Lebensretter Rauchmelder

Der Tod kommt auf leisen Sohlen: Wohnungsbrände kosten Jahr für Jahr mehrere hundert Menschen in Deutschland das Leben.

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Etwa zwei Drittel werden im Schlaf überrascht und erhalten nicht einmal die kleinste Chance zu reagieren, denn: Die bei einem Brand entstehenden Rauchgase sind zwar hochgiftig, aber gleichzeitig auch geruchslos. Sie wecken die Bewohner also nicht auf, können aber innerhalb von zwei Minuten zum Tod führen. Im Brandfall Leben retten kann ein Rauchmelder. Er schlägt rechtzeitig Alarm, wenn ein Feuer ausgebrochen ist oder sich Rauch entwickelt.

Im Gegensatz zu anderen Ländern wie etwa den USA sind Rauchmelder in deutschen Privathaushalten aber noch immer eher die Ausnahme als die Regel. Nur etwa jedes 10. Haus ist damit ausgerüstet.

Ein verhängnisvoll niedriger Wert. Kann ein Rauchmelder doch über Leben und Tod entscheiden. Die Apparatur schafft die entscheidenden Minuten, um sich und andere Bewohner in Sicherheit zu bringen und schnellstmöglich die Feuerwehr zu verständigen. Aber nicht jedes Gerät hält auch, was es verspricht.

Anforderungen

Zu den Qualitätskriterien eines Rauchmelders gehört zweifelsohne die Lautstärke des Alarmtons: 85 Dezibel sollten es schon sein, um auch Menschen mit einem tiefen Schlaf rechtzeitig aus dem Reich der Träume zu holen. Weiterer Pluspunkt: Bei dieser Lautstärke erhalten auch Nachbarn oder Passanten bereits einen akustischen Hinweis, dass Gefahr im Verzug ist.

Ein guter Rauchmelder muss außerdem auf die verschiedensten Raucharten reagieren, egal ob sie von brennendem Kunststoff, Holz, Textilien oder brennbaren Flüssigkeiten wie Bratöl ausgehen. Zigarettenqualm oder ein brennende Kerze muss ein Rauchmelder dagegen als ungefährlich erkennen können. Wichtige Faustregel: Nur Geräte mit dem Prüfzeichen VdS bieten wirksamen Schutz. Batteriebetriebene Geräte sind anderen vorzuziehen, da sie auch noch bei einem Stromausfall funktionieren.

Funktionsweise

Die gängigen Rauchmelder unterscheiden sich kaum in ihrer Funktionsweise. Sie verfügen über eine Messkammer, durch die in regelmäßigen Zeitabständen ein Lichtstahl geschickt wird. Sobald Rauchpartikel in die Messkammer gelangen, wird der Lichtstrahl gestreut ? der Rauchmelder stößt daraufhin seinen Alarmton aus.

Platzierung

Als zentraler Raum einer Wohnung empfiehlt sich der Flur als Installationsort für den Rauchmelder. Wer auf Nummer sicher gehen will oder eine sehr große Wohnung hat, kann zusätzliche Geräte in Kinderzimmern und Schlafzimmern anbringen. Die beim Einschlafen vergessene Zigarette zählt mit zu den häufigsten Brandursachen. Auch im Keller und Dachboden macht ein Rauchmelder Sinn, weil Brände in diesen Bereiche meist erst sehr spät entdeckt werden ? oft schon zu spät. Ein nur auf den ersten Blick sinnvoller Installationsort ist dagegen die Küche, auch wenn in Brand geratene Töpfe und Pfannen ebenfalls zu den Hauptursachen für Hausbrände zählen. Problem: Der beim Kochen entstehende Dampf kann einen Fehlalarm des Rauchmelders verursachen. Sind in einer Wohnung oder einem Haus mehrere Rauchmelder aktiv, sollten diese miteinander vernetzt werden, damit sie gemeinsam Alarm schlagen. Eine Vernetzung ermöglichen zum Beispiel Funk-Rauchmelder.

Montage

Angebracht werden die Rauchmelder in der Mitte des Raumes an der Decke. In der Regel bedarf es nur zwei kleiner Schrauben, um den Rauchmelder zu befestigen. Die Geräte werden bereits montagefertig geliefert.

Bild: Eobiont
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