Muss es gleich eine Mauer sein?

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Wenn das Haus erst einmal steht, lässt sich an der Aufteilung der Räume baulich nichts mehr ändern - will der Hausbesitzer nicht einen riesigen Aufwand betreiben. Dennoch gibt es Situationen in denen eine räumliche Umgestaltung unabdingbar ist: etwa wenn sich Nachwuchs ankündigt oder sich die Aufteilung der Wohnfläche prinzipiell als ungünstig erweist. Abhilfe schaffen in solchen Fällen Raumteiler: Sie ermöglichen nicht nur die optische Trennung der einzelnen Wohnbereiche, sondern lassen auch zusätzliche Stell- und Hängeflächen entstehen. Der Vorteil gegenüber raumhohen Trennwänden: Der Raum bleibt offen und hell.
Ein bewährtes Material für Raumteiler sind Gipsfaserplatten, die sauber, schnell und preiswert zu verarbeiten sind. Ausschließlich aus Gips, Wasser und Recycling-Papierfasern gefertigt sorgen sie für ein gutes Raumklima. Errichtet werden sie nach einem einfachen Schema: Als Grundlage wählt der Erbauer eine Konstruktion, die aus Holz oder Metallprofilen gefertigt wird. Darauf werden die handlichen Ein-Mann-Platten im Format 1 x 1,5 m beidseitig geschraubt oder geklammert. Abschließend wird die neue Wand verspachtelt und entweder tapeziert, gestrichen oder verputzt.
Spezielles Werkzeug braucht der Heimwerker für die Konstruktion nicht, das Material kann ausnahmslos im Baustofffachhandel besorgt werden. Der fertige Raumteiler erweist sich als tragfähig: Eine 10 mm dünne Platte trägt pro Hohlraumdübel mindestens 40 Kilo Gewicht. Bilder aber auch Regale und Hängeschränke können folglich risikolos befestigt werden. Weiterer Vorteil: ein in Trockenbauweise errichteter Raumteiler kann genau so schnell entfernt werden, wie er geschaffen wurde. Eine massive Mauer stellt an den umplanenden Hausbesitzer deutlich höhere Anforderungen.
Bild: Glunz
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