Willkommen auf der Terrasse Kunterbunt

Bei trübem Vorfrühlingswetter fühlen sich viele Menschen in den eigenen vier Wänden am wohlsten. Sie vermeiden dann jeden unnötigen Schritt ins Freie – obwohl die eigene Terrasse doch so schön sein kann!

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Schade eigentlich! Denn dort muss es ganz und gar nicht grau sein. Jedenfalls nicht im eigenen Garten: Hier blüht es bereits, leuchtet das Gelb der Zaubernuss (Hamamelis) mit dem Rosarot des Seidelbast (Daphne mezereum 'Rubra Select') um die Wette. Auch durch Buntes im Topf auf der Terrasse können Farbenhungrige dem Winter ein Schnippchen schlagen: Die Natur erwacht jetzt, der Frühling steht vor der Tür; das ist genau die richtige Gelegenheit, um sich von dieser Lebendigkeit anstecken zu lassen!

Holz vor der Hütte

Fast alle blühenden Gehölze wachsen auch gut und gerne in Töpfen. Wichtig ist, dass diese ausreichend groß sind, damit die Wurzeln Platz haben. Ein Abzugsloch, damit überschüssiges Wasser abfließen kann, und die richtige Erde sind ebenfalls sehr wichtig für die gute Entwicklung der Pflanzen. Am besten eignet sich Kübelpflanzenerde, für Moorbeetpflanzen hingegen Rhododendronerde, die fertig gemischt erhältlich ist. Bei großen Töpfen zaubert eine Unterpflanzung mit Winterheide (Erica-carnea-Sorten) oder Blumenzwiebeln spannende Kontraste. Zu den blühfreudigsten Frühlingsgehölzen gehört die Scheinhasel (Corylopsis). Ihre cremefarbenen Blüten zeigen sich ab März und harmonieren schön mit unterpflanztem Blaustern (Scilla) oder blauen Strahlenanemonen (Anemone blanda). Im wandelbaren Kleide zeigen sich viele Weiden wie die Hängekätzchenweide (Salix caprea ?Pendula?) und die Schweizer Weide (Salix helvetica): Im März/April schmücken anfangs silbrige, später goldgelbe flauschige Blütenkätzchen die Äste. Auch die beliebte Forsythie (Forsythia) darf nicht im Topfgarten fehlen. Von dieser zitronen- bis dunkelgelbblühenden klassischen Frühlingsschönheit gibt es kleinwüchsige Sorten, die ab März fröhliches Leuchten in die Terrassenlandschaft bringen. Schön im Kübel machen sich auch die Lavendelheide (Pieris) mit ihren weißen Blütenrispen und die ebenfalls weiß blühende Skimmie (Skimmia). Sogar die Zaubernuss kann bei guter Pflege im Gefäß gedeihen. Bei schönem Wetter öffnen sich ihre gelben oder roten schmalblättrigen Blüten schon früh, rollen sich dann bei allzu großer Kälte und Schnee zusammen, um sich bei wieder freundlicherem Wetter nur umso eindrucksvoller zu öffnen. Die Blüten verströmen einen süßen Duft, der auf die Terrasse lockt, um den Frühling willkommen zu heißen.

Formvollendete Immergrüne

Eine besondere Ausstrahlung haben auch immergrüne Formgehölze und Stämmchen. In Form geschnittene Buchsbäume beispielsweise eignen sich ausgezeichnet für den Topfgarten. Ihre Größe lässt sich mit der Schere leicht begrenzen. Stämmchen mit ihrem betont aufrechten Wuchs und Formgehölze kommen im Doppelpack z.B. gut als Türwächter-Pärchen an Eingängen zur Geltung.

Auch die Verpackung zählt

Der große Spielraum bei der Wahl der Gefäße verleiht dem Topfgarten zusätzlichen Charme. Tiefe Tröge oder Kästen aus Ton, Terrakotta, Stein oder Zink und sogar alte Gießkannen oder Schubkarren: Hier lässt sich alles ausprobieren, denn anders als im Garten lässt sich der Topfgarten auf der Terrasse rasch und spontan umgestalten. Schön ist es auch, mehrere Töpfe oder Kübel mit den gleichen Pflanzen zu schmücken. Am Hauseingang platziert, freut man sich jeden Tag über Farben und Formen beim Nachhausekommen. Gelb als Farbe des Sonnenlichts, Rot als Farbe der Kraft, Blau als Farbe des Himmels und Purpur als Farbe der Kaiser...

Bild: PdM
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