Der Hausgarten im Herbst

Herbstzeit, Wochenende, die letzen warmen Sonnenstrahlen fallen durch die Baumwipfel und Sie haben Lust, etwas Schönes zu unternehmen? Leise ruft da aber der Hausgarten…

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Zum Beispiel einen langen Spaziergang oder einen Einkaufsbummel, um anschließend noch ein Stück warmen Apfelstrudel in Ihrem Lieblingscafé zu genießen? Einerseits.

Andererseits wartet der Garten auf Sie. Und zwar schon eine ganze Weile. Die langen Zweige der seit Ewigkeiten nicht geschnittenen Hecke klopfen schon fast an die Terrassentür. Die vor wenigen Wochen noch farbprächtigen Rosen haben Hagebutten angesetzt und bleiben für die Vögel stehen, müssen aber angehäufelt werden. Die Kübelpflanzen wollen nun vor Kälte und Frost geschützt sein und ins Winterquartier umziehen. Schaut man erst richtig hin, fallen noch mehr Dinge ins Auge, die im Garten dringend erledigt werden müssten.

Pflicht und Kür

Gartenarbeit beruhigt die Sinne, schafft innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Harmonie, heißt es. Aber zuweilen wächst manchem nicht nur die Hecke über den Kopf. Wenn es unter der Woche nach Büroschluss bereits dunkel ist, bleibt nur das Wochenende, um den Garten auf den Winter vorzubereiten. Die Zeit für das Nötigste ist kurz: Ein letztes Mal vor dem Winter den Rasen mähen, ein wenig Laub harken, das war?s auch schon. Einmal mehr bleibt vieles liegen.

Dabei waren die Vorstellungen vom eigenen Garten doch ganz andere: Mit einem Körbchen voller Blumenzwiebeln am Arm sah man sich in einer traumhaft schönen, gepflegten Anlage durch die goldene Herbstsonne schreiten, tief die frische kühle Luft einatmen, mit den Händen in der duftenden Erde graben und für die Blütenpracht des kommenden Frühjahrs sorgen. Oder hier und da Samenstände abpflücken, um Saatgut für das nächste Jahr zu ernten. Ruhige, friedvolle Tätigkeiten, statt einen ganzen Maschinenpark in Bewegung zu setzen und vor den Augen der Nachbarschaft als Dilettant der Gartentechnik zu brillieren, oder die größeren Aufgaben doch wieder auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben.

Heilende Hände

So sitzt man jedes Jahr aufs Neue mit schlechtem Gewissen auf dem Sofa, weil der Garten, obwohl er uns mit seiner Pracht erfreut hat, uns mangelnde Pflege offenbar doch übel nimmt. Launisch produziert er Moos in der vernässten Rasenfläche und lässt Unkraut sprießen, wo eigentlich Blumen wachsen sollen. Wäre der Garten vielleicht doch dankbar dafür, man legte ihn in professionelle Hände? Für schweißtreibende Arbeiten besitzt der Landschaftsgärtner die nötigen Geräte wie Motorheckenschere, Häcksler und Aerifizierer. Mehr noch, er erledigt die Gartenarbeit mit dem nötigen Know-how im Handumdrehen. Das Schnittgut von Baumfällung und Heckenschnitt verarbeitet er gleich an Ort und Stelle zu Mulch und verteilt es als schützende Schicht auf den Beeten. Die stark verdichtete Rasenfläche wird durchlüftet und dient im nächsten Sommer erneut als sattgrüne Picknickfläche und Liegewiese. Selbst Bäume, die man glaubt, fällen zu müssen, können durch fachmännische Hilfe des Landschaftsgärtners häufig gerettet werden. Erfreulich, dass dies oft auch noch die weit kostengünstigere Maßnahme ist statt Fällung, Abtransport und Ersatzpflanzung.

Schöne Aussichten

Der pflegende Gärtner ist kreativ: Er erkennt, was aus Ihrem mit Liebe angelegten Garten einmal werden soll. Nicht nur im herbstlichen Garten macht er einen aufgeräumten Eindruck, sondern schmiedet mit Ihnen gemeinsam bereits Pläne für die nächste Gartensaison. Herbstzeit ist Pflanzzeit, nach dem Laubfall werden die Grundlagen für ein prächtig grünendes und blühendes Frühjahr geschaffen. Unmittelbar nach der Gartensaison ist die Erinnerung noch frisch, an welcher Stelle ein Sichtschutz fehlt, ein kräftiger Farbtupfer eine langweilige Ecke beleben könnte oder eine Lücke im Staudenbeet gähnt. Gewiss ist noch der ein oder andere Gartenwunsch offen, den Ihnen der Fachmann erfüllen kann.

Wenn Sie nach Hause kommen, ist Zeit für die schönen Dinge. In einem ansprechend gestalteten, professionell gepflegten Garten hält man sich gerne auf, und es bleibt endlich genug Zeit für den erträumten Gartengenuss. Ohne Zeitdruck oder schlechtes Gewissen können Sie durch den Garten schlendern, hier etwas hochbinden, dort ein paar schön geformte Zweige schneiden oder Blumenzwiebeln setzen. Tauchen Sie nur beruhigt die Kuchengabel ins Sahnehäubchen: Wenn der Landschaftsgärtner kommt, ist Ihr Garten in den besten Händen.

Bild: BGL
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