Lichtakzente - Einrichten mit Lampen

Wenn die Tage kürzer werden, kommen die Lampen wieder zu Ehren.

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Im Sommer reichte das Windlicht auf dem Terrassentisch. Jetzt brauchen wir wieder die Steh- oder Deckenleuchte oder die Leselampe, sobald es dunkel wird. Neben ihrer Funktion als Lichtspender haben Lampen eine zweite, wichtige Aufgabe: Sie zaubern Stimmung und Atmosphäre. Es liegt nicht zuletzt am Licht, ob unser Wohnraum heimelig und warm erscheint oder so gemütlich wie ein Bahnhofswartesaal.

Wer einmal durch ein gut sortiertes Leuchtenfachgeschäft gegangen ist, weiß welche Fülle an Lampenarten und -formen es gibt. Auch viele Einrichtungshäuser haben eine Lampenabteilung, bei der das Schwerge-wicht meist weniger in der Sortimentsbreite als in der Auswahl besonders dekorativer Stücke liegt.

Ein Prunkstück besonderer Art ist der Lüster. Früher nur in Schlössern und reichen Bürgerhäusern zu finden, kennen wir ihn heute als Zentrum der Hotellobby oder des Speisesaals im Grandhotel. Nicht ganz so riesig, aber immer noch imposant und ebenso dominant sind die Exemplare für das häusliche Wohn- und Esszimmer. Funkelnde Kristalltropfen aus klarem oder farbigem Glas brechen das Licht und verbreiten ganze Kaskaden glitzernder Farbreflexe. Manche Leuchter kombinieren moderne Leuchtmittel effektvoll mit echten Kerzen. Besonders verblüffend wirkt der Leuchter dort, wo man ihn eigentlich nicht vermutet, zum Beispiel über dem Essplatz in der Küche, als bewusster Kontrast zur modernen Küchentechnik.

Neben Sofa oder Sessel brauchen wir die Stehlampe, die genügend Licht gibt zum Lesen oder Handarbeiten. Soll es eine ?Lichtskulptur? sein, zum Beispiel eine Lampe, deren Mattglasfuß ebenso leuchtet wie der Schirm, oder eine dem Jugendstil nachempfundene Stehlampe mit geschwungenem Metallfuß und einem Schirm in Form einer Blüte? Oder lieber etwas Klassisch-Schlichtes, Zurückhaltendes, das sich der Einrichtung unterordnet? Lassen Sie sich in Ihrem Einrichtungshaus, mit dem Sie Ihre Einrichtung geplant und ausgesucht haben, beraten. Gute Einrichtungshäuser haben ihr Lampensortiment so zusammengestellt, dass die Modelle zur Kollektion passen.

Auch wenn wir Lampen am liebsten nur nach dem Aussehen auswählen würden, ist das erste Auswahlkriterium nach Ansicht der Fachleute die Funktion, die die Lampe (sie sagen "Leuchte") erfüllen soll. Soll sie geeignetes Licht für bestimmte Tätigkeiten schaffen, z.B. zum Lesen, Arbeiten, Essen? Soll sie ein Bild, eine Plastik oder ein anderes Stück der Einrichtung hervorheben? Oder soll sie z.B. der Allgemeinbeleuchtung dienen, als Orientierungslicht, wenn man einen Raum betritt? Ist die Vorauswahl aufgrund der Funktion getroffen, darf man getrost anfangen, mit Licht Stimmung zu zaubern.

Bei Lese- und Arbeitslampen spielt für die Helligkeit übrigens auch das Alter des Benutzers eine Rolle. Ein 60-Jähriger hat 25% weniger Sehschärfe als ein 20-Jähriger. Während dem Jüngeren 500 Lux genügen (Lux ist das Maß für die Beleuchtungsstärke), braucht der Ältere 750 Lux, um genau so gut sehen zu können.

Und noch ein Tipp: Manchmal scheitert die optimale Platzierung der Lampe an einer fehlenden Anschlussmöglichkeit. Und wer mag schon meterlange Kabel auf dem Boden, über die jeder stolpert, oder eine "Affenschaukel" an der Decke? Bei Neu- und Umbauten oder Renovierungsarbeiten gilt daher: lieber ein paar Auslässe mehr legen.

Bild: Domicil
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