Wärmeschutz von Fenstern - die Richtwerte

Die Kennzahlen zur Beschreibung der Dämmstärke von Fenstern werden hier erklärt: eine Hilfe für Bauherren und Renovierer.

Denn nicht nur bei Fenstern gilt inzwischen europaweit einheitlich das Motto U-Wert statt k-Wert. Beide Kürzel beschreiben den Wärmedurchgangskoeffizienten von Bauteilen.
Und auch die Maßeinheit ist gleich geblieben, die die Wärmeverluste von innen nach außen beschreibt: W/m²KÜbersetzt heißt das: Wie viel Wärmeenergie in Watt (W) geht pro Quadratmeter Außenwand-, Fenster- oder Dachfläche verloren, wenn der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ein Grad Kelvin (K) beträgt? Ob großes U oder kleines k: je niedriger der Wert, desto besser der Wärmeschutz. Bei Fenstern ist eine Unterscheidung ganz wichtig: Der Ug-Wert gilt allein für die Verglasung, der Uw-Wert für das gesamte Fenster, also für Glas plus Rahmen.

Grundsätzlich ist der Dämmwert der Verglasung besser als der des gesamten Fensters. Für die üblichen Fenster mit Zwei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung galten bislang die k-Werte 1,1 (fürs Glas) und 1,3 (fürs gesamte Fenster). So einfach ist es bei den nun gültigen Berechnungsnormen nicht mehr: Zum einen kann der Uw-Wert bis zu 30 Prozent schlechter sein als der frühere k-Wert für das gesamte Fenster. Und zum anderen liegt er deutlich höher als der Ug-Wert für die Verglasung. Um beim Beispiel des Zwei-Scheiben-Isolierglas-Fensters zu bleiben: Der U-Wert fürs Glas liegt zwar immer noch bei 1,1 - doch das zugehörige Fenster kann je nach Machart U-Werte von 1,5 bis 1,8 W/m²K aufweisen. Generelle Werte können hier nicht mehr angegeben werden. Für den Bauherrn bedeutet dies: Genau nachlesen oder genau nachfragen!


Bild: Proholz Fenster
Text: EcoText
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