Wandheizung im Leichtbau

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- Allerdings gibt es - zumindest auf den ersten Blick - ein Problem:
Bei mehrschichtigen Leichtbauwänden kann man keine Warmluft durch Hohlräume strömen lassen, wie dies bei gekammerten Massivwänden nach dem klassischen Prinzip der Hypokaustenheizung gemacht wird. Auch das einputzen von Heizschlangen ist in diesen Wänden kaum machbar.
Dennoch bietet der Markt auch für Holzhäuser passende Wandheizungen an. Dabei handelt es sich um Systeme für die im Fertighaus bzw. im Haus vom Zimmerer üblichen Holzständerwände. Auch sie bleiben unsichtbar hinter der Wandoberfläche verborgen.
Da gibt es zunächst Plattensysteme, die verschiedene Hersteller speziell für den Trockenbau entwickelt haben. Das Grundprinzip funktioniert analog zu den bislang üblicheren, verputzten Warmwasser-Heizschlangen, die vor allem bei massiven Wänden eingesetzt werden. In diesem Fall werden jedoch die Warmwasser-Heizrohre in eine Trockenbauplatte integriert, die zum Beispiel aus Gips besteht.
?Werkseitig werden in die Gipskartonplatte vorgefertigte Kupferrohrmodule mit 15 Millimetern Durchmesser eingelegt und mit Spezialgips verschlossen?, lautet die technische Beschreibung einer Heizplatte, die von den beiden Unternehmen Knauf und Paradigma gemeinsam entwickelt wurde. Kupferrohr und Gipskartonplatte bildeten eine ideale Einheit und gewährleisten eine dauerhaft hohe Leistung. Der Clou daran ist, dass so eine Heizplatte zunächst einmal die üblichen Anforderungen an eine Gipskartonplatte zur Wandbeplankung erfüllen kann und darüber hinaus gleichzeitig auch als großflächiger Wandstrahlungsheizkörper dient. Außerdem können Trockenbau-Heizplatten dieser Art im Sommer als Kühlplatten eingesetzt werden, weshalb sie auch als Klimaplatten bezeichnet werden! In Länge und Breite unterscheiden sich solche beheizbaren Trockenbauplatten nicht unbedingt von gängigen Gipskartonplatten, ihre Dicke liegt mit etwa 20 Millimetern ebenfalls in der Größenordnung von anderen Wandplattenstärken, die normalerweise bei 12,5 Millimetern beginnen.
Alternativ zu Warmwasser-Heizplatten kommt auch im Holzhaus eine Hypokaustenheizung in Betracht. Weil es jedoch wenig Sinn macht, in eine Leichtbauwand senkrechte Warmluftkanäle einzuziehen, handelt es sich sozusagen um die Hypokaustenheizung vor der Wand. Das Prinzip ist wie bei klassischen Massivwand-Röhrensystemen denkbar einfach: Vor der roh beplankten Holzständerwand wird mit einem Abstand von beispielsweise 60 Millimetern eine Vorsatzschale montiert, sodass eine hohle Installationsebene entsteht, die sich übrigens auch zum geschickten Unterbringen anderer Installationsleitungen nutzen lässt.
Am Boden verläuft versteckt hinter einer Sockelleiste ein Heizrohr. Wenn man den Thermostat aufdreht, strömt warmes Heizungswasser hindurch und erwärmt die Luft, die in der Installationsebene nach oben steigt. Dadurch wird auch die Wandoberfläche warm und strahlt die Wärme wunschgemäß großflächig in den Raum ab. Die sich hinter der Vorsatzschale abkühlende Luft sinkt wieder nach unten, wird vom Heizrohr erneut erwärmt und im endlosen Kreislauf wieder zum Aufsteigen gebracht.
Ob Warmwasser- oder Warmluft-Wandheizung: Wer möchte, kann auch im Holzhaus die angenehme Strahlungswärme einer Flächenheizung genießen.
