Tipps zur Schlafzimmer-Planung

Rund ein Drittel eines Tages verbringen wir mit Schlafen. Damit ist das Schlaf-Zimmer mit der meist genutzte Raum.

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Auf Lage, Einrichtung und Farben sollte daher besonderes Augenmerk gelegt werden - und natürlich auf das Bett selbst. Das Schlafzimmer ist ursprünglich zum Schlummern und Träumen da und wird heute immer vielfältiger genutzt: zum Aus- und Anziehen, Ausruhen, Auskurieren und Aussprechen. Wenig empfehlenswert ist es jedoch, den Schlafbereich zum Multifunktionsraum zu machen: Wegen der elektromagnetischen Strahlung raten Baubiologen, den PC möglichst nicht neben das Bett zu stellen.

Für die Entspannung im Schlafzimmer ist das Bett von großer Bedeutung - aber nicht ausschließlich. Immerhin fallen wir ja nicht von einem Moment in den anderen in den Schlaf. Ehe die Reise in das Land der Träume beginnt, zieht der vergangene Tag gedanklich vorbei. Eine angenehme Atmosphäre unterstützt diesen Prozess des Abreagierens. Und wenn wir mit neuer Kraft erfüllt aufwachen, so wirkt sich dies positiv auf den ganzen Tag aus.

Ausrichtung und Lage

Die Geschichte des Schlafzimmers und die Geschichte der Intimität sind eng miteinander verbunden. Noch im 17. Jahrhundert aßen und schliefen die Menschen in ein und demselben Raum. Das Schlafzimmer war ein öffentlicher Ort. Im 18. Jahrhundert dann kristallisierte sich ein Zimmer extra für das Schlafen heraus. Es wurde nach oben verlegt und zu einer regelrechten Festung für das Privatleben ausgebaut. Dagegen ist das Schlafzimmer von heute weniger isoliert. Wenngleich es keine Öffentlichkeit wie im 17. Jahrhundert mehr besitzt. Für Gäste etwa, bleibt die Schlafzimmer-Türe in der Regel geschlossen.

Schlafzimmer werden heute selten im Parterre eingerichtet, weil höhere Stockwerke größere Geborgenheit suggerieren. Auch fällt in den oberen Etagen mehr Sonnenlicht in die Räume. Besonders harmonisch ist es, in Richtung des Sonnenaufgangs zu schlafen und am Morgen von den ersten Strahlen wachgekitzelt zu werden. Am wohlsten fühlen wir uns im übrigen in rechteckigen Schlafzimmern ohne hervorspringende Kanten oder Ecken.

Das Bett

Hinweise zur Schlafstatt finden sich in der fernöstlichen Weisheitslehre Feng Shui und in der modernen Baubiologie. So sollte das Bett möglichst kein Metall enthalten. Denn Metall wirkt wie eine Antenne und leitet eventuellen Strom und Elektrosmog weiter. Dadurch entsteht eine ungesund hohe Spannung, die die Güte des Schlafes und damit die Gesundheit beeinträchtigen kann.

Es gibt Betten aus Holz, gepolsterte Betten und Wasserbetten. Die meisten Betten sind auch heute noch aus dem natürlichen Baustoff Holz gefertigt. Neben schlichten Ausführungen in allen Größen, gibt es auch ungewöhnliche und originelle Formen. Etwa Kastenbetten mit drei Seitenwänden und einem Dach. Doppelbetten auf einem Sockel, der zusätzlichen Stauraum für das Bettzeug schafft. Zu den beliebten Klassikern gehört auch das Vierpfosten-Bett, weil es dem Schlafzimmer einen stattlichen Ausdruck verleiht. Besonders das Himmelbett fasziniert nach wie vor, es vermittelt Geborgenheit und symbolisiert zugleich königlichen Luxus. Kleine Räume können allerdings durch ein Vierpfosten-Bett optisch überladen wirken.

Neben dem Bettgestell kommt der Matratze eine herausragende Bedeutung zu: Hier ist das Beste gerade gut genug. Nacht für Nacht auf einer schlechten Matratze zu schlafen, führt zwangsläufig über kurz oder lang zu Schäden an der Wirbelsäule. Eine Matratze muss fest genug sein, um das ?Kreuz? zu schützen, aber nicht so hart, dass Hüften und Schultern aus ihrer natürlichen Lage herauskommen. Wenn eine Matratze zu weich ist, kann man sich schlecht von einer Seite auf die andere rollen. So werden die natürlichen Bewegungen verhindert, die der Mensch bei gesundem Schlaf vollführt. Weil jeder anders schläft, sollte die Matratze auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst sein. Hier sind das Gewicht und körperliche Schwerpunkte zu berücksichtigen. Die Frage Federkern oder Schaumstoff muss jeder für sich selbst beantworten. Grundsätzlich raten Experten zu gründlichem Probeliegen in den Geschäften.

Der Lattenrost sollte hochwertig und verstellbar sein. Matratze und Lattenrost müssen unbedingt miteinander harmonieren. Eine steife Federkernmatratze zum Beispiel behindert das Verstellen eines flexiblen Lattenrostes auf Sitzposition und ist in der Kombination denkbar ungeeignet.

Die Einrichtung

Im Schlafzimmer dominiert das Bett. Doch auch der Platz ringsum kann sinnvoll genutzt werden. Meist bleibt freilich neben dem Doppelbett in einem durchschnittlich großen Schlafzimmer nur wenig Platz für weitere Möbel.

Mehr Gestaltungsspielraum bekommt, wer sinnvoll mit dem Bett umgehen kann. Eine zusammenrollbare Matratze oder eine Bettcouch sind auf Dauer sicherlich keine Lösung. Häufig entsteht schon mehr Platz, wenn das Doppelbett in eine Ecke gerückt wird. Der Nachteil: Eine der beiden Schlafenden hat es schwer mit dem Aus- und Einsteigen.

Der Standort des Bettes sollte aber nicht ausschließlich nach praktischen Gesichtspunkten gesehen werden: Nach Feng Shui ist die Position des Bettes im Raum entscheidend für die Güte des Schlafes. Geraten wird, das Bett in die geschützteste Ecke des Raumes und gleichzeitig nach der persönlich günstigen Richtung zu platzieren. Jedenfalls sollte das Bett versetzt zur Türe stehen, damit der darin Liegende jeden sieht, der herein kommt. Zudem sollte das Kopfende immer vor einer Wand stehen und sich nicht frei im Raum befinden. Feng Shui-Tipps lassen sich im übrigen als Hinweise aus dem Unterbewusstsein verstehen oder als die praktische Vernunft.

Ein Nachttisch bietet Platz für allerlei Dinge, wie Zeitschriften und Bücher, Radiowecker, Leseleuchten und den Fernsehapparat oder Fotos. Romantiker sollten schon frühzeitig an eine Abstellmöglichkeit für ein gemütliches Frühstück im Bett denken.

Schlafen ist eine passive Tätigkeit. Dem sollte die Farbgestaltung des Schlafzimmers Rechnung tragen. Grelle und starke Farben haben hier nichts zu suchen. Dasselbe gilt für Spiegel. Spiegel aktivieren die Chi-Energie (Arbeit) und stören so einen ruhigen Schlaf. Die Farbe Weiß ist und bleibt wegen seiner Reinheit und romantischen Eleganz beliebt. Aber auch ein warmes Gelb macht sich im Schlafzimmer sehr gut: Gelbe oder orange Wände lassen das Zimmer sonnig und freundlich erscheinen ? auch wenn der Himmel grau ist. Alle, die sich am Morgenlicht nicht erfreuen können, sondern erst nachts zum Leben erwachen, sollten dunkle Juwelenfarben wählen. Sie verstärken die warme Atmosphäre der Geborgenheit.

Bild: Floetotto
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