Wunderbare Welten im Wassergarten

Eine beliebte Variante des Wassergartens ist der Naturteich: Er strahlt Ruhe und Besinnlichkeit aus und ist Lebensraum für Libellen, Teichmolche und viele Kleinamphibien.

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Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und der Lebenseinstellung, was schön ist und gefällt.
Die einen mögen es naturnah, andere lieben die architektonische Strenge und wieder andere erfreuen sich an Fischen.
Der Naturteich sollte mit Tief- und Flachwasserzonen und einem Sumpfbereich schon etwas größer sein, damit Libellen, Kröten, Frösche und Teichmolche artgerechte Lebensräume vorfinden. In tiefes Wasser werden Seerosen, Teichsimse und Tannenwedel gesetzt. Flacher mögen es Pfeilkraut, Froschlöffel und Igelkolben. Wollgras, Sumpfdotterblumen und Blutweiderich sind dekorative Sumpfpflanzen.Im Architekturteich ist Wasser das beherrschende Gestaltungselement. Es wird durch geometrische Einfassungen (z.B. Integration in den Terrassenbereich) und durch ein attraktives Wasserspiel mit Fontänen und Unterwasserleuchten, wirkungsvoll in Szene gesetzt.

Die dritte Variante ist der Fischteich:
Goldfische, Stichlinge, Elritzen und Bitterlinge sind beliebte und problemlose Garteinteichfische. Doch auch sie brauchen Platz und reichlich Sauerstoff. Als Faustregel für den richtigen Fischbesatz gilt: pro 1000 Liter Wasser mit einer Mindesttiefe von einem Meter nicht mehr als 80 Zentimeter Fischlänge, also acht 10 Zentimeter lange Fische. Man sollte aber nicht gleich an die Obergrenze gehen, denn Fische wachsen und vermehren sich. Für den nötigen Sauerstoff im Wasser sorgt eine Schaumsprudlerdüse in Kombination mit einer leistungsstarken Pumpe. Empfehlenswert ist auch der Einsatz eines Biofiltersystems, das für klares und fischgesundes Teichwasser sorgt.

Teichwasser bedarf aufmerksamer Pflege: Es besteht aus Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffen und Mikroorganismen. Vielfältige Faktoren, die von außen auf den Gartenteich einwirken und sich in seinem Innern abspielen, beeinflussen das Zusammenspiel dieser Elemente. Herrscht ein biologisches Gleichgewicht, ist das Wasser gesund für Pflanzen und Fische. Kommt jedoch Unordnung in das Zusammenspiel, geht die Balance verloren: Das Teichwasser wird trüb, es bilden sich Algen und die Verschlammung nimmt zu. Störfaktoren können ein zu hoher Fischbesatz und Fischfutterreste ebenso sein, wie starke Sonneneinstrahlung, Düngereinträge, Laub oder saurer Regen. Lange bevor die Auswirkungen sichtbar werden, verändern sich die wichtigen Wasserwerte. In einigen Fachgeschäften gibt es mittlerweile Diagnosestationen zur Untersuchung von Teichwasser. So können ganz gezielt Therapiemaßnahmen, etwa gegen Wassertrübung und Algenbildung, eingeleitet werden.

Zuviel Ammoniak im Wasser ist schädlich für Pflanzen und Fische. Eine hohe Konzentration dieses Stoffes entsteht meist durch Schlamm, der sich auf dem Teichboden abgelagert hat. Aus Gründen der Teichhygiene sollte man deshalb den Bodenschlamm regelmäßig mit einem entsprechenden Sauggerät entfernen. Das Teichwasser muss dazu nicht abgelassen werden.

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