Beton-, Holz- oder Stahltreppen?

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Treppen sorgen nicht nur im Hauseingang für einen starken Auftritt. Abgesehen vom Design, spielt vor allem der Sicherheits- und Komfortaspekt eine wichtige Rolle, wenn es um die Planung einer Treppe geht, weiß Harry Gürtler, Treppenexperte von Baveg.
Doch was sollte vor der Entscheidung für eine Treppe noch alles bedacht werden?
Gürtler: Speziell im Neubaubereich ist es sehr wichtig, dass bereits bei der Hausplanung ausreichend Platz für die erforderlichen Treppen reserviert wird. Da die meisten Treppen in offene Treppenhäuser eingebaut werden, sind sie ständig im Blickfeld der Bewohner und Besucher. In diesem Fall übernimmt die Treppe nicht nur die eigentliche Funktion, nämlich die Verbindung von zwei Geschossen, sondern nimmt durch ihr individuelles Design entscheidenden Einfluss auf den Wohnstil der Bauherren. Ähnlich wie bei einem Möbelstück wirkt das Design der Treppe aber nur, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht. Weiterhin müssen bei der Planung auch die Befestigungsmöglichkeiten bzw. eventuelle Anforderungen an den Schallschutz berücksichtigt werden.
Sicherheit bzw. Komfort sind weitere wichtige Aspekte: Gibt es hier bestimmte Richtgrößen, die es zu beachten gilt?
Gürtler: Um sicher und bequem auf einer Treppe zu gehen, sind zwei Masse ganz entscheidend: Die Auftrittsbreite und die Steigungshöhe. Je geringer die Steigungshöhe, umso einfacher und bequemer wird das Treppensteigen. Und je größer die Auftrittsbreite, desto sicherer findet der Fuß Halt. Hierbei ist aber unbedingt das Verhältnis gemäß der Schrittmaßregel (2x Steigungshöhe + 1x Auftrittsbreite = 60,0 – 65,0cm) einzuhalten. Ob Geschoss-, Spindel- oder Raumspartreppen – die Treppenvielfalt ist groß.
Doch worin liegen die einzelnen Vorteile bzw. Einsatzgebiete der verschiedenen Typen?
Gürtler: Geschosstreppen werden in der Regel als „Haupttreppe“ – d.h. als einzige Verbindung von zwei Geschossen – eingesetzt und unterliegen damit den Anforderungen der Norm DIN 18065 bezüglich Treppenbreite, Auftrittsbreite, Steigungshöhe, Köpfhöhe, usw. Diese Treppen haben den Vorteil, dass Sie sehr bequem zu begehen sind. Aber auch sperrige Teile können meist problemlos über diese Treppen transportiert werden. Spindeltreppen werden meist als „Nebentreppen“ – also zusätzliche Treppe – zur Verbindung von zwei Räumen eingesetzt. Eine besonders schöne Lösung ist die Spindeltreppe, wenn sie als Aufgang zu einer Galerie eingesetzt wird. Vorteil dieser Treppenvariante ist, dass auch bei geringem Platzbedarf noch optisch sehr anspruchsvolle Lösungen realisiert werden können. Raumspartreppen werden eingesetzt, wenn auf engstem Raum zwei Geschosse miteinander verbunden werden sollen. Hier steht die reine Funktion im Vordergrund. Durch den Einsatz sogenannter „Schmetterlingsstufen“ sind diese Treppentypen trotz geringer Auslage und teilweise extremer Neigungswinkel noch gut zu begehen.
Und wie sieht es mit dem Treppenmaterial aus: Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile von <//a>-, Holz- oder Stahltreppen?Beton
Gürtler: Die Wahl, ob eine Holz- oder Stahltreppe zum Einsatz kommt hängt ausschließlich vom persönlichen Geschmack des Bauherrn ab. Einzig die Optik des Treppenmodells ist ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Die Betontreppe kommt oft zum Einsatz, weil sie in der Leistung des Bauunternehmers bereits enthalten ist und als praktische und günstige Lösung angepriesen wird. Ein Argument für die Betontreppe ist, dass sie bereits im Rohbau genutzt werden kann. Dies ist aber auch bei vielen Stahltreppen-Konstruktionen möglich. Auch wenn eine Holztreppe zum Einsatz kommen soll, gibt es hierfür passende Lösungen. Gegen die Betontreppe spricht, dass Sie in der Ausbauphase noch mit dem gewünschten Belag (Holz- oder Steinstufen bzw. Fliesen) und einem passenden Geländer komplettiert werden muss. Rechnet man alle Komponenten zusammen (Betonkern, Belag und Geländer) ist die Betontreppe für den Bauherren die teuerste Lösung.
