Stein ist gleich Stein, oder?

Vergleich: Ziegel, Leichtbeton, Porenbeton und Kalksandstein für den massiven Hausbau

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Wer massiv baut, hat die Qual der Wahl. Ob Ziegel oder Leichtbeton, Kalksandstein oder Porenbeton: Die Entscheidung für den richtigen Baustoff sollte wohlüberlegt sein.
Jeder Stein verfügt über spezielle Eigenschaften. Abhängig sind diese vor allem von den bei der Produktion verwendeten Grundstoffen, der Fertigungsweise und der Struktur des Steines.

Hier nun wurden die gängigsten Materialien Stein für Stein unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die Baustoffe haben unterschiedliche Stärken und lassen sich verschiedenartig verarbeiten.

Der Ziegel ist nach wie vor der bekannteste Massivbaustoff. Er wird aus Wasser und Ton oder Lehm geformt und bei Temperaturen von etwa 1000° Celsius gebrannt. Dass der Ziegel vor allem im Bereich Wärmedämmung Maßstäbe setzt, lässt sich mit seiner vergleichsweise geringen Steinrohdichte erklären. Eine große Anzahl Luftkammern im Inneren des Steines verhindert ungefiltertes Eindringen von Kaltluft in das Haus und gleichzeitig einen übermäßigen Verlust von Warmluft an die Außenwelt. Überdurchschnittliche Werte weist der Ziegel außerdem beim Schall- und beim Brandschutz auf. Mit einem Hammer oder einer Säge lässt er sich bei Bedarf problemlos in die rechte Form bringen.

Bei Leichtbeton hat der Bauherr die Wahl zwischen zwei Grundstoffen: Bims oder Ton werden mit Zement zu relativ porigen Steinen verarbeitet. Deren Eigenschaften unterscheiden sich kaum. Wie der Name bereits andeutet, bestechen Leichtbetonsteine durch ihr geringes Gewicht, sind folglich ohne große Anstrengungen zu verarbeiten. Überzeugend ist auch die relativ hohe Druckfestigkeit der Steine, die gewährleistet, dass das Mauerwerk auch großen statischen Belastungen Stand hält. Auch die Wärmedämmung wird hohen Ansprüchen gerecht.

Nicht zu verwechseln sind Leichtbetonsteine mit Porenbeton. Quarzhaltiger Sand und Zement (wahlweise Kalk) sind die ?Zutaten? aus denen diese Steine hergestellt werden. Bei etwa 200 Grad wird die Rohmasse gehärtet. Im Brandschutz und in der guten Wärmedämmung liegen die Pluspunkte des Porenbetonsteines. Hinzu kommt eine sehr gute Verarbeitung: Auf Grund seiner porigen Konsistenz liegt er leicht in der Hand und kann somit einfach an Ort und Stelle gebracht werden. Um den Stein auf die richtige Größe zurechtzustutzen bedarf es lediglich einer Handsäge. Und: das Kleben der Steine spart Zeit.

Aus Kalk, Sand und Steinmehl besteht der Kalksandstein. Die Rohmasse wird bei der Herstellung gepresst und unter Dampfdruck ausgehärtet. Auch der Kalksandstein ist sehr druckfest und weist beim Schallschutz gute Werte aus. Vorteilhaft wirkt sich darüber hinaus seine Veranlagung zur Wärmespeicherung aus. Allerdings bringt er im Vergleich zu anderen Steinen relativ viel Gewicht auf die Waage.
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