Text: EcoText
Bild: Janßen Heizsysteme
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Bei mehrschichtigen Leichtbauwänden kann man keine Warmluft durch Hohlräume strömen lassen, wie dies bei gekammerten Massivwänden nach dem klassischen Prinzip der Hypokaustenheizung gemacht wird. Auch das einputzen von Heizschlangen ist in diesen Wänden kaum machbar.
Dennoch bietet der Markt auch für Holzhäuser passende Wandheizungen an. Dabei handelt es sich um Systeme für die im Fertighaus bzw. im Haus vom Zimmerer üblichen Holzständerwände. Auch sie bleiben unsichtbar hinter der Wandoberfläche verborgen.
Da gibt es zunächst Plattensysteme, die verschiedene Hersteller speziell für den Trockenbau entwickelt haben. Das Grundprinzip funktioniert analog zu den bislang üblicheren, verputzten Warmwasser-Heizschlangen, die vor allem bei massiven Wänden eingesetzt werden. In diesem Fall werden jedoch die Warmwasser-Heizrohre in eine Trockenbauplatte integriert, die zum Beispiel aus Gips besteht.
?Werkseitig werden in die Gipskartonplatte vorgefertigte Kupferrohrmodule mit 15 Millimetern Durchmesser eingelegt und mit Spezialgips verschlossen?, lautet die technische Beschreibung einer Heizplatte, die von den beiden Unternehmen Knauf und Paradigma gemeinsam entwickelt wurde. Kupferrohr und Gipskartonplatte bildeten eine ideale Einheit und gewährleisten eine dauerhaft hohe Leistung. Der Clou daran ist, dass so eine Heizplatte zunächst einmal die üblichen Anforderungen an eine Gipskartonplatte zur Wandbeplankung erfüllen kann und darüber hinaus gleichzeitig auch als großflächiger Wandstrahlungsheizkörper dient. Außerdem können Trockenbau-Heizplatten dieser Art im Sommer als Kühlplatten eingesetzt werden, weshalb sie auch als Klimaplatten bezeichnet werden! In Länge und Breite unterscheiden sich solche beheizbaren Trockenbauplatten nicht unbedingt von gängigen Gipskartonplatten, ihre Dicke liegt mit etwa 20 Millimetern ebenfalls in der Größenordnung von anderen Wandplattenstärken, die normalerweise bei 12,5 Millimetern beginnen.
Alternativ zu Warmwasser-Heizplatten kommt auch im Holzhaus eine Hypokaustenheizung in Betracht. Weil es jedoch wenig Sinn macht, in eine Leichtbauwand senkrechte Warmluftkanäle einzuziehen, handelt es sich sozusagen um die Hypokaustenheizung vor der Wand. Das Prinzip ist wie bei klassischen Massivwand-Röhrensystemen denkbar einfach: Vor der roh beplankten Holzständerwand wird mit einem Abstand von beispielsweise 60 Millimetern eine Vorsatzschale montiert, sodass eine hohle Installationsebene entsteht, die sich übrigens auch zum geschickten Unterbringen anderer Installationsleitungen nutzen lässt.
Am Boden verläuft versteckt hinter einer Sockelleiste ein Heizrohr. Wenn man den Thermostat aufdreht, strömt warmes Heizungswasser hindurch und erwärmt die Luft, die in der Installationsebene nach oben steigt. Dadurch wird auch die Wandoberfläche warm und strahlt die Wärme wunschgemäß großflächig in den Raum ab. Die sich hinter der Vorsatzschale abkühlende Luft sinkt wieder nach unten, wird vom Heizrohr erneut erwärmt und im endlosen Kreislauf wieder zum Aufsteigen gebracht.
Ob Warmwasser- oder Warmluft-Wandheizung: Wer möchte, kann auch im Holzhaus die angenehme Strahlungswärme einer Flächenheizung genießen.
Text: EcoText
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