Energiespartipps für die Küche

Mit einfachen Tricks lässt sich der Energieverbrauch in der Küche deutlich reduzieren. Hier die besten Ideen…

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Kühlschrank, Mikrowelle, Backofen, Elektroherd, Toaster, Kaffeeautomat, elektrische Kaffeemühle und Dosenöffner, Küchenmaschine, Wasser- und Eierkocher, Stabmixer, Handrührgerät, Entsafter, Friteuse oder Brotbackautomat – in der modernen Küche tummeln sich eine Reihe von elektrisch betriebenen Geräten. Sie gestalten das Leben bequemer, lassen aber auch die Stromrechnung in die Höhe schnellen. Dabei gibt es einfache Mittel, um den Energieverbrauch in der Küche zu reduzieren. Hier die Tipps der Profis:
 
Der Deckel gehört auf den Topf!
 
„Beim Erhitzen von Wasser wird die meiste Energie verbraucht. Deshalb sollte nur soviel Wasser erhitzt werden, wie wirklich benötigt wird. Der Deckel auf dem Topf beschleunigt den Prozess und spart zusätzlich Energie!“ gibt Dr. Martin Büscher, stellvertretender Leiter des unabhängigen Prüfinstituts Hansecontrol zu bedenken. „Allgemein gilt: Warmes Wasser aus der Öl- / Gasheizung oder Solaranlage zu nutzen, ist immer günstiger, als es elektrisch zu erhitzen. Es ist also besser, gleich warmes Wasser in den Topf oder Wasserkocher zu füllen.“
 
Die Prüfung und Qualitätskontrolle von Hauselektrogeräten gehört zum täglichen Geschäft des Hamburger Prüfinstituts. So wird auch der Stromverbrauch getestet. „Geräte im Stand-By-Betrieb laufen zu lassen, ist in der Küche unnötig. Wenn der Kaffee schon eine Stunde auf der Warmhalteplatte der Kaffeemaschine schmort, dann schmeckt er nicht mehr. Gießen Sie den Kaffee also gleich in die Thermoskanne.“ lautet daher der Tipp von Büscher.
 
Energiespartipps für Kochfeld & Backofen
 
Auch für Küchenfachverkäufer Ole Jahn, Leiter des Küche & Co- Studios in Hamburg-Bramfeld, ist Energiesparen ein Thema. Beim Küchenkauf empfiehlt er Geräte der Effizienzklasse A. Zur Orientierung helfen die umweltrelevanten Informationen des Energielabels, mit dem Küchengeräte gekennzeichnet sein müssen.
 
Unabhängig vom Kauf neuer Elektrogeräte gibt es weitere Möglichkeiten, Energie zu sparen: „Nutzen Sie die Restwärme von Herdplatten und schalten diese fünf Minuten vor dem Ende der Garzeit bereits ab. Außerdem sollte die Topfgröße an die Kochplatte angepasst sein, um die Wärme optimal zu übertragen. Jeder Zentimeter, den der Topf kleiner ist als die Herdplatte, führt zu 20-30 Prozent mehr Energieverbrauch. Schnellkochtöpfe sparen 50 Prozent Zeit und 60 Prozent Strom bei Gerichten ab einer Garzeit von 40 Minuten.“
 
Jahn weiter: „Haben Sie die Wahl zwischen Kochfeld und Backofen, nutzen Sie die Kochstelle, denn der Backofen verbraucht viermal soviel Energie. Und für das Aufbacken von Kleinigkeiten setzen Sie lieber den Toaster ein.“ Ein weiterer wichtiger Hinweis: Im Umluftbetrieb läuft der Backofen energiesparender als bei Ober- und Unterhitze und kommt mit 20°C bis 30°C niedrigeren Temperaturen aus.
 
Energiespartipps für´s Geschirrspülen
 
Geschirrspülmaschinen gehören zwar nicht unbedingt zu den energiesparenden Haushaltsgeräten, aber mit einer umweltbewussten Handhabung lassen sich dennoch Kosten senken. Küche & Co- Studioleiter Jahn: „Stellen Sie nur vollbeladene Geräte an und achten Sie auf die optimale Dosierung des Reinigers, von Salz und Klarspüler gemäß dem Härtegrad des Wassers.“ Moderne Geschirrspüler können an die Wärmeversorgung angeschlossen werden, das vermeidet das Aufwärmen des Spülwassers und hilft, Energie zu sparen. Bei älteren Modellen lohnt die Investition in ein im Handel erhältliches Vorschaltgerät.
 
Energiespartipps für Kühl- und Gefrierschrank
 
Der beste Standort für Kühlgeräte ist ein kühler, trockener Raum. Mit jedem Grad Raumtemperatur mehr benötigt das jeweilige Gerät ca. 4 Prozent mehr Strom, um die gewünschte Kühlleistung zu bringen. Der Küchenexperte empfiehlt: „Stellen Sie den Kühlschrank nicht neben Geräte, die Wärme abgeben, wie etwa der Herd oder die Heizung. Lässt sich die Nachbarschaft nicht vermeiden, hilft eine Styropordämmung.“
 
Auch die Temperatureinstellung des Gerätes ist mitentscheidend für die Höhe des Stromverbrauchs. Optimal sind 5-7° Grad beim Kühlschrank und -18° Grad beim Gefrierfach. Die Pflege hilft zudem beim Stromsparen. „Einmal im Jahr sollte das Gefrierfach gereinigt werden. Denn je dicker die Eisschicht, desto höher ist der Stromverbrauch.“
 
„Veränderungen im Verbrauchsverhalten sowie der Einsatz stromsparender Geräte sind die richtigen Schritte, um Energie besser zu nutzen“, so Dr. Martin Büscher von Hansecontrol abschließend.
 
Bild: Küche & Co
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