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Wann ist eine Photovoltaikanlage wirtschaftlich?

Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage setzt sich aus Kosten und Ertrag zusammen. (Bild: fotolia.de)
Die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage setzt sich aus Kosten und Ertrag zusammen. (Bild: fotolia.de)

Das Ziel einer Photovoltaikanlage ist die Wirtschaftlichkeit. Niemand will in eine Solaranlage investieren, wenn es sich nicht lohnt. Dabei ist gerade bei derart hohen Investitionssummen besonders auf die Wirtschaftlichkeit zu achten. Diese setzt sich aus Ertrag und Kosten zusammen.

 

Kosten

 

Die Kosten lassen sich in laufende Kosten und Anschaffungskosten untergliedern. Dabei sind die Anschaffungskosten zunächst die höchsten und sollten daher möglichst gering gehalten werden, damit sich die Anlage so schnell wie möglich rechnet. Die laufenden Kosten belaufen sich auf etwa 1 % bis 1,5 % der Anschaffungskosten pro Jahr.

Je nach Finanzierungsart variiert die Dauer bis man mit der Anlage Profit erzielt. Bei einer Vollfinanzierung ohne Eigenkapital beispielsweise dauert es am längsten, da die Zinsen bezahlt werden müssen, welche auch bei niedrigem Zinssatz bei der langen Laufzeit einen hohen Betrag ausmachen können. Am besten ist natürlich eine komplette Eigenfinanzierung, allerdings ist das gerade bei Neubauten wohl eher selten der Fall.

Wichtig hierbei: Sobald mit der Anlage Profit erwirtschaftet wird, muss dies in der Einkommenssteuer aufgeführt werden. In den ersten Jahren ist dies zwar nicht der Fall, aber dennoch sollte man berücksichtigen dass dadurch der Ertrag sinkt.

 

Ertrag

 

Die Gegenseite zu den Kosten stellt die des Ertrags dar. Dieser kann unterschiedlich hoch sein und variiert im Laufe der Jahre. Damit sich die Anlage aber rechnet, sollte sie innerhalb ihrer Laufzeit mehr Einnahmen erwirtschaftet haben, als Kosten verursacht zu haben. Orientiert man sich an der Anzahl der Hausbesitzer, so scheint sich eine Solaranlage meistens zu lohnen. Inwieweit, ist aber nur schwer abzusehen, denn die Strompreisentwicklung beispielsweise ist nicht genau prognostizierbar - ist sie doch der Hauptfaktor für die Entwicklung des Ertrages.

Für viele private Anlagenbetreiber spielt die Höhe des Profit aber keine so wichtige Rolle wie bei Großanlegern. Denn es ist auch möglich, in Solaranlagen zu investieren, seien es nun die Solarpanele auf dem Dach der örtlichen Schule oder die Aktien einer Firma. Hier wird die Rendite interessant. Die soll nach Expertenmeinung beim derzeit niedrigen Modulpreis von etwa 1700 Euro pro kWp (Kilowatt peak) aber ausreichend hoch sein.

 

Errechnung der Wirtschaftlichkeit

 

Um einen relativ realistischen Ausblick auf die Wirtschaftlichkeit der eigenen Anlage zu bekommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So kann beispielsweise ein Online Solarrechner zu Hilfe gezogen werden. Dieser errechnet an Hand der eingegeben Daten wie zum Beispiel der Investitionssumme, den laufenden Kosten und dem Strompreis, die Laufzeit bis eine Anlage Profit erwirtschaftet und die Höhe des Profits bis an das Lebensende der Anlage. Natürlich ist dieses Ergebnis unverbindlich und ohne Gewähr. Nebenbei ist es relativ ungenau, da wie bereits gesagt, die Zukunft gerade in solchen Dingen wie Strompreis o. ä. schwer vorauszusehen ist.

Genauer schafft es ein Dienstleistungsunternehmen. Es schaut sich den bisherigen Verlauf der Wirtschaftlichkeit und die Rahmenbedingungen der Anlage an und prognostiziert ein relativ gutes Ergebnis, an dem man sich orientieren kann. 

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