Tele-Arbeiter brauchen Platz

Das Home-Office ist im Vormarsch: Schätzungen sprechen von bis zu vier Millionen häuslichen "Tele-Arbeitern" im Jahr 2005. Damit würde sich die Zahl seit 1999 (1,5 Mio.) mehr als verdoppeln.

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Die Auswirkungen dieser Entwick­lung auf Wohnen und Eigentum hat das Institut für Zu­kunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) im Auftrag der LBS-Zukunftswerkstatt ermittelt. Demnach trägt "Tele-Arbeit" zur Nachfrage nach größeren Wohn­flächen bei. Denn oft haben auch Heimarbeiter Kunden- und Ge­schäftsverkehr - dieser erfordert einen von den Wohnräu­men abteilbaren Bereich. Regionale Nähe zum Ar­beitgeber ist dennoch weiterhin notwendig: Bis zu zwei Tage verbringen die meisten "Tele-Arbeiter" im Firmen­büro.

Weil viele Heimarbeiter in ihren eigenen vier Wänden auch Kun­den- und Geschäftsverkehr erwarten, benötigen sie einen abteilbaren Büro-Bereich. Außerdem wollen sie - trotz E-Mail und Internet - in räumlicher Nähe zum Arbeitgeber wohnen, sind auch bis zu zwei Tage im Fir­menbüro persönlich anwe­send. Daher bevorzugen sie insbesondere großzügig geplante Wohnungen in der Peripherie von Ballungsräu­men.

86 Prozent der Telearbeiter arbeiten zumindest zeitweise zu Hause, nur jeder sechste ist ausschließlich unterwegs oder nutzt "Satellitenbüros". Immobilien-Anbieter müssen auf diese Entwicklung in mehrfa­cher Hinsicht reagieren. Denn Mieter und Eigentümer benötigen zum Beispiel eine Infra­struktur mit schnellem Internet-Zugang. Außerdem müssen die Innenräume gut teilbar sein. "Das Wohn­zimmer als Ort für Arbeits­gespräche wirkt leicht unprofessio­nell", meint Dr. Uwe Krink von der LBS.

Nähe zum Arbeitgeber

Durch das Internet sollte die räumliche Entfernung vomAuf­trags- oder Arbeitgeber eigentlich keine Rolle spielen, konsta­tiert das IZT. Dennoch siedeln sich Heimarbeiter weniger auf dem Lande als in der Nähe ihrer Firmenstandorte an. Denn der ur­bane Lebensstil der meisten Telearbeiter spricht ebenso ge­gen den Trend "raus aus der Stadt" wie die Tatsache, dass sie un­verändert bis zu zwei Arbeitstage in der Firma verbrin­gen. Ein Home-Of­fice in Oberbayern mit Job in Hamburg bleibt da­her die Ausnahme, erwarten die Trendforscher.

Bild: LBS
bauen. wohnen. leben. www.homesolute.com

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