Akzente setzen mit Tapeten

Der Griff zur richtigen Tapete verändert die Raumwirkung, verwischt Architekturfehler und passt das Design dem Raum an.

Den schwarzen Peter hierfür bekommt in der Regel der Architekt zugeschoben. Oftmals sind aber andere Fehler für dieses unangenehme Raumempfinden verantwortlich: die Wandgestaltung und die Einrichtung.

Frei nach dem Motto "nicht was, sondern wie man es dekoriert, ist wichtig" kommt Selbstkritik dem ersten Schritt auf dem Wege zur Besserung gleich. Natürlich setzt die Architektur der Räume Grenzen, legt ein gewisses Raumempfinden fest. Doch vorgegebene Achsen wie Fenster, Türen, Ecken und Winkel bestimmen nicht alleine den Charakter einer Wohnlandschaft. Wer sie als Herausforderung und nicht als Einschränkung erlebt, der hat schon viel gewonnen.

Bekanntlich führen viele Wege nach Rom; mindestens ebenso viele führen allerdings auch zu neuem Wohnkomfort. Selbstverständlich gibt es dabei teure Lösungen wie Umbau, Durchbruch, Abriß oder gar Neubau. Aber auch ohne radikale Maßnahmen, die Staub und Unordnung ins Haus bringen sowie Aufwand und teueres Geld kosten, ist es möglich, Wohnprobleme an der Wurzel zu packen.

Wenn das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis stimmen soll, hilft fast immer der Griff zur richtigen Tapete. Es ist gar nicht so schwer, eine Wand mit der geeigneten Tapete sozusagen "aufzulösen" oder an einer anderen Stelle hervorzuheben. Sie wird zum harmonischen Begleiter der Einrichtung und verwischt im Idealfall die strengen Gesetzmäßigkeiten der Architektur, die ansonsten bauliche Sünden schonungslos enthüllen.

Enge Räume mit kleinen Fenstern brauchen helle Tapeten und keine großen Muster. Dasselbe gilt für lichtarme Flure und Dielen. Tapete kann Charakter haben, Akzente setzen oder aber auch als Ruhepunkt fungieren. Dabei gilt als Regel, daß die Kraft ihres Eigenlebens so groß sein soll, daß jedes beliebige Möbel dazwischen Raum zur eigenen Entfaltung hat. Ist die Einrichtung eher schlicht, so darf die Tapete durchaus durch Farbe oder Struktur hervortreten. Führen andererseits die Möbel, Teppiche und Vorhänge bereits ein ausgeprägtes Eigenleben, sollte die Tapete zurückhaltend den vorgegebenen Stil und das Farbenspiel unterstreichen.

Bild: Deutsches Tapeteninstitut
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