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Fenster im Votum der Deutschen

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Beim Fenster zählt Kompetenz und Qualität. Alle Tatsachen im Überblick.

Wer bisher glaubte, dass die Bundesbürger beim Thema „Fenster“ weder anspruchsvoll noch wählerisch sind, muss komplett umdenken. Vielmehr wissen sie genau um die Bedeutung dieses wichtigen Gebäudeelementes, steuern deshalb einen klaren Qualitätskurs und lassen sich ebenso konsequent nicht in die Ecke der reinen Preiskäufer drängen. Das ist die Quintessenz einer für 61 Mio. Bundesbürger ab 18 Jahre repräsentativen Studie des forsa-Institutes. Es befragte im Frühjahr 2008 Eigenheimbesitzer und Mieter zu sechs unterschiedlichen Bereichen.

 

Beratung bevorzugt beim Profi

 

Die Antworten auf die Frage, wo sich die Verbraucher vor dem Kauf und dem Einbau neuer Fenster bevorzugt unterrichten würden, bestätigten den ersten Eindruck. Das Ranking weist eine Profi-Dominanz aus. Danach nehmen „Fachhandel / Spezialgeschäft“ (63 %) und „Handwerker“ (51 %) unangefochten die Top-Plätze ein. Dahinter rangieren „Fensterhersteller“ (47 %), „Bekannte / Verwandte“ (41 %) und das Internet (39 %). Dagegen haben Baumärkte (19 %) nur eine geringe Bedeutung als Informationsquelle.

 

Qualität ist Kriterium Nummer Eins

 

Auch bei den Aspekten, auf die die Deutschen bei einem Fensterkauf besonders stark achten, setze sich die „anspruchsvolle“ Tendenz fort. Die fünf wichtigsten Kriterien: „Gute Qualität“ (82 %), „Energieeinsparpotenzial“ (81%), „Lange Lebensdauer“ (69 %), „Garantie / Gewährleistungen“ (65 %) und „Einbruchschutz / Sicherheit“ (61 %). Dagegen landete der „Günstige Preis“ (56 %) bei insgesamt neun Merkmalen nur auf Platz 7. Das Wissen um wohnraumspezifische Qualitätslösungen entscheide auch über die Einstellung der Deutschen im Hinblick auf die entsprechende Investitionsbereitschaft. 14 % bzw. 8,5 Mio. Personen sind laut Erhebung schon jetzt bereit, für konkreten Zusatznutzen tiefer in die Tasche zu greifen. Das gelte primär für Männer, Besserverdiener und Zweifamilienhausbesitzer.

 

50 % reif für den Austausch

 

Das Umfragefinale war dem Termin der letzten Fenstererneuerung in den Haushalten gewidmet. Die Spanne reichte von 27 % in den vergangenen fünf Jahren bis zu 17 % in der Kategorie „Vor über 20 Jahren“. Generell sind die Fenster in Ostdeutschland laut forsa erheblich „jünger“ als im Westen der Nation. Interessant und bedenklich zugleich sei außerdem, dass gerade Einfamilienhausbesitzer mit 24 % das größte Kontingent in der Rubrik „Erneuerung vor über 20 Jahren“ bilden. Nach Auffassung von Roto lassen sich wegen der „rasanten Entwicklung“ von Fenstern und Fenstertechnik praktisch alle über 10 Jahre alten Einheiten als „Austauschkandidaten“ bezeichnen. Auf Basis der Untersuchung treffe das auf ca. 50 % der Fenster in privat genutzten Objekten zu.

 

Bild: Roto

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