Möbel im Kolonialstil

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Was die großen Seefahrernationen – Frankreich, Spanien, Portugal, England und die Niederlande – aus den Kolonien über die Jahrhunderte hinweg in ihre Heimatländer einführten, waren Gewürze, Tee, Kaffee, Zuckerrohr, Textilien wie Baumwolle und Seide…“Kolonialwaren“ eben. Umgekehrt brachten die Seefahrer und Händler in die fernen Länder Einflüsse aus dem Lebensumfeld ihrer Herkunftsländer mit, um sich in der Fremde ein Stück Heimat zu erhalten.
Seit Fernreisen erschwinglich geworden sind, erleben immer mehr Urlauber in der Karibik, in Südostasien, in Afrika oder Indien einen Einrichtungsstil, der aus der Verbindung örtlicher Materialien, heimischer Handwerkskunst und tropischen Klimabedingungen mit europäischen Einflüssen entstanden ist. Und bringen ihre Begeisterung für diese Möbel mit nach Hause. Auf diese Weise haben sich Möbel im Kolonialstil einen festen Platz in unseren Wohnungen erobert: ein Stück Fernweh, aber mit vertrauten Elementen.
Hommage an die Biedermeier-Zeit
So erinnern in einem Möbelprogramm zum Beispiel die Form des Bettes oder die Beine von Kommode und Sideboard an die Formensprache des Biedermeier. Die schwarz lackierte Oberfläche und eingelegte Metallplättchen mit chinesischer Kalligraphie verraten dagegen asiatische Einflüsse. Im Zusammenspiel wirkt das sehr edel und zugleich exotisch, gleichermaßen fremd und vertraut.
Ähnliches gilt für den Einsatz von Bambus auf Schranktüren oder als Tischplatte eines Kirschbaum-Couchtisches. Und natürlich für viele Flechtmöbel, die quasi zum Synonym für den Kolonialstil geworden sind. Den Rohstoff für Rattan, Boondoot, Peddigrohr, Twill oder Abacca gibt es in Südostasien vor Ort, ebenso wie Hyazinthengras oder Meerschilf. Und auch heute gehört das Flechthandwerk zu den traditionellen Handwerkstechniken der Region, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Sofas, Sessel und Stühle, die hier entstehen, sind häufig Meisterwerke der Kombination von Materialien und unterschiedlichen Flechttechniken.
Die Faszination fremder Länder
Architektur und Einrichtung in den ehemaligen Kolonien sind geprägt vom Klima, und auch diese Elemente des Kolonialstils haben wir in unsere Wohnwelten übernommen. Das zeigt sich bei den Möbeln zum Beispiel in den hohen Pfosten eines Bettes, die ursprünglich dazu dienten, das Moskitonetz darüber zu drapieren. In der Architektur erinnern überdachte Veranden an die Häuser der Europäer in den Kolonien, oder Lamellenläden, die – anstelle von Fenstern eingesetzt – Schutz vor der Sonne bieten, aber die Luft zirkulieren lassen.
Die früheren Fernreisenden hatten es noch schwer. Im 16. Jahrhundert dauerte eine Überfahrt von Lissabon nach Indien zwischen viereinhalb und neun Monaten, je nach Wind und Wetter, zehn bis zwanzig Prozent der Schiffe ging verloren, und nur jeder zweite Reisende erreichte lebend das Ziel. Wer heute Elemente des Kolonialstils in die Einrichtung integriert, der denkt dabei wahrscheinlich weniger an beschwerliche Reisen. Sondern an das leise Schnurren des Deckenventilators und die gedämpfte Unterhaltung in einem englischen Club der East India Company oder an einen Abend auf der Terrasse eines kleinen Hotels auf Martinique, ein Glas eisgekühlten Planter’s Punch in der Hand. Mit Möbeln im Kolonialstil holen wir uns auch ein Stück der Faszination fremder, exotischer Länder in den Alltag.
Bild: Domicil
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
Seit Fernreisen erschwinglich geworden sind, erleben immer mehr Urlauber in der Karibik, in Südostasien, in Afrika oder Indien einen Einrichtungsstil, der aus der Verbindung örtlicher Materialien, heimischer Handwerkskunst und tropischen Klimabedingungen mit europäischen Einflüssen entstanden ist. Und bringen ihre Begeisterung für diese Möbel mit nach Hause. Auf diese Weise haben sich Möbel im Kolonialstil einen festen Platz in unseren Wohnungen erobert: ein Stück Fernweh, aber mit vertrauten Elementen.
Hommage an die Biedermeier-Zeit
So erinnern in einem Möbelprogramm zum Beispiel die Form des Bettes oder die Beine von Kommode und Sideboard an die Formensprache des Biedermeier. Die schwarz lackierte Oberfläche und eingelegte Metallplättchen mit chinesischer Kalligraphie verraten dagegen asiatische Einflüsse. Im Zusammenspiel wirkt das sehr edel und zugleich exotisch, gleichermaßen fremd und vertraut.
Ähnliches gilt für den Einsatz von Bambus auf Schranktüren oder als Tischplatte eines Kirschbaum-Couchtisches. Und natürlich für viele Flechtmöbel, die quasi zum Synonym für den Kolonialstil geworden sind. Den Rohstoff für Rattan, Boondoot, Peddigrohr, Twill oder Abacca gibt es in Südostasien vor Ort, ebenso wie Hyazinthengras oder Meerschilf. Und auch heute gehört das Flechthandwerk zu den traditionellen Handwerkstechniken der Region, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Sofas, Sessel und Stühle, die hier entstehen, sind häufig Meisterwerke der Kombination von Materialien und unterschiedlichen Flechttechniken.
Die Faszination fremder Länder
Architektur und Einrichtung in den ehemaligen Kolonien sind geprägt vom Klima, und auch diese Elemente des Kolonialstils haben wir in unsere Wohnwelten übernommen. Das zeigt sich bei den Möbeln zum Beispiel in den hohen Pfosten eines Bettes, die ursprünglich dazu dienten, das Moskitonetz darüber zu drapieren. In der Architektur erinnern überdachte Veranden an die Häuser der Europäer in den Kolonien, oder Lamellenläden, die – anstelle von Fenstern eingesetzt – Schutz vor der Sonne bieten, aber die Luft zirkulieren lassen.
Die früheren Fernreisenden hatten es noch schwer. Im 16. Jahrhundert dauerte eine Überfahrt von Lissabon nach Indien zwischen viereinhalb und neun Monaten, je nach Wind und Wetter, zehn bis zwanzig Prozent der Schiffe ging verloren, und nur jeder zweite Reisende erreichte lebend das Ziel. Wer heute Elemente des Kolonialstils in die Einrichtung integriert, der denkt dabei wahrscheinlich weniger an beschwerliche Reisen. Sondern an das leise Schnurren des Deckenventilators und die gedämpfte Unterhaltung in einem englischen Club der East India Company oder an einen Abend auf der Terrasse eines kleinen Hotels auf Martinique, ein Glas eisgekühlten Planter’s Punch in der Hand. Mit Möbeln im Kolonialstil holen wir uns auch ein Stück der Faszination fremder, exotischer Länder in den Alltag.
Bild: Domicil
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