Unterwegs ins Grüne

Obwohl Gartenwege die Hausbewohner und Besucher in erster Linie einfach von A nach B führen sollen, können Wege und Pfade doch den Gesamtcharakter der häuslichen Umgebung entscheidend mitprägen.

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Wichtig ist, dass der Belag gut und sicher begehbar ist, was auch bedeutet, dass der Unterbau fachgerecht ausgeführt werden muss.

Neben einfachen Mulchwegen einzeln verlegten Steinplatten oder Holzpflaster sind Pflasterwege hierzulande eine gängige Variante des privaten Wegebaus. Der erste Schritt zur Anlage eines Weges durch den Garten ist, den Verlauf genau festzulegen. Meist haben sich während der Bauzeit Trampelpfade gebildet, die die Richtung schon ganz gut vorgeben können. Neue "Routen" sollten die wichtigen Punkte wie Sitzplätze, Kompostecke etc. verbinden. Am besten steckt man den geplanten Weg zunächst mit Richtschnüren ab. Dann muss der Untergrund etwa 20 bis 30 cm tief "ausgekoffert" werden. Dazu kann man Kleinbagger mieten, die auch von Laien leicht zu bedienen sind.

Wenn gepflastert werden soll, wird die Sohle mit bis 20 Zwanzig Zentimetern Schotter aufgefüllt, der dem Untergrund Halt gibt und dennoch wasserdurchlässig ist. Die Schotterschicht wird mit einem Rüttler, der ebenfalls gemietet werden kann, verfestigt. Auf die Schotterschicht kommt eine Schicht Sand oder Splitt, so hoch, dass die Pflastersteine mit dem Boden Oberkante bündig sind. Diese muss man vor dem Verlegen der Pflastersteine eben abziehen. Nach dem Pflastern geht man nochmals mit dem Rüttler drüber - bei empfindlichen Steinen wie etwa Klinker legt man eine Gummimatte unter das schwere Gerät. Wenn die Fugen anschließend mit Sand ausgefüllt sind ? der Fachmann nennt das "einfegen" ? ist der Pflasterweg fertig.

Natürlich ist Pflaster nicht gleich Pflaster. Die Auswahl von Material und Format richtet sich nach dem persönlichen Geschmack ? und dem Geldbeutel!

Betonsteine werden industriell gefertigt und sind wegen ihrer gleichmäßigen Form leicht zu verlegen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Formaten. Die preisliche Größenordnung liegt bei 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter.

Teurer sind Natursteine, für die man normalerweise mit 40 bis 80 Euro rechnen muss. Der Favorit unter den Natürlichen ist Granit in verschiedenen Farben. Eine interessante Optik und beste Haltbarkeit bieten daneben auch Gneis, Diorit und Porphyr.

Ausgefallen und nicht ganz leicht zu verlegen sind Kleinkiesel als Mosaik oder Wackersteine als Kopfsteinpflaster. Sandstein ist dekorativ, aber nicht in jedem Fall frostfest. Auch Marmor ist recht frostempfindlich und man muss je nach Verlegeort unter Umständen mit Rutschgefahr rechnen. In aller Regel wird er deshalb im Außenbereich nur als Ornament oder in Verbindung mit anderen Materialien in Mosaiken verwendet.

Stichwort Schiefer. Dieser Naturstein wird nur zu Platten verarbeitet und zeigt eine ganz individuelle Gestaltungsnote. Wie Pflasterklinker wird Schiefer oft auch als Terrassenbelag eingesetzt. Der Klinker-Preis liegt bei runden 30 Euro pro Quadratmeter. Zu den Steinkosten kommen natürlich die Mietpreise für Maschinen sowie für Schotter und Sand. Doch diese "Nebenkosten" für den Wegebau am Eigenheim sind vergleichsweise gering.

Text: EcoText International

Bild: Ehl
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