Bleiben wir bei den Holztreppen: Welche Holzarten sind momentan im Treppenbereich besonders gefragt bzw. welche Geländertypen?
Gürtler: Wie auch im Möbel- bzw. Fußbodenbereich liegen derzeit dunkle Hölzer wie Eiche oder Merbau sehr stark im Trend. Ein Boom ist auch bei Bambus als Treppenholz erkennbar. Im Geländerbereich sind Materialkombinationen wie z.B. Holz, Edelstahl, Glas sehr gefragt. Mit diesen Materialien wird ein modernes, zeitloses Design erzeugt, das durch die entsprechende Flexibilität in den Fertigungen exakt auf individuellen Geschmack moderner Bauherren abgestimmt werden kann.
Wie lange dauert die Montage einer Treppe? Gibt es auch Treppen zur Selbstmontage?
Gürtler: Unsere Treppenspezialisten benötigen durchschnittlich einen Tag für die Montage einer Treppe. Die Montagezeit ist allerdings sehr stark von Treppenkonstruktion bzw. –material und Geländerausführung abhängig und kann sich bei komplizierten Konstruktionen verlängern. Durch den hohen Vorfertigungsgrad vieler Treppen ist es für geschickte Bauherren durchaus möglich einige Treppenmodelle in Eigenregie zu montieren. Für so genannte Standard-Treppen werden außerdem Zeichnungen und eine Montageanleitung mitgeliefert. Trotzdem ist es ratsam dieses Vorhaben im Vorfeld detailliert mit einem Spezialisten zu besprechen.
Bild: Harry Gürtler, Baveg-Treppenexperte
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
Doch was sollte vor der Entscheidung für eine Treppe noch alles bedacht werden?
Gürtler: Speziell im Neubaubereich ist es sehr wichtig, dass bereits bei der Hausplanung ausreichend Platz für die erforderlichen Treppen reserviert wird. Da die meisten Treppen in offene Treppenhäuser eingebaut werden, sind sie ständig im Blickfeld der Bewohner und Besucher. In diesem Fall übernimmt die Treppe nicht nur die eigentliche Funktion, nämlich die Verbindung von zwei Geschossen, sondern nimmt durch ihr individuelles Design entscheidenden Einfluss auf den Wohnstil der Bauherren. Ähnlich wie bei einem Möbelstück wirkt das Design der Treppe aber nur, wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht. Weiterhin müssen bei der Planung auch die Befestigungsmöglichkeiten bzw. eventuelle Anforderungen an den Schallschutz berücksichtigt werden.
Sicherheit bzw. Komfort sind weitere wichtige Aspekte: Gibt es hier bestimmte Richtgrößen, die es zu beachten gilt?
Gürtler: Um sicher und bequem auf einer Treppe zu gehen, sind zwei Masse ganz entscheidend: Die Auftrittsbreite und die Steigungshöhe. Je geringer die Steigungshöhe, umso einfacher und bequemer wird das Treppensteigen. Und je größer die Auftrittsbreite, desto sicherer findet der Fuß Halt. Hierbei ist aber unbedingt das Verhältnis gemäß der Schrittmaßregel (2x Steigungshöhe + 1x Auftrittsbreite = 60,0 – 65,0cm) einzuhalten. Ob Geschoss-, Spindel- oder Raumspartreppen – die Treppenvielfalt ist groß.
Doch worin liegen die einzelnen Vorteile bzw. Einsatzgebiete der verschiedenen Typen?
Gürtler: Geschosstreppen werden in der Regel als „Haupttreppe“ – d.h. als einzige Verbindung von zwei Geschossen – eingesetzt und unterliegen damit den Anforderungen der Norm DIN 18065 bezüglich Treppenbreite, Auftrittsbreite, Steigungshöhe, Köpfhöhe, usw. Diese Treppen haben den Vorteil, dass Sie sehr bequem zu begehen sind. Aber auch sperrige Teile können meist problemlos über diese Treppen transportiert werden. Spindeltreppen werden meist als „Nebentreppen“ – also zusätzliche Treppe – zur Verbindung von zwei Räumen eingesetzt. Eine besonders schöne Lösung ist die Spindeltreppe, wenn sie als Aufgang zu einer Galerie eingesetzt wird. Vorteil dieser Treppenvariante ist, dass auch bei geringem Platzbedarf noch optisch sehr anspruchsvolle Lösungen realisiert werden können. Raumspartreppen werden eingesetzt, wenn auf engstem Raum zwei Geschosse miteinander verbunden werden sollen. Hier steht die reine Funktion im Vordergrund. Durch den Einsatz sogenannter „Schmetterlingsstufen“ sind diese Treppentypen trotz geringer Auslage und teilweise extremer Neigungswinkel noch gut zu begehen.
Und wie sieht es mit dem Treppenmaterial aus: Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile von <//a>-, Holz- oder Stahltreppen?Beton
Gürtler: Die Wahl, ob eine Holz- oder Stahltreppe zum Einsatz kommt hängt ausschließlich vom persönlichen Geschmack des Bauherrn ab. Einzig die Optik des Treppenmodells ist ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Die Betontreppe kommt oft zum Einsatz, weil sie in der Leistung des Bauunternehmers bereits enthalten ist und als praktische und günstige Lösung angepriesen wird. Ein Argument für die Betontreppe ist, dass sie bereits im Rohbau genutzt werden kann. Dies ist aber auch bei vielen Stahltreppen-Konstruktionen möglich. Auch wenn eine Holztreppe zum Einsatz kommen soll, gibt es hierfür passende Lösungen. Gegen die Betontreppe spricht, dass Sie in der Ausbauphase noch mit dem gewünschten Belag (Holz- oder Steinstufen bzw. Fliesen) und einem passenden Geländer komplettiert werden muss. Rechnet man alle Komponenten zusammen (Betonkern, Belag und Geländer) ist die Betontreppe für den Bauherren die teuerste Lösung.
Bleiben wir bei den Holztreppen: Welche Holzarten sind momentan im Treppenbereich besonders gefragt bzw. welche Geländertypen?
Gürtler: Wie auch im Möbel- bzw. Fußbodenbereich liegen derzeit dunkle Hölzer wie Eiche oder Merbau sehr stark im Trend. Ein Boom ist auch bei Bambus als Treppenholz erkennbar. Im Geländerbereich sind Materialkombinationen wie z.B. Holz, Edelstahl, Glas sehr gefragt. Mit diesen Materialien wird ein modernes, zeitloses Design erzeugt, das durch die entsprechende Flexibilität in den Fertigungen exakt auf individuellen Geschmack moderner Bauherren abgestimmt werden kann.
Wie lange dauert die Montage einer Treppe? Gibt es auch Treppen zur Selbstmontage?
Gürtler: Unsere Treppenspezialisten benötigen durchschnittlich einen Tag für die Montage einer Treppe. Die Montagezeit ist allerdings sehr stark von Treppenkonstruktion bzw. –material und Geländerausführung abhängig und kann sich bei komplizierten Konstruktionen verlängern. Durch den hohen Vorfertigungsgrad vieler Treppen ist es für geschickte Bauherren durchaus möglich einige Treppenmodelle in Eigenregie zu montieren. Für so genannte Standard-Treppen werden außerdem Zeichnungen und eine Montageanleitung mitgeliefert. Trotzdem ist es ratsam dieses Vorhaben im Vorfeld detailliert mit einem Spezialisten zu besprechen.
Bild: Harry Gürtler, Baveg-Treppenexperte
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com















