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Pentachlorphenol

Nicht nur die Giftigkeit des Pestizids PCP selber ist eines der großen Wohnraumprobleme, sondern auch die Verseuchung des PCP mit Dioxinen , die sich bei der Herstellung von PCP nicht vermeiden lässt. So sind Häuser, die noch alte Holzschutzanstriche aufweisen, nicht nur mit PCP, sondern zusätzlich mit Dioxin verseucht.

In Deutschland wurde die Verwendung von PCP in den achtziger Jahren verboten, durch Altlasten und Importe aus Drittländern ist PCP aber immer noch einer der bedrohlichsten Wohnraumschadstoffe. PCP kommt zudem über die Nahrung und im Wasser weltweit vor. Da PCP als Pulver eingesetzt werden kann und eine ausgezeichnete Wirkung gegen Schädlinge und Pilze aufweist, wird es in vielen Ländern als Transportschutz einfach über die Ladung verstreut. Beim Import wird es nicht kontrolliert. So kann es sein, dass der in Asien gefertigte Couchbezug oder Dekostoff stark mit PCP belastet ist. Auch Kleidung , Leder und Wolle werden mit PCP gegen Schädlinge „geschützt“.

In Deutschland hergestellte Güter werden auf PCP geprüft, sie müssen (und können leider) nicht PCP frei sein, sondern dürfen lediglich Höchstwerte nicht überschreiten. PCP kann sich in Woll teppichen und Teppichböden , in Textilien (Baumwolle, Wolle, Leinen), Leder, Papier, Tapeten, Hölzern , Möbeln , Lacken und Farben verbergen, auch in Kisten, die der Lebensmittellagerung dienen.

Die Ausdampfungen aus diesen Materialien lassen sich im Hausstaub und in der Nahrung nachweisen.

 

PCP steht im Verdacht krebserregend zu sein- im Tierversuch eindeutig.

PCP löst die gesamte Palette der Pestizidschäden im menschlichen Körper aus. Gerade durch die Langzeitvergiftung durch Holzschutzmittel können schwere Schäden wie das CKW- Syndrom entstehen. Aber auch bei Vergiftungen durch andere Träger von PCP kommt es zu Kopfschmerzen, Allergien der Haut und Schleimhäute, Reizungen der Atemwege, Bronchitis bis hin zumBronchialasthma.

Langfristige Auswirkungen sind

schwerwiegende Infekte im HNO- Bereich, Bronchitis, Infektanfälligkeit, Pilzerkrankungen, Fieber, starkes Schwitzen, beschleunigte Atmung, Krämpfe und Chlorakne.

Psychische Auswirkung durch Schädigung der Nerven sind Antriebsschwäche und Gemütsschwankungen.

Auch eine erbgutschädigende Wirkung des PCP wird angenommen.

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