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Latex

Der vielseitige Latex ist ein Naturprodukt, dessen Milchsaft aus über 200 Latexproteinen aufgebaut ist. Mindestens 50 dieser Proteine können Allergien auslösen.

Um aus Latex Produkte herzustellen, müssen Hilfsstoffe zugesetzt werden. Besondere Bedeutung hat hier der Vulkanisationsbeschleuniger, ohne den es keine Latexprodukte geben könnte. Viele Latexallergien gehen auf diesen Vulkanisationsbeschleuniger zurück, sind also auch eine „Latexallergie“, weil das eine mit dem anderen unumgänglich verbunden ist. Weitere Substanzen, die bei der Bearbeitung von Latex eingesetzt werden:

Härter: sie geben die nötige Beschaffenheit des Produktes.

Antioxidantien: sie verhindern, dass Latex von Sauerstoff angegriffen und brüchig wird.

Weichmacher, Wachse, Harze, Kolophonium, Ruß-, Geruchs-, Füll- und Farbstoffe.

Diese Hilfsstoffe bergen viele Probleme in Bezug auf ein allergisches Potential, aber auch in Bezug auf Erkrankung von Körper und Nerven.

Weiter ist Latex ein Produkt, durch das Kreuzallergien begünstigt werden.

Es gibt Matratzenhersteller, die ihre Latexprodukte einer Prozedur unterziehen, bei der ein Großteil der Proteine aus dem fertigen Produkt heraus gewaschen wird.

Latex findet sich in einer ganzen Reihe sehr unterschiedlicher Produkte:

Babyschnuller, Kaugummi, Luftballone und Wärmflaschen.

Es ist enthalten in Kondomen, Latexmatratzen, Gummihandschuhen und Kleidung mit Stretch-Effekt

. Auch in Autoreifen, Briefmarken und den Klebestreifen von Briefumschlägen findet sich Latex.

 

Latexallergien sind zum Glück nicht weit verbreitet und entstehen meist durch langzeitigen Umgang mit Latexprodukten. Art und Einsetzen einer allergischen Reaktion sind bei Latexallergikern sehr unterschiedlich:

Der Soforttyp reagieren direkt beim Kontakt mit der auslösenden Substanz mit heuschnupfenähnlichen Symptomen, Bindehautentzündung und Asthma. Als lebensbedrohlicher Zustand kann beim Sofort-Typallergiker auch der anaphylaktische Schock auftreten. Menschen, die einen anaphylaktischen Schock bei Kontakt mit Latex erleiden könnten, müssen dringend immer einen Allergiepass mitführen.

Eine andere Allergieform äußert sich erst ein bis zwei Tage nach dem Kontakt und gerade das erschwert es, einen Zusammenhang zwischen dem Auslöser und den Symptomen zu finden. Verschiedene Reaktionsarten gibt es:

An Berührungsstellen entsteht ein juckender, schuppender, geröteter Hautausschlag.

Es kann aber auch zu einer Reaktion am ganzen Körper kommen, unabhängig, ob Latex eingeatmet wurde oder ein Hautkontakt bestand. Die Reaktionen sind Liderschwellung, Lippenschwellung, Gesichtsschwellung, Schnupfen und Atembeschwerden.

 

Durch Latex können sogenannte „Kreuzallergien“ entstehen. D.h. wer gegen Latex allergisch reagiert, verträgt unter Umständen auch die folgenden Lebensmittel nicht mehr:

Kartoffeln, Avocados, Esskastanien, Bananen, Tomaten und Kiwis.

Da die Birkenfeige, Ficcus benjaminii zur Familie der Gummibaumgewächse gehört, können die Ausdampfungen des Benjamin besonders während der Nacht allergische Reaktionen verursachen.

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