Richtiges Tulpenzwiebeln pflanzen und Tulpen setzen

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Das weltweit größte Anbaugebiet für Tulpenzwiebeln befindet sich in Nord- und Südholland: Auf rund 10.000 Hektar Feld leuchten die blühenden Schönheiten im Frühjahr in allen Farben – bevor sie ihren Kopf verlieren. Denn nur wenn sie „geköpft“ werden, also ihre Blüten entfernt werden, lagern die Zwiebeln die nötigen Nährstoffe ein, statt ihre Kraft für die Entwicklung von Samen zu verschwenden. In der Erde entstehen dabei wahre Kraftpakete, die bereits alles enthalten, was sie zum Wachsen und Blühen im Garten benötigen.
Tulpomanie des 17. Jahrhunderts
Die erste Tulpe blühte in den Niederlanden vermutlich 1594 im Botanischen Garten der Universitätsstadt Leiden. Bereits sechs Jahre später gab es in den Niederlanden den ersten Zuchtbetrieb für Tulpen. Im Zuge der Begeisterung für diese Blumen entstanden zahlreiche neue Tulpensorten. Diese Züchtungen waren wegen ihrer Schönheit und Seltenheit sehr begehrt – leisten konnten sie sich allerdings nur die Reichen, kostete doch eine einzelne Tulpenzwiebel bestimmter Sorten so viel wie ein Grachtenhaus in Amsterdam!
Tulpe ist nicht gleich Tulpe!
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entstanden zahlreiche neue Sorten. Mittlerweile gibt es eine Fülle verschiedener Tulpen. Mehr als 4.000 Sorten sind registriert. Sie blühen von zartem Weiß über fröhliches Gelb bis hin zu temperamentvollem Rot sowie in fast allen Farben dazwischen und haben lilienförmig-schmale, üppig gefüllte oder klassisch-einfache Blüten, mit glatten oder gefransten Blütenblättern. Die Züchtung ist übrigens ein langwieriger Prozess: Von der ersten Kreuzung bis zur Handelsreife können durchaus zwanzig Jahre vergehen! Auch heute werden mit viel gärtnerischer Experimentierfreude immer wieder neue Tulpen gezüchtet – mit einem entscheidenden Unterschied: Anders als damals sind heute die schönen Frühlingsblumen glücklicherweise so erschwinglich, dass sie jeden Gartenbesitzer erfreuen können.
So wird´s gemacht!
Tulpenzwiebeln zu pflanzen ist ganz leicht. Nach dem Kauf sollten sie möglichst schnell in die Erde. Am schönsten kommen Tulpen – wie alle Zwiebelblumen – in Gruppen zur Geltung und muten besonders natürlich an, wenn man sie in unregelmäßigen Abständen pflanzt. Tulpen blühen an fast jedem Standort, bevorzugen aber sonnige Plätze. Wichtig ist ein gut wasserdurchlässiger Boden, damit die Blumenzwiebeln nicht faulen. Schwere Böden können auch mit Sand verbessert werden. Die Tulpenzwiebeln kommen etwa doppelt so tief wie sie hoch sind, ohne Druck mit der Spitze nach oben in die Erde. Der Abstand zwischen zwei Zwiebeln sollte bei kleinen Exemplaren drei bis sieben, bei größeren sieben bis 20 Zentimeter betragen. Nun noch mit Erde bedecken, reichlich angießen und gegebenenfalls einen Frostschutz aus Laub oder Rindenmulch anbringen – schon kann die Vorfreude beginnen!
Bild: IZB
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