Flechtmöbel für das Wohnzimmer

buchtipps aus der redaktion
Preis: 29,95 €Preis: 19,90 €Preis: 14,95 €
Kleine Flechtsessel ergänzen die Sitzgruppe und Flechtstühle sorgen für Leichtigkeit und Sommerlaune am Esstisch. Wer sich nach Flechtmöbeln umsieht, merkt schnell, dass die Preisspanne enorm groß ist. Letztlich ist es eine Frage des Einsatzzwecks, wofür man sich entscheidet. Wenn es ein Begleiter für lange Jahre werden soll, lohnt sich die Investition in Qualität.
Qualität macht sich bezahlt!
Zum Beispiel solche „Made in Germany“: Der Besuch in einer deutschen Flechtmanufaktur macht schnell deutlich, warum Qualität ihren Preis hat. Zum einen sind Flechtmöbel – ganz gleich woher sie kommen – reine Handarbeit. Und zum anderen durchlaufen die Sessel, Stühle und Sofas, die ihren Besitzer ein Leben lang begleiten sollen, viele Stadien, bevor sie den Weg in unsere Wohnräume finden. Verfolgen wir den Weg eines Flechtstuhls vom Ausgangsmaterial bis zur Auslieferung.
Am Anfang steht Calamus rotang, ein Klettergewächs mit bis zu 150 m langen, sich windenden Lianen. Sie werden geerntet, gewaschen, nach Qualität sortiert und getrocknet. Die Oberfläche der Rattanstäbe ist durch eine natürlich Kieselsäureschicht gehärtet, mit der sich die Pflanze gegen Schädlinge schützt. Die dicken Stäbe werden für den Gestellbau verwendet, die gleichmäßigen dünnen Peitschen zum Flechten. Am bekanntesten sind Boondootrohr und Peddigrohr. Während Boondootrohr unbehandelt ist und die bräunliche Färbung der Liane hat, entsteht das helle Peddigrohr, wenn das Rattanstück geschält und der Kern durch messerscharfe Düsen gezogen wird. Ein erstes Unterscheidungsmerkmal für Flechtmöbel ist die Qualität des Materials – die deutsche Flechtmanufaktur verwendet nur die besten Qualitäten und unterzieht sie vor der Verwendung noch einmal einem Qualitätstest. Was den nicht besteht, landet als Ausschuss im Container.
Flechten & Fingerspitzengefühl
Für das Stuhlgestell werden Holz oder Rattan verwendet. Um eine Rattanstange zum Stuhlrücken bieten zu können, wird sie zunächst „gedämpft“, das heißt, in einem rohrartigen Behälter Hitze, Feuchtigkeit und Dampf ausgesetzt, bis sie gummiartig weich und biegsam ist. Das biegsame Rattan wird in eine Form gespannt, in der es beim Erkalten und Trocknen wieder fest wird. Anschließend muss der Meister mit Kraft, Augenmaß und Erfahrung das gebogene Teil stellenweise noch einmal erwärmen und ihm die endgültige Form geben. Rücken, Sitz und Beine werden miteinander verbunden – das fertige „Gerippe“ des Stuhls kommt nun in die Flechtstube.
Flechten braucht Kraft und viel Fingerspitzengefühl. Wer einmal zum Vergleich auf einem billigen Flechtsesselchen und einem hochwertigen „probesitzt“, stellt fest, dass die einfache Variante einen starren Rücken hat, während der Rücken des hochwertigen Sessels elastisch ist und leicht federt. Für den Sitzkomfort ist dieser Unterschied ganz wichtig. Beim Flechten heißt das, sehr akkurat zu arbeiten. Abstandshalter helfen, die notwendige Elastizität sicherzustellen. Zusätzlich wird mit einer Schablone ständig überprüft, ob die Biegung des Rückens stimmt.
Rundum glatt und ebenmäßig
Auch die folgenden Arbeitsschritte unterscheiden einfache Flechtmöbel von hochwertigen. Bei letzteren werden nach dem Flechten mit einem kleinen Messer von Hand die Blattansätze entfernt, die sich als leichte Verdickungen im Material bemerkbar machen. Das Flechtwerk wird poliert und anschließend flammt ein Mitarbeiter die letzten abstehenden Härchen ab, bis alles rundherum glatt und ebenmäßig ist. Wer auf diesem Stuhl sitzt, braucht um seine feinen Nylonstrümpfe nicht zu fürchten.
Boondoot-Geflecht wird nur gewachst, die schützende Kieselsäureschicht nimmt Farbe schlecht an. Farbige Flechtmöbel sind meist aus Peddigrohr geflochten. Manche Einrichtungshäuser bieten ihre Flechtstühle in vielen schönen Farben passend zur Einrichtung an. Eine Spezialität ist der gewischte Farbauftrag, bei dem die Farbe mit einem Lappen von Hand teilweise wieder abgenommen wird. Welche Muster dabei entstehen, ist dem Geschmack und Gefühl des Meisters überlassen.
Ein Leben lang…
Hochwertige Flechtmöbel sind also nicht billig, aber ihren Preis wert. Sie halten ein Leben lang, wenn sie ein wenig Pflege erfahren. Flechtmöbel können Sie mit der Staubsaugerbürste absaugen oder mit einer feuchten Bürste abbürsten. Sie lieben Luftfeuchtigkeit, sind aber meist nicht für richtige Regengüsse geeignet. Also Flechtmöbel auf der Terrasse vor dem Regen bitte unterstellen oder abdecken (wenn Ihnen das Räumen zu umständlich ist, bieten sich Flechtmöbel aus wetterfestem Kunststoff als Alternative an). Ein bis zwei Mal im Jahr tut hochwertigen Flechtmöbeln eine Behandlung mit Antik Wachs gut, wie man es auch für die naturbelassenen Möbel verwendet. Generell sind gute Flechtmöbel pflegeleicht. Und ganz gleich, für welches Modell Sie sich entscheiden – es wird eine enge persönliche Beziehung werden.
Bild: Domicil
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
Qualität macht sich bezahlt!
Zum Beispiel solche „Made in Germany“: Der Besuch in einer deutschen Flechtmanufaktur macht schnell deutlich, warum Qualität ihren Preis hat. Zum einen sind Flechtmöbel – ganz gleich woher sie kommen – reine Handarbeit. Und zum anderen durchlaufen die Sessel, Stühle und Sofas, die ihren Besitzer ein Leben lang begleiten sollen, viele Stadien, bevor sie den Weg in unsere Wohnräume finden. Verfolgen wir den Weg eines Flechtstuhls vom Ausgangsmaterial bis zur Auslieferung.
Am Anfang steht Calamus rotang, ein Klettergewächs mit bis zu 150 m langen, sich windenden Lianen. Sie werden geerntet, gewaschen, nach Qualität sortiert und getrocknet. Die Oberfläche der Rattanstäbe ist durch eine natürlich Kieselsäureschicht gehärtet, mit der sich die Pflanze gegen Schädlinge schützt. Die dicken Stäbe werden für den Gestellbau verwendet, die gleichmäßigen dünnen Peitschen zum Flechten. Am bekanntesten sind Boondootrohr und Peddigrohr. Während Boondootrohr unbehandelt ist und die bräunliche Färbung der Liane hat, entsteht das helle Peddigrohr, wenn das Rattanstück geschält und der Kern durch messerscharfe Düsen gezogen wird. Ein erstes Unterscheidungsmerkmal für Flechtmöbel ist die Qualität des Materials – die deutsche Flechtmanufaktur verwendet nur die besten Qualitäten und unterzieht sie vor der Verwendung noch einmal einem Qualitätstest. Was den nicht besteht, landet als Ausschuss im Container.
Flechten & Fingerspitzengefühl
Für das Stuhlgestell werden Holz oder Rattan verwendet. Um eine Rattanstange zum Stuhlrücken bieten zu können, wird sie zunächst „gedämpft“, das heißt, in einem rohrartigen Behälter Hitze, Feuchtigkeit und Dampf ausgesetzt, bis sie gummiartig weich und biegsam ist. Das biegsame Rattan wird in eine Form gespannt, in der es beim Erkalten und Trocknen wieder fest wird. Anschließend muss der Meister mit Kraft, Augenmaß und Erfahrung das gebogene Teil stellenweise noch einmal erwärmen und ihm die endgültige Form geben. Rücken, Sitz und Beine werden miteinander verbunden – das fertige „Gerippe“ des Stuhls kommt nun in die Flechtstube.
Flechten braucht Kraft und viel Fingerspitzengefühl. Wer einmal zum Vergleich auf einem billigen Flechtsesselchen und einem hochwertigen „probesitzt“, stellt fest, dass die einfache Variante einen starren Rücken hat, während der Rücken des hochwertigen Sessels elastisch ist und leicht federt. Für den Sitzkomfort ist dieser Unterschied ganz wichtig. Beim Flechten heißt das, sehr akkurat zu arbeiten. Abstandshalter helfen, die notwendige Elastizität sicherzustellen. Zusätzlich wird mit einer Schablone ständig überprüft, ob die Biegung des Rückens stimmt.
Rundum glatt und ebenmäßig
Auch die folgenden Arbeitsschritte unterscheiden einfache Flechtmöbel von hochwertigen. Bei letzteren werden nach dem Flechten mit einem kleinen Messer von Hand die Blattansätze entfernt, die sich als leichte Verdickungen im Material bemerkbar machen. Das Flechtwerk wird poliert und anschließend flammt ein Mitarbeiter die letzten abstehenden Härchen ab, bis alles rundherum glatt und ebenmäßig ist. Wer auf diesem Stuhl sitzt, braucht um seine feinen Nylonstrümpfe nicht zu fürchten.
Boondoot-Geflecht wird nur gewachst, die schützende Kieselsäureschicht nimmt Farbe schlecht an. Farbige Flechtmöbel sind meist aus Peddigrohr geflochten. Manche Einrichtungshäuser bieten ihre Flechtstühle in vielen schönen Farben passend zur Einrichtung an. Eine Spezialität ist der gewischte Farbauftrag, bei dem die Farbe mit einem Lappen von Hand teilweise wieder abgenommen wird. Welche Muster dabei entstehen, ist dem Geschmack und Gefühl des Meisters überlassen.
Ein Leben lang…
Hochwertige Flechtmöbel sind also nicht billig, aber ihren Preis wert. Sie halten ein Leben lang, wenn sie ein wenig Pflege erfahren. Flechtmöbel können Sie mit der Staubsaugerbürste absaugen oder mit einer feuchten Bürste abbürsten. Sie lieben Luftfeuchtigkeit, sind aber meist nicht für richtige Regengüsse geeignet. Also Flechtmöbel auf der Terrasse vor dem Regen bitte unterstellen oder abdecken (wenn Ihnen das Räumen zu umständlich ist, bieten sich Flechtmöbel aus wetterfestem Kunststoff als Alternative an). Ein bis zwei Mal im Jahr tut hochwertigen Flechtmöbeln eine Behandlung mit Antik Wachs gut, wie man es auch für die naturbelassenen Möbel verwendet. Generell sind gute Flechtmöbel pflegeleicht. Und ganz gleich, für welches Modell Sie sich entscheiden – es wird eine enge persönliche Beziehung werden.
Bild: Domicil
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com
















