Sicherheits-Türelemente machen Einbrechern das Leben schwer

Dass Einbrecher in Deutschland leichtes Spiel haben, liegt viel zu oft an den mangelnden Sicherheitsvorkehrungen für Haus und Wohnung.

Dabei sollte das Thema "Sicherheit" und der wirksame Schutz gegen Einbruch bereits bei der Planung von Haus und Wohnung eine wichtige Rolle spielen. Bei Wohnungseingangstüren gilt die Regel, dass nur die Kombination aus allen Einzelkomponenten optimale Sicherheit bringen kann. Das Nachrüsten einer Tür, das nur punktuell für Verbesserungen sorgt, kann den hohen Sicherheitsstandard einbruchhemmender Markentüren höchstens in Teilbereichen erfüllen.

Obwohl die Zahl der Einbrüche in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen ist, bleiben Einbruchsdelikte die traurigen Spitzenreiter in der deutschen Kriminalstatistik. Ein Drittel aller Einbrüche sind Gelegenheitseinbrüche, die tagsüber mit geringer Werkzeugausstattung begangen werden. Türen gelten dabei als Angriffsfeld Nr. 1. Vor allem die mangelhafte Schutzwirkung vieler Türen macht es den Tätern leicht, durch einfaches Aufhebeln oder mit körperlicher Gewalt, z. B. durch Gegenspringen oder mit Fußtritten, einzudringen. Bei Einfamilienhäusern geschieht dies in 45,5 Prozent der Fälle, bei Mehrfamilienhäusern beträgt der Anteil sogar 68,7 Prozent.

Eine absolute Sicherheit gegen den Einbruch ist nicht möglich. Möglich ist aber eine wirksame Einbruchhemmung, bei der Türen als die Hauptangriffpunkte wirksamen Widerstand gegen den Einbruch leisten. Mehr und mehr Bauherren und Modernisierer entscheiden sich daher für einbruchhemmende Türen der Widerstandsklassen WK1 und WK2, um den häufigsten Einbruchvarianten vorzubeugen. Der wesentliche Vorteil dieser Türen besteht in der "Rundum-Sicherheit", bei der alle Komponenten vom Türblatt und der Zarge bis zu den Sicherheitsbeschlägen, aufbohrgeschützten Sicherheitsschlössern und Mehrfachverriegelungen ganzheitlich aufeinander abgestimmt werden und optimalen Neue Klassifikation für einbruchhemmende Türen Um dem Einbruch zumindest teilweise einen Riegel vorzuschieben, wurde mit der DIN V ENV 1627 (früher DIN 18 103) eine neue Prüfvorschrift für Türen entwickelt: Anstelle der früheren Unterscheidung nach ET1 (Grundniveau), ET2 (Objektschutz) und ET3 (gehobener Objektschutz) werden einbruchhemmende Türen seit Januar 2002 in den Widerstandsklassen WK1 bis WK6 unterteilt, die somit auch für eine deutlichere Unterscheidung der Anforderungen sorgen. So liegen die Anforderungen für die Klassifikation WK1 unter den Kriterien der ET1. Die Klassifikationen WK5 und 6 liegen eindeutig über den bisher geforderten Standards der ET3.

Bild: Moralt
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