Elektroinstallationen richtig machen

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Ort und Anzahl der Steckdosen und Lichtschalter sollten schon vor Baubeginn mit einem Elektrofachmann abgestimmt werden.
Strom wird für die Beleuchtung benötigt, in der Küche und im Hauswirtschaftsraum (Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Herd), in den Wohnräumen für Computer, Fernsehen und Radio und für unzählige andere Dinge. Wenn man sich vor Baubeginn überlegt, wo wieviele Anschlüsse benötigt werden, spart man später Kosten und Ärger.
Nicht weniger wichtig ist die Frage, wo Telefon- und Antennenanschlüsse angebracht werden sollen. Soll eine Haussprechanlage installiert werden, muss auch hierfür eine Stromquelle vorgesehen werden.
Grundsätzlich ist die Frage, ob eine einfache Elektroinstallation genügt, oder ob Komfort und Energiesparmöglichkeiten durch elektronische Systeme gewünscht sind.
Ausführungen
Am Anfang der Elektroinstallationen steht ein Verlegeplan, in den der Elektrofachmann die Leitungsführung einzeichnet. Der erste Schritt ist dann das Anzeichnen von Schaltern, Steck- und Abzweigdosen an den Roh-Mauern. Dabei sollten bestimmte Höhen eingehalten werden. In jedem Fall muss die Verlegung der elektrischen Leitungen nach der DIN 18015 erfolgen. Leerrohre oder Leitungen werden im Rohbau auf die bloße Mauer verlegt. Bei der Verlegung unter Putz müssen die Leitungen oder die Rohre in Mauerschlitzen oder -kanälen, die möglichst schon bei der Errichtung der Wände und Decken auszusparen sind, mit der rohen Mauer bündig oder vertieft sind. Vertiefungen für Elektroleitungen sind aber nur in genügend dicken Mauern zulässig, nicht in Wände von 17,5 Zentimetern oder Schornsteinwangen. Hier muss die Verlegung im Putz erfolgen. Alle Leitungen an Wänden oder hinter Wandbekleidungen sind zum Schutz vor Beschädigung durch Nägel oder Schrauben ausschließlich senkrecht oder waagerecht anzuordnen. Ausnahme sind die Decken, wo Leitungen auf kürzestem Weg geführt werden können. Wie bei den Dosen und Wandanschlüssen gelten auch hier bestimmte Installationszonen. In der Praxis werden auf Länge geschnittene Leerrohre mittels Gips in den Schlitzen oder Mauervertiefungen fixiert und anschließend verputzt. Stegleitungen werden mittels Stahlstiften mit Isolierscheiben, Bandschellen aus Isolierstoff oder mit Gipspflastern etwa alle 25 Zentimeter auf der Rohbauwand befestigt. An Decken oder Wandauslässen legen extra Endschellen die Leitungen fest.
Den Hausanschluss und die Zählereinrichtung darf nur von einem zugelassenen Elektromeister installiert werden. Die Eigenleistung des Bauherrn beschränkt sich bei den Elektroinstallationen auf das Klopfen der Schlitze. Die Leitungen sollten nur unter Einweisung durch einen Fachmann erfolgen.
Leitungs-Typen
Je nach Art der Leitungen werden diese nach der DIN 40705 farbig gekennzeichnet. Dreiadrige Leitungen sind gelb/grün, hellblau und schwarz. Fünfadrige Leitungen sind gelb/grün, schwarz, hellblau, braun und schwarz. Der benötigte Verbrauch bestimmt den Querschnitt der Leitungen. Die meisten Einfamilienhäuser werden mit sogenannten gemischten Licht- und Steckdosenstromkreisen ausgestattet. Diese sind mit 10 Ampere abgesichert und benötigen einen Querschnitt von 1,5 Quadratmillimetern. Soll die Absicherung mit 16 Ampere erfolgen, muss der ein Querschnitt von 2,5 Quadratmillimetern gewählt werden.
Sicherheitselemente
Wo Strom fließt ist immer auch die Möglichkeit eines Körper-, Kurz- und Erdschluss durch Isolationsfehler auftreten. Auch in diesem Bereich ist das Fachwissen eines Elektrikers unabdingbar. Im heutigen Hausbau werden Personen-Schutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) und Fehlerspannungs-Schutzschalter (FU) eingebaut. Leistungs-Schutzschalter (Automaten) schützen Leitungen, Geräte und Motoren. Alle Schutzschalter öffnen selbstständig, wenn der angeschlossene Verbraucher zuviel Strom aufnimmt, zu heiß wird oder eine Fehlerspannung auftritt. Sie sind so konstruiert, dass man sie nicht ausschalten kann, ehe die Ursache für ihr Ausschalten nicht beseitigt ist. Die FI-Schutzschaltung ist derzeit die wirksamste Schutzmaßnahme gegen gefährlich Berührungsspannungen. Die meisten Elektrizitätsversorgungsunternehmen verlangen den Einbau eines solchen Schalters.
Glühlampen
Die meisten Räume im privaten Haus- und Wohnungsbau werden mit Glühlampen ausgeleuchtet. Sie sind in einer Vielzahl von Größen und Ausführungsvarianten erhältlich. Glühbirnen gibt es für alle üblichen Spannungen, vorzugsweise für 220 bis 230 Volt als Standardserie mit einem Sockel E27. Auch farbige Glühbirnen (elektrostatische Beschichtung) in Gelb, Orange, Rot, Blau und Grün sind bereits erhältlich. Normale Glühbirnen haben eine angenehme Lichtfarbe und sehr gute Farbwiedergabeeigenschaften. Ausführungen mit einem zylindrisch verlaufenden Kolben ermöglichen eine gleichmäßigere Lichtverteilung. Weitere Varianten sind Globelampen oder Kerzen in gedrehter Windstoßform. Reflektorlampen ermöglichen gegenüber der Standardform eine genaue Ausleuchtung im Wohnbereich. Kleinere Objekte lassen sich am besten mit Kuppenspiegellampen anstrahlen.
Halogenlampen stellen in vielerlei Hinsicht eine deutliche Verbesserung der Standard-Glühbirne dar. Sie sind kleinere Abmessungen, eine wesentlich höhere Lebensdauer und einen konstant großen Lichtstrom. Ihr Nachteil ist, dass sie harte Schatten produzieren und häufig blenden. Zudem sind sie als Deckenbeleuchtung Energieverschwender. Sie können als Deckenbeleuchtung, als Einbauleuchten sowie als Aufbau-, Schienen- und Seilleuchten ausgeführt werden. Wie die Standard-Glühbirnen sind auch sie in zahlreichen Ausführungsvarianten und Größen erhältlich.
Niedrighalogen-Lampen gibt es in drei Variationen: Niedervolt-Halogen-Lampen ohne Reflektor, die in Leuchten mit eingebautem Reflektor eingesetzt werden, und zweitens Leuchten mit Reflektor in den Leistungsstufen von zehn bis 100 Watt mit einem Ausstrahlungswinkel von drei bis 60 Grad. Die dritte Gruppe bilden Leuchten mit Kaltlichtreflektoren in den Leistungsstufen von 20 bis 75 Watt für die Anstrahlung von wärmeempfindlichen Oberflächen. Für Niedervolt-Halogenlampen ist ein Transformator (Einzel- oder Sammeltransformator) erforderlich.
Kompaktleuchtstoff-Lampen senken den Stromverbrauch deutlich um 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlich Glühbirnen. Zudem haben sie eine rund 8000 Stunden oder acht Mal längere Lebensdauer und sind erschütterungs- und stoßfest. Bei Betrieb werden sie nur handwarm und weisen eine geringe Blendung auf. Sie können mit einer geringeren Watt-Zahl betrieben werden, und bringen dennoch die selbe Leistung wie Glühbirnen. Ihr deutlichster Nachteil ist der wesentlich höhere Anschaffungs-Preis. Die Betriebskosten sind jedoch weit niedriger, wodurch sich gegenüber der Glühbirne langfristig sogar noch Geld sparen lässt.
Neben dem herkömmlichen Sockel gibt es auch Energiesparlampen mit Stecksockel, für die man einen Adapter benötigt. Diese Lampen ermöglichen einen flackerfreien und flimmerfreien Betrieb. Auch hier ist eine Vielzahl von Ausführungsvarianten erhältlich. Der Nachteil von Energiesparlampen ist, das sich ihre Lebensdauer durch häufiges Aus- und Einschalten verkürzt.
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