Neues aus der bayrischen Tischkultur

Die Weißwurst, das wohl berühmteste bayerische Frühstück, erfreut sich seit mittlerweile 150 Jahren größter Beliebtheit. Ein Detail wurde jedoch bislang vernachlässigt: Wie gelangt die Wurst auf den Teller?

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Im Jahr 1857 beginnt die Geschichte der Weißwurst: Die Weißwurst soll die Zufallserfindung eines Münchner Wirts am Marienplatz gewesen sein. Genau 150 Jahre später haben Techniker und Ingenieure der Firma Rösle den „Original Weißwurstheber“ entwickelt. Er ist das Ergebnis einer beinahe streng wissenschaftlichen Analyse, fundierter Recherche und deren konsequenter Umsetzung, die endlich die perfekte Lösung zum Servieren der Weißwurst gebracht hat.
 
Jeder weiß, dass das bayerische Schmankerl ganz vorsichtig, in heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser ziehen sollte, damit die zarte Haut nicht platzt. Unappetitliche Holz- oder Kunststoffzangen kamen und kommen auch heute noch oft zum Einsatz, wenn es ans Servieren der Weißwurst geht. Das arme Würstchen wird würdelos gedrückt, gequetscht, die zarte Haut schnell verletzt.
 
Die Lösung: Ein Weißwurstheber aus Edelstahl
 
Dieser Missstand fiel dem – aus Preußen stammenden – Rösle-Geschäftsführers während eines Weißwurst-Frühstücks auf. Er konnte seinen Augen kaum trauen, als er feststellte, dass weder Wirt noch Metzger und auch keine alteingesessene bayerische Familie über ein adäquates Werkzeug zu verfügen schien. Also sandte er seine Spezialisten für Kücheninstrumente aus Edelstahl aus, um den perfekten „Original Weißwurstheber“ zu entwickeln.
 
Eine Feldstudie gab zunächst Aufschluss über Größe, Krümmung und Gewicht der Weißwurst. Auf Basis der so ermittelten Daten wurde die Entwicklung eines Werkzeugs gestartet, das den wirklichen Bedürfnissen der Weißwurst entspricht: Die unterschiedlich dimensionierten Würste werden sicher vom Weißwurstheber aufgenommen, dabei unterstützt seine Form sanft die Krümmung der jeweiligen Wurst. Zudem ist es gelungen, den Heber so zu konzipieren, dass kein Wasser mit der Weißwurst auf den Teller geschöpft wird.
 
Bild: Rösle
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