Das neue Bad: Komfort und Design

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Wer kein Luxusbad hat, weiß zu schätzen, wenn das Bad durch Licht und geschickte Planung der Elektroinstallation zum wohnlichen Lebensraum wird. Nur wer sich rechtzeitig Gedanken darüber macht, welche elektrischen Anwendungen im Bad genutzt werden sollen – das kann von der Munddusche bis zum Whirlpool reichen – und welche Lichtszenerie herrschen soll, kann eine maßgeschneiderte Planung der elektrischen Anlage hinsichtlich der Anzahl der Stromkreise, Steckdosen, Auslässe für Lampen oder Kommunikationsanschlüsse erstellen.
Sicherheit im Bad
Für eine gehobene Ausstattung im Bad sollten mindestens drei Beleuchtungsauslässe und fünf Steckdosen eingeplant werden. Allerdings dürfen sie nicht überall angebracht werden. Die Norm definiert für Räume mit Badewanne oder Dusche verschiedene Bereiche, in denen genau festgelegte Sicherheitsanforderungen für die elektrische Installation gelten. An allen Orten an denen noch mit Spritzwasser zu rechnen ist, dürfen elektrische Leitungen und andere elektrische Betriebsmittel nur eingeschränkt installiert werden. Bei der Planung und der Installation sollte deshalb auf jeden Fall ein Elektrofachmann hinzu gezogen werden. Steckdosen sollten auch dort platziert werden, wo elektrische Geräte wie Rasierapparat, elektrische Zahnbürste oder Munddusche betrieben werden. Im Bad ist aus Sicherheitsgründen der Einsatz von mindestens einem Fehlerstromschutzschalter gefordert. Er überwacht den Isolationszustand der elektrischen Anlage sowie der angeschlossenen Elektrogeräte und schützt im Falle eines Defekts vor der Gefahr durch Stromschlag.
Gute Beleuchtung fürs Bad
Im Hinblick auf Komfort und stimmungsvolles Ambiente sind im Bad mehrere Lichtauslässe empfehlenswert. Am Handwaschbecken sollten zwei Lichtauslässe rechts und links an der Wand vorgesehen werden, damit beim Rasieren oder Schminken das Gesicht gut ausgeleuchtet ist und keine störenden Schatten entstehen. Deckenstrahler wiederum sind ideal, um bestimmte Inseln im Bad punktuell auszuleuchten. Dabei sollte man auch bedenken, dass es Lampen mit unterschiedlichen Lichtfarben gibt. Im Bad sind warme Farbtöne angenehm. Praktisch ist, wenn jede Leuchte im Bad vom Raumeingang aus schaltbar ist. Bei innen liegenden Bädern ist eine automatische Lichtschaltung mit Hilfe von Präsenzmeldern zu empfehlen.
Ein warmes Bad zum Wohlfühlen
Da man sich im Bad häufig nur spärlich oder gar nicht bekleidet aufhält, sollte die Raumtemperatur nicht zu niedrig sein. Wer für die Übergangszeit elektrische Heizlüfter einsetzt sollte daran denken, dass diese Geräte zum Betrieb 1500 bis 2000 Watt benötigen. Damit lasten sie den Stromkreis im Bad schon zu etwa 50 Prozent aus. Besser ist eine elektrische Fußbodentemperierung zur Erwärmung der sonst kalten Bodenfