Gebäudeversicherung gegen Gefahren wie Brand, Blitzschlag oder Sturm bereits versichert ist, können diese Risiken ausgeschlossen werden. Die Versicherungsleistung lässt sich in der Regel auf die individuelle Situation anpassen und die gewünschte Höhe der Selbstbeteiligung frei wählen. So kann etwa der Betreiber einer Solarstromanlage festlegen, ob es im Schadensfall nur eine Entschädigung für Reparatur oder Wiederbeschaffung gibt, oder ob auch die entgangene Einspeisevergütung ersetzt werden soll. Weiterer wichtiger Bewertungsmaßstab ist die Frage, wer die Kosten für ein Gerüst trägt. Dieses aufzustellen kann bei einem mehrstöckigen Gebäude teuer werden. Ebenfalls zu klären ist, ob der Handwerkerlohn sowie Aufräum- und Entsorgungsgebühren inbegriffen sind. Der Jahresbeitrag für eine Solarversicheurng beträgt etwa ein Prozent der Material- und Installationskosten.

Weht der Wind die Solar-Module vom Dach und begräbt die Gartenhütte des Nachbarn unter sich, zahlt in der Regel die gesetzliche Privathaftpflicht. Alle Personen-, Sach-, Vermögensschäden sind dadurch abgedeckt. Voraussetzung ist, dass die Anlage auf dem eigenen Dach vorher gemeldet worden ist. Eventuell erhöht sich die dadurch Prämie. Die Anmeldung sollte vor der Inbetriebnahme erfolgen, damit die Bauphase bereits mitversichert ist. Manche Versicherer bieten auch eine extra Montageversicherung an. Diese Police schließt die komplette zu installierende Solaranlage ein.



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