Hausdach gegen alle Wetter

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Gerade die Randbereiche des Daches, also der als Ortgang bezeichnete Dachabschluss an der Giebelseite, der First ganz oben auf dem Dach und der Traufbereich mit der Dachrinne als unterem Abschluss, sind bei Unwettern besonders betroffen. Sie tragen die Hauptlast des enormen Winddrucks durch Stürme und der gewaltigen Wassermengen. Schon bei Windstärke 10 – das entspricht Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern – muss jeder Quadratmeter Dachfläche eines Steildachs einen Druck von 500 Kilogramm aushalten. Auf der gegenüberliegenden Dachfläche entsteht dabei gleichzeitig ein Sog, der mit gewaltigen Kräften an der Eindeckung – meist Dachpfannen – zerrt. Im Sogbereich entstehen daher auch die meisten Sturmschäden.
Besserer Halt mit Sturmklammern
Die Sicherung des Daches vor allem auch gegen den oft noch zu wenig beachteten Sog auf der Windschattenseite erfordert besondere Sorgfalt. Man kann zum Beispiel die Dachpfannen mit Sturmklammern befestigen. Sie verhindern, dass einzelne Pfannen abheben und der Dachstuhl durchnässt wird. Als Orientierungshilfe für den Umfang der Sicherung mit Sturmklammern können die Windlastzonen in Deutschland dienen, die der Deutsche Wetterdienst ermittelt hat, um die regionalen Unterschiede bei den Windstärken zu zeigen: Je nach örtlicher Windlast kann es erforderlich werden, mindestens jede dritte, jede zweite oder gar alle Dachpfannen entsprechend zu befestigen.
Im sehr gefährdeten Firstbereich kann ein neuartiges Befestigungssystem mit wenig Aufwand viel Wirkung erzielen. Kernstück ist ein korrosionsbeständiger Draht, der durch eine Klammer in vorgelochte Firstziegel geführt und an der obersten Dachlatte befestigt wird.
Das Dach regelmäßig inspizieren
Ein Dach besteht jedoch nicht nur aus dem Deckmaterial wie etwa den Dachpfannen, sondern auch aus Elementen wie unter anderem Sicherheits- und Schneefangsystemen. Hier gilt: Je besser das Dachzubehör zueinander passt, desto höher ist die Regensicherheit der eingedeckten Dachfläche.
Neben konstruktiven Mängeln und fehlerhaften Dachpfannen ist die fehlende oder falsche Wartung die häufigste Ursache für Schäden am Dach. Haben beispielsweise Herbststürme einzelne Pfannen gelockert, müssen sie sofort wieder befestigt werden. Sonst kann schon der nächste Sturm erhebliche Schäden anrichten.
Die Regensicherheit, die das Dach bieten soll, hängt nicht nur von der Qualität des Deckmaterials ab. Vor allem der Zustand der Übergänge zu Wand, Kamin, Fenster, oder Ähnlichem sind regelmäßig zu überprüfen. So können Schwachstellen rechtzeitig entdeckt und beseitigt werden.
Für den Schadensfall vorsorgen
Lösen sich bei einem Sturm Dachpfannen oder andere Teile des Daches vom Haus, können sie erheblichen Schaden anrichten und Regressansprüche an den Hausbesitzer nach sich ziehen. Eine Haftpflichtversicherung sollte daher jeder Hausbesitzer haben. Hagelschäden an Gebäuden, zum Beispiel ein demoliertes Hausdach oder beschädigte Fenster, sind in der Regel durch die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren, sollten Betroffene einen Schaden möglichst schnell ihrer Versicherung melden. Dabei ist zu beachten, dass jeder Hauseigentümer verpflichtet ist, sein Gebäude instand zu halten.
Bild: Wüstenrot
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