Der richtige Teich für jeden Garten

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Hierzu zählt vor allem das Anlegen von Teichen oder Feuchtbiotopen im eigenen Garten, das in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Eine ganze Bandbreite von Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich, wenn hierfür Teichfolien eingesetzt werden.
Beim Folienteich sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Größe, Form und Profil des zukünftigen Biotops können ganz nach eigenem Geschmack und nach den örtlichen Gegebenheiten gestaltet werden. Heute ist ein komplettes Teichfoliensortiment mit sorgfältig aufeinander abgestimmten Systemkomponenten für alle Böden, Teichformen, und -größen erhältlich. Auch für empfindliche Öko-Systeme wird ein Spezialprodukt angeboten: eine nach EG-Norm EN 71 giftfreie Teichfolie aus einem Spezial-Polyethylen. Zum Programm gehören außerdem ein Zum Schutz der Teichfolie bei steinigem Untergrund werden Biotop-Vliese und eine Erdhaftmatte für den sicheren Halt der Vegetation auch an steilen Uferzonen angeboten.
Naturnah und üppig begrünt
Wer einen naturnahen Teich anlegen möchte, wird bei der Auswahl der Teichfolie besondere Sorgfalt walten lassen. Folien aus Ethylen-Vinyl-Acetat sind ökologisch besonders unbedenklich. Teichfolien werden nun auch frei von Cadmium und Weichmachern angeboten und diese werden als giftfrei nach der EG-Norm EN 71 eingestuft. Das Material gibt keine umweltschädlichen Stoffe an das Wasser ab; die Wasserqualität bleibt konstant.
Die Alternative zu bisherigen PVC-Bahnen kann deswegen auch für Biotope mit empfindlichem Tier- oder Pflanzenbesatz verwendet werden. Die Folien sind dabei hochreiß- und wurzelfest und darüber hinaus UV-stabilisiert und unverrottbar. Sie können wahlweise mit ihrer schwarzen oder schlammgrünen Seite nach oben verlegt werden. Der Teich erhält so einen natürlich wirkenden Grund und kann zudem optisch dem Umfeld angepasst werden.
Harmonisch wirkt ein Teich jedoch erst dann, wenn die Uferzone durchgehend begrünt ist und das Biotop sich damit nahtlos in die Gesamtgestaltung des Gartens einfügt. Häufig jedoch rutscht das Erdreich in den Gefällebereichen an den Seitenwänden des Teiches ab. Die Folge sind Lücken in der Bepflanzung; manchmal tritt dabei sogar die nackte Folie zutage. Ein spezielles Vlies kann solch ungewollte ?Rutschpartien? verhindern und sorgt für einen sicheren Halt der Ufervegetation.Die einzelnen Bausteine von Teichbauprogrammen können als Rollenware im Baumarkt erworben werden.
Der Teich: Schmuckstück und ökologisch wertvoll im Garten
Die Vielfalt von Pflanzen und Lebewesen, die sich in einem Gartenteich zum Teil meist von selbst ansiedeln, zeigt ein natürliches Zusammenspiel von ökologischen Faktoren, die man in einem gewöhnlichen Garten nicht findet. Damit ein solcher Teich zu einem stabilen Feuchtbiotop werden kann, das ohne wesentliche Eingriffe im biologischen Gleichgewicht bleibt, müssen folgende Voraussetzungen geschaffen werden:
Grundbedingungen für den Teichbau
1. Die Wasserfläche sollte eine Mindestgröße von 8 qm haben; je größer die Wasserfläche, desto problemloser und artenreicher entwickelt sich der Naturteich.
2. Bei der Standortwahl muss darauf geachtet werden, dass der Teich nicht im Schatten liegt: Im Mittel ist eine Sonneneinstrahlung von mindestens vier bis sechs Stunden pro Tag erforderlich, damit sich das Teichleben ungehindert entfalten kann.
3. Ein Teich sollte stufenförmig konzipiert werden. Am Rand empfiehlt sich die Anlage einer Flachzone mit einer Tiefe von ca. 30 cm, wobei eine abwechslungsreiche Ufergestaltung mit großen und kleinen Steinen, Sand, Kies und Holz sinnvoll ist, um Kleinlebewesen wie z. B. Fröschen, Schwimmkäfern und Wasserschnecken Unterschlupf zu bieten. Die Flachzone sollte in eine Sumpfzone mit einer Tiefe bis ca. 50 cm übergehen. Beide sind für die Entwicklung und Erhaltung einer differenzierten Lebensgemeinschaft von besonderer Bedeutung.
4. Die Teichfolie sollte im Anschluss an die Sumpfzone durch einen rund um den Teich verlaufenden, ca. 30 cm breiten und ebenso tiefen Graben geführt, mit Steinen und Erde beschwert und senkrecht wieder nach oben geführt werden. Auf diese Weise verhindert die Wasser undurchlässige Folie, dass der umliegende Erdboden dem Teich Wasser entzieht. Diese ?Kapillarsperre? vermeidet gleichzeitig auch das Abrutschen der Folie durch den hohen Wasserdruck, und das Einschwemmen von Nährstoffen bei starken Niederschlägen.
5. Eine naturnahe und sparsame Bepflanzung fördert die spontane Besiedlung des Teiches. Libellen oder Wasserläufer siedeln sich dann sehr schnell von selbst an. Mit einer Tiefzone von mindestens einem Meter wird ein frostfreier Bereich geschaffen, in dem Tiere überwintern können.
Bild: heim+hobby, Heft 2, 1998
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