Tipps zum Gemüsegarten

Fragliche Qualität zu überhöhten Preisen: Dieses Bild bietet sich dem Verbraucher nur allzu oft an den Gemüseregalen von Supermärkten und Discountern. Kein Grund zum Verzweifeln.

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Wer auf wässrige Tomaten aus Holland und ähnliche Ärgernisse verzichten will, kann ohne Weiteres zum Hobby-Gärtner werden. Schon ein relativ überschaubarer Gemüsegarten auf dem eigenen Grundstück reicht aus, um selbst eine mehrköpfige Familie mit den notwendigen Vitaminen zu versorgen. Und soooo viel Arbeit macht ein Gemüsegarten gar nicht, wenn er nur clever geplant und gemanagt wird. Eine Stunde übersteigt der wöchentliche Aufwand in der Regel nicht.

Die Planung

Nicht jeder Platz ist zum Anlegen eines Gemüsegartens gleich gut geeignet. Gemüse braucht Sonne, soll es gut wachsen. Deshalb also: Weg von Hausmauern oder Schatten spendenen Bäumen mit den Beeten. Wichtig ist außerdem, dass die einzelnen Beete von allen Seiten gut zugänglich sind, damit die Gartenarbeit nicht zum Balanceakt wird.

Ist der richtige Platz gefunden, sollte sich der angehende Hobby-Gärtner einen Plan zeichnen, wie er die Beete anordnen und womit er sie bestücken will. Am pflegeleichtesten sind rechteckige Gemüsegärten. In jeder Richtung sollte ein auch mit der Schubkarre befahrbarer Weg den Garten durchkreuzen, bei größeren Gärten können es auch mehrere sein. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzenreihen sollte etwa einen Meter betragen und sollte Platz für schmale Trampfelpfädchen lassen. Nicht fehlen darf natürlich auch ein Komposthaufen: Für diesen empfiehlt sich allerdings ein etwas abgelegeneres Eckchen des Grundstücks, damit er den Bewohnern nicht schnell stinkt!

Die Bodenpflege

Damit in einem Gemüsegarten ideale Wachstumsbedingungen herrschen, muss der Boden vor der Aussaat belüftet und gelockert werden. Das erledigt man am besten mit einem Spaten oder einer Grabegabel. Mit einem Rechen kann die Oberfläche anschließend glatt gezogen werden. Damit der Hobby-Gärtner an seinen Beeten möglichst lange Freude hat, muss der Boden so gut es geht geschützt und gepäppelt werden. Etwa einen Monat vor der Aussaat der Pflanzen empfiehlt es sich, einige wenige Zentimeter hoch Kompost auf den Beeten aufzubringen. Dieser nährt den Boden. Im Winter schützt eine Decke aus Mulch den Boden und die Humusschicht.
Große Bedeutung kommt auch der so genannten Fruchtfolge zu: In einem Beet darf nicht stur Jahr für Jahr dasselbe angepflanzt werden, da sonst der Boden auszehrt. Ideal ist es, im ersten Jahr eine Pflanze mit hohen Nährstoffbedarf zu setzen (z.B. Kartoffeln, Zucchini, Kohl), im zweiten ein Gewächs mit mittlerem Bedarf (z.B. Radieschen, Zwiebeln, Karotten) und im dritten Jahr eins mit niedrigem Bedarf (z.B. Bohnen, Erbsen). Danach sollte dem Boden mittels Kompost oder anderen natürlichen Düngern wieder ein Nährstoffschub verpasst werden.

Die Aussaat

Liegt kein Schnee mehr, kann der Hobby-Gärtner im März mit der Aussaat der Pflanzensamen beginnen. Dazu werden Rillen im Boden angelegt, in die dann die Samen gestreut werden. Je nach Pflanze gilt es bestimmte Saatregeln zu beachten. Aufschluss darüber gibt in der Regel der Aufdruck des Samentütchens. Die kostspieligere Alternative zur Aussaat ist das Einsetzen kleiner Pflänzchen, die in Gärtnereien und Gartencentern angeboten werden. Diese werden normalerweise im April oder Mai in den Gemüsegarten verbracht. Besonder kälteempfindliche Pflanzen wie Tomaten etwa müssen in einem vor Wind und Wetter geschützten Frühbeet vorgezogen werden, bevor sie ins Freie entlassen werden können. Wichtig bei allen Pflanzen: Regelmäßig und gleichmäßig gießen.

Bild: baupresse24
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