Mauern fast ohne Mörtel

Planziegel und moderne Verarbeitungstechnik senken Mörtelverbrauch drastisch. Die Folge: bessere Wärmedämmung und geringerer Zeitaufwand

Ganz ohne Mörtel lässt sich eine Mauer noch nicht bauen. Millimetergenau geschliffene Planziegel und eine innovative Verarbeitungstechnik sorgen im Zusammenspiel heute aber bereits für eine deutliche Verringerung des Mörtelbedarfs. Für den Bauherren hat das nicht nur finanzielle Vorteile: Die Verarbeitungszeit und damit die Bauzeit verkürzt sich spürbar. Und weniger Mörtel bedeutet gleichzeitig auch weniger Feuchtigkeit im Mauerwerk, das seine Stärken so noch besser ausspielen kann.

Bei der Verarbeitung der Planziegel ist Maßarbeit gefragt. Die Mörtelschicht soll in den Fugen so dünn wie möglich aufgetragen werden, gleichzeitig muss sie aber an den Ziegelstegen haften. Die Maurerkelle ist für diesen so genannten Dünnbettmörtel nicht geeignet. Die Wienerberger Ziegelindustrie bietet deshalb für das Planziegelsystem ein einfach zu bedienendes Hilfsmittel an: Die Mörtelrolle. Neueste Entwicklung ist hierbei das VD-System. Die Abkürzung VD steht für "Vollflächige Dünnbettmörtelfuge". Das heißt, dass sich der Mörtel durchgehend wie eine Haut über die Ziegelstege legt.

Das Prinzip ist einfach: Der Verarbeiter füllt den angemischten Dünnbettmörtel in die Rolle ein und fährt mit dieser dann über die Ziegelreihe. Das Ergebnis ist eine gleichmäßige, lückenlose Lagerfuge, auf die dann die nächste Schicht Ziegel gesetzt werden kann. Die Zeitersparnis des VD-Planziegelsystems gegenüber herkömmlichem Mauern liegt bei etwa einem Drittel. Der Mörtelverbrauch macht im Idealfall nur noch ein Zehntel aus.

Bild: Wienerberger
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