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Gartenplanung - Hinweise zur Gartenplanung

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"Ein Genießer-Garten ist niemals nur lästiger Arbeitsplatz. Ein Minimum an Planung und Arbeit zu investieren, lohnt sich immer."

„Ist das ein schöner Garten! Aber der macht ja sooo viel Arbeit!“ Welcher Besitzer gepflegten Grüns hat diesen neidischen Stoßseufzer nicht schon von seinen Besuchern gehört. Sicher: Ohne Arbeit geht auch im Garten nichts. Doch ist es nicht schade, dass alleine schon der Gedanke an Pflanzen, Jäten, Mähen und Schneiden viele Menschen davon abzuhalten scheint, sich mehr zu gönnen, als die angeblich pflegeleichte Rasenfläche mit Gehölzrand?

„Auch der Gartenbesitzer kann ein guter Gärtner sein, der seinen Garten lieber genießt als umgräbt,“ betont Philipp Schönfeld von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Im Gegenteil „Ein Genießer-Garten ist niemals nur lästiger Arbeitsplatz.: Er wird rasch zum Treffpunkt für Familie und Freunde, zum Rückzugs- und Kraftort für Stressgeplagte, zum Spielplatz für Kinder und Schaffensraum für Kreative,“ erklärt Schönfeld. „Hier ein Minimum an Arbeit zu investieren lohnt sich immer.“

Was also sollten Genießer-Gärtner tun, wenn sie ihre Freizeit lieber gemütlich lesend im Liegestuhl als buddelnd im Beet verbringen – und dabei trotzdem auf gepflegtes Grün schauen möchten? Nun, zum Beispiel einige der folgenden Regeln beherzigen:

 

Regel Nummer 1:

 

Genießergärten entstehen nicht von alleine. Wer glaubt, dass es ihm bei der Gestaltung des Gartens an Ideen und Tatkraft mangelt, sollte zum Fachmann gehen: Ein vom Landschaftsarchitekten und -gärtner geschickt geplantes und angelegtes grünes Wohnzimmer kann den Pflegeaufwand für seine Besitzer auf ein Minimum reduzieren.

 

Regel Nummer 2:

 

In kleinen Gärten kann man oft auf Rasenflächen zugunsten von Wegen, Beeten und Wasserspielen völlig verzichten. Wöchentliches Mähen verkürzt die Zeit im Liegestuhl wesentlich. Wenn trotzdem ein grüner Teppich gewünscht ist, dann gilt ...

 

Regel Nummer 3:

 

Rasen nicht zu kurz mähen. Dann übersteht er auch längere Trockenperioden ohne Gießen und zeigt sich dankbar, wenn er nur alle zwei Wochen geschnitten wird. Gänseblümchen sind grundsätzlich erlaubt.

 

Regel Nummer 4:

 

Trittsteine im Rasen so weit auseinanderlegen, dass das Gras dazwischen mit dem Rasenmäher gekürzt werden kann. Am Rand zu den Beeten hin ebenerdig flache Rasenkantensteine verlegen. Das erspart den zeitaufwändigen Schnitt langer Gräser per Hand mit der Schere und verhindert, dass der Rasen in die Beete hineinwuchert.

 

Regel Nummer 5:

 

Eine automatische Bewässerungsanlage installieren. Vor allem in kleineren Gärten ist das oft ohne großen Aufwand möglich. Rosen allerdings vertragen zuviel Nass von oben nicht immer gut. Die Feuchtigkeit bildet den Nährboden für Pilze.

 

Regel Nummer 6:

 

Unter Holzterrassen und Kieswegen Folien einbauen. Dann dauert es lange, bis sich hier Unkraut festsetzen kann.

 

Regel Nummer 7:

 

Auf einjährige Pflanzen verzichten. Langlebige Stauden bleiben über Jahre am gleichen Standort und werden mit der Zeit immer schöner.

 

Regel Nummer 8:

 

Flächen für Stauden und Gehölze nach dem Pflanzen mulchen: Rindenmulch unter Bäumen und Sträucher verteilen, Rindenkompost unter Halbschatten- und Schattenstauden, groben Splitt zwischen den Sonnenanbetern. Schon nach wenigen Jahren haben sich die Pflanzen soviel Platz im Beet erobert, dass Unkräuter kaum noch Chancen haben. Die Mulchmaterialien sehen nicht nur schön aus. Sie halten den Boden auch länger feucht. Das lästige Hacken der Beete entfällt. Unkräuter lassen sich nach einem kräftigen Regen oft einfach mit der Hand aus der lockeren Erde herausziehen.

 

Regel Nummer 9:

 

Gemüse auf Mulchfolie pflanzen. Das erspart Hacken und Unkrautjäten völlig und schenkt oft frühere Ernten. Auch hier bleibt die Erde länger feucht.

 

Regel Nummer 10:

 

Auf Formgehölze und unter Umständen auch auf Rosen verzichten: Das Schneiden von Buchskugeln und ähnlichem erfordert viel Zeit. Auch formale Hecken aus Liguster und Hainbuche zum Beispiel wollen mindestens zweimal pro Jahr geschnitten werden. Statt dessen lieber zu Gehölzen greifen, die dank ihres malerischen Wuchses normalerweise nicht mit der Schere bearbeitet werden. Dazu gehören unter anderen auch Schönheiten wie Magnolien, Hamamelis und eine Fülle von Schlitzahornsorten.

 

Regel Nummer 11:

 

Offene Wasserflächen meiden. Statt dessen Sprudelsteine auf geschlossene Wasserbecken setzen. Das erspart das lästige Abfischen von Algen.

 

Regel Nummer 12:

 

Auch mal alle Fünfe g’rade sein lassen. Mehr lassen als tun. Allzuviel deutsche Gründlichkeit mindert den Gartengenuss.

 

Bild: LWG

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