Design aus Deutschland

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Das zeigt beispielsweise die Weiterentwicklung der guten alten Schrankwand: Für viele der Inbegriff des deutschen Spießertums, kann diese auf eine mittlerweile jahrzehntelange Erfolgsgeschichte als Exportschlager zurückblicken. Das erste dieser praktischen Universalmöbel wurde 1921 in Baden-Württemberg von der Möbelfabrik Erwin Behr hergestellt. Die weltweite Erfolgsstory der modularen Schrankwand begann allerdings erst 1955 mit dem Systemprogramm „Behr Möbel Zerlegbar“ oder kurz „BMZ“, das bis in die 80er Jahre verkauft wurde.
Möbel so flexibel wie deren Besitzer
Verwunderlich war es nicht, dass sich die Schrankwand-Idee durchsetzen konnte, schließlich brauchte die wachsende Zahl an Besitzgegenständen ja entsprechenden Stau- und Repräsentationsplatz. Und ein wandfüllendes, optisch einheitliches Möbel ist praktischer, preisgünstiger und attraktiver als ein Konglomerat aus Schränken, Truhen und Regalen. Außerdem lassen sich Schrankwand-Systeme jedem Nutzerwunsch entsprechend individuell anpassen – vom Bücherwurm bis zum High-Tech-Fan.
Deutsche Möbeldesigner und -hersteller waren es dann auch, die durch laufende Innovationen hinsichtlich Gebrauchsqualitäten und Gestaltung die Schrankwand permanent aktualisierten. Moderne Kreationen wie das Schrankwandsystem „Studimo“ von Interlübke stoßen seit den 60er Jahren auf weltweit großes Kaufinteresse. Da mobiles, flexibles Wohnen im Trend liegt, kommen die neuen Schrankwände auch ohne Wand aus und können dank ansehnlicher Rückseite oder beidseitiger Nutzung als Raumteiler genutzt werden.
Sitzende Tätigkeiten
Die meiste Zeit verbringt der moderne Mensch sitzend. Da die langfristige Einnahme dieser Körperhaltung von der Natur jedoch nicht vorgesehen ist, stellt die Entwicklung des „optimalen Sitzmöbels“ eine permanente Herausforderung für die Produktentwickler dar. Hier hat unter anderem der große deutsche Nachkriegsarchitekt und -designer Egon Eiermann international neue Maßstäbe gesetzt: Seine in den 50er Jahren entwickelten Universalstühle sind ergonomisch so durchdacht, dass sie bis heute in Büros, Schulen, Ess-, Wohn- und Kinderzimmern auch stundenlanges Sitzen bequem machen. Und dabei so gut aussehen, dass einzelne Modelle es sogar in das Museum of modern Art geschafft haben.
Eine weltweite und bis heute erfolgreiche Karriere erlebte auch der vom Rheinländer Michael Thonet 1835 entwickelte Bugholzstuhl. Dem Schreinermeister gelang es erstmals, Holzstäbe mittels Dampf und Druck in rund, geschwungene Formen zu biegen und damit völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Sein Stuhl Nummer 14 wurde als „Kaffeehausstuhl“ international berühmt und gilt nach wie vor als Inbegriff von Eleganz und Bequemlichkeit. Beim heute in der fünften Generation bestehenden Familienunternehmen werden nicht nur die traditionellen Bugholzstühle und -sessel produziert, sondern auch Stahlrohrmöbel. Denn der Thonet-Grundgedanke eines schwingenden, elastischen Möbels lässt sich mit dem wesentlich belast- und formbareren Werkstoff Stahl wesentlich weiter interpretieren.
Gemütlichkeit längst kein Tabu mehr
Unübersetzbar, aber weltweit beliebt ist das Lieblingswohngefühl der Deutschen: Die „Gemütlichkeit“. Und ist deshalb ebenso wie „Kindergarten“ international zum Begriff geworden. Seitdem Wellness und „Cocooning“ auch hierzulande zum Trend geworden sind, braucht man sich für seine gemütliche Wohnung auch nicht mehr zu schämen.
Zeitgenössisches Wohndesign hat allerdings das Image, besonders „ungemütlich“ zu sein – aber wie beispielsweise ein Blick auf die Liegemöbel bei www.formguide.de zeigt, völlig zu Unrecht. Zwar sind barocke Formen oder Repräsentationssofas wie bei Loriot wirklich out, aber die individuell verstellbaren Sofalandschaften dürften den Verlust verschmerzbar machen.
Hohe Funktionalität und optische Raffinesse
Ähnlich wie bei den neuen Generationen der Schrankwand ist es den innovativen Herstellern von Polstermöbeln wie Brühl, COR, und Rolf Benz geglückt, höchste Praktikabilität und moderne Ästhetik zu verbinden: Die deutschen „Wundersofas“ von heute sind voll flexibel und lassen sich mit einem Handgriff von der „Lümmelwiese“ in korrekte Sitzmöbel verwandeln. Mit Anbauelementen sind Entspannung auch zu zweit oder Gespräche mit mehreren Gästen möglich. Und passende Ablagesysteme bieten auch Getränken, Büchern, Knabbergebäck – oder was immer die Gemütlichkeit vollkommen macht – einen optimalen Platz.
Bild: Formguide / COR
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
Möbel so flexibel wie deren Besitzer
Verwunderlich war es nicht, dass sich die Schrankwand-Idee durchsetzen konnte, schließlich brauchte die wachsende Zahl an Besitzgegenständen ja entsprechenden Stau- und Repräsentationsplatz. Und ein wandfüllendes, optisch einheitliches Möbel ist praktischer, preisgünstiger und attraktiver als ein Konglomerat aus Schränken, Truhen und Regalen. Außerdem lassen sich Schrankwand-Systeme jedem Nutzerwunsch entsprechend individuell anpassen – vom Bücherwurm bis zum High-Tech-Fan.
Deutsche Möbeldesigner und -hersteller waren es dann auch, die durch laufende Innovationen hinsichtlich Gebrauchsqualitäten und Gestaltung die Schrankwand permanent aktualisierten. Moderne Kreationen wie das Schrankwandsystem „Studimo“ von Interlübke stoßen seit den 60er Jahren auf weltweit großes Kaufinteresse. Da mobiles, flexibles Wohnen im Trend liegt, kommen die neuen Schrankwände auch ohne Wand aus und können dank ansehnlicher Rückseite oder beidseitiger Nutzung als Raumteiler genutzt werden.
Sitzende Tätigkeiten
Die meiste Zeit verbringt der moderne Mensch sitzend. Da die langfristige Einnahme dieser Körperhaltung von der Natur jedoch nicht vorgesehen ist, stellt die Entwicklung des „optimalen Sitzmöbels“ eine permanente Herausforderung für die Produktentwickler dar. Hier hat unter anderem der große deutsche Nachkriegsarchitekt und -designer Egon Eiermann international neue Maßstäbe gesetzt: Seine in den 50er Jahren entwickelten Universalstühle sind ergonomisch so durchdacht, dass sie bis heute in Büros, Schulen, Ess-, Wohn- und Kinderzimmern auch stundenlanges Sitzen bequem machen. Und dabei so gut aussehen, dass einzelne Modelle es sogar in das Museum of modern Art geschafft haben.
Eine weltweite und bis heute erfolgreiche Karriere erlebte auch der vom Rheinländer Michael Thonet 1835 entwickelte Bugholzstuhl. Dem Schreinermeister gelang es erstmals, Holzstäbe mittels Dampf und Druck in rund, geschwungene Formen zu biegen und damit völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Sein Stuhl Nummer 14 wurde als „Kaffeehausstuhl“ international berühmt und gilt nach wie vor als Inbegriff von Eleganz und Bequemlichkeit. Beim heute in der fünften Generation bestehenden Familienunternehmen werden nicht nur die traditionellen Bugholzstühle und -sessel produziert, sondern auch Stahlrohrmöbel. Denn der Thonet-Grundgedanke eines schwingenden, elastischen Möbels lässt sich mit dem wesentlich belast- und formbareren Werkstoff Stahl wesentlich weiter interpretieren.
Gemütlichkeit längst kein Tabu mehr
Unübersetzbar, aber weltweit beliebt ist das Lieblingswohngefühl der Deutschen: Die „Gemütlichkeit“. Und ist deshalb ebenso wie „Kindergarten“ international zum Begriff geworden. Seitdem Wellness und „Cocooning“ auch hierzulande zum Trend geworden sind, braucht man sich für seine gemütliche Wohnung auch nicht mehr zu schämen.
Zeitgenössisches Wohndesign hat allerdings das Image, besonders „ungemütlich“ zu sein – aber wie beispielsweise ein Blick auf die Liegemöbel bei www.formguide.de zeigt, völlig zu Unrecht. Zwar sind barocke Formen oder Repräsentationssofas wie bei Loriot wirklich out, aber die individuell verstellbaren Sofalandschaften dürften den Verlust verschmerzbar machen.
Hohe Funktionalität und optische Raffinesse
Ähnlich wie bei den neuen Generationen der Schrankwand ist es den innovativen Herstellern von Polstermöbeln wie Brühl, COR, und Rolf Benz geglückt, höchste Praktikabilität und moderne Ästhetik zu verbinden: Die deutschen „Wundersofas“ von heute sind voll flexibel und lassen sich mit einem Handgriff von der „Lümmelwiese“ in korrekte Sitzmöbel verwandeln. Mit Anbauelementen sind Entspannung auch zu zweit oder Gespräche mit mehreren Gästen möglich. Und passende Ablagesysteme bieten auch Getränken, Büchern, Knabbergebäck – oder was immer die Gemütlichkeit vollkommen macht – einen optimalen Platz.
Bild: Formguide / COR
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com















