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Die Gattungen und Arten der Bromelie

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Ob Pizza Hawaii oder fruchtiges Hühnercurry: Die Ananas darf nicht fehlen. Doch wegen ihres hohen Säuregehaltes verträgt sie nicht jeder. Anders ist das allerdings bei ihren Schwestern: Diese sind absolut verträglich für jedermann und bieten puren, reuelosen Genuss - für die Augen!

Die Ananas, die wir essen, stammt aus der Familie der Bromeliengewächse (Bromeliaceae) und ist deshalb verwandt mit vielen wunderschönen Zimmerpflanzen. Die meisten Blumenliebhaber kennen zwar einige der bizarr anmutenden, farbprächtigen Pflanzen, kaum einer weiß aber, wie umfangreich das Sortiment wirklich ist. Die bekanntesten Bromelien-Gattungen und -Arten sind Guzmania, Aechmea und Vriesea. Andere sind Tillandsia, Neoregelia und Bilbergia. Sogar von der Ananas gibt es hübsche Zierpflanzen. Beheimatet sind die meisten Bromelien in den tropischen und subtropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas. Die ausdrucksstarken Schönen sind also weit gereist, um ganzjährig Schwung unter das Dach europäischer Häuser zu bringen.

Untermieter und Vermieter zugleich

Etwa 300 Jahre ist es her, als deutsche und belgische Liebhaber der exotischen Bromelie die ersten Pflanzen nach Europa brachten. Durch umfangreiche Kreuzung und Selektion gibt es die ursprünglich überwiegend roten und rosafarbenen Bromelien inzwischen in Weiß, Gelb, Violett, Orange und sogar in knalligem Pink oder zweifarbig. Die Mehrzahl der Bromelien gehört zu den Aufsitzerpflanzen oder Epiphyten, die als Untermieter auf Zweigen von Bäumen oder anderen hohen Pflanzen wachsen. Um sich ausreichend zu versorgen, stehen bei vielen Bromelien wie z. B. Guzmania oder Vriesea die Blätter rosettenförmig zusammen, so dass sie einen Trichter bilden. Dieser kann enorme Mengen Wasser aufnehmen: Bis zu fünf Liter sammeln sich darin an. An dieser optimal geschützten Wasserstelle lassen sich übrigens mit Vorliebe die winzigen Pfeilgiftfrösche nieder, um sich in aller Ruhe ihrer Brut widmen zu können.

Tolle Partner für Problemzonen

Auch die „gezähmte“ Bromelie sollte regelmäßig kleine Wassergaben in den Pflanzenköcher bekommen. Die Topferde darf dabei nicht zu nass sein. Bekommt die Exotin dann noch einen hellen Platz in einem Raum mit Zimmertemperatur, sind ihre Ansprüche bereits erfüllt. Bromelien sind außerdem ideale Begleiter für Küche und Bad: Dort, wo eine hohe Luftfeuchtigkeit vielen anderen Zimmerpflanzen das Leben schwer macht, fühlen sich die leuchtenden Bromelien sogar besonders wohl. Beste Möglichkeiten für ihren vielseitigen Einsatz bietet ihr Formenreichtum: Es gibt lang und schmal wachsende, aber auch kleinbleibende und ausladend üppige Bromelien. Auf jeden Fall lohnt es sich, in aller Ruhe im großen Angebot zu stöbern, um die genau Richtigen für sich auszuwählen.

Lächeln leicht gemacht

Wer sich an seinen Bromelien ab Mitte Mai auch im Freien auf Balkon und Terrasse erfreuen möchte, hält sich am Besten an Aechmea, Bilbergia, Ananas, Neoregelia und Tillandsia. Bei Neoregelien steht die einladende Blüte nicht wie bei anderen Arten über dem Laub, vielmehr verfärben sich die Herzblätter inmitten des Grüns in lockenden, leuchtenden Farben. Einige Sorten haben darüber hinaus hübsche weiße Sprenkel auf ihren Blättern. Häufig schmal, rund und spitz zulaufend wachsen die Blätter der Tillandsia-Arten. Sie gehören zu den wenigen Bromelien, die in ihrer ursprünglichen Heimat überwiegend auf der Erde wachsen. Tillandsien sollten im Zimmer nicht in voller Sonne stehen und benötigen frische und bewegte Luft – aus diesem Grund werden sie auch „Luftnelken“ genannt. Gardinen sollten hinter den Pflanzen deshalb nie geschlossen werden, um den Luftaustausch nicht einzuschränken! Es wäre außerdem schade, sich den freien Blick auf die fröhlichen Farbtupfer im Topf zu nehmen: Schließlich sind sie ganzjährige, pflegeleichte, haltbare und überaus wirkungsvolle, gute Laune bringende Mitbewohner.

 

Bild: Blumenbüro Holland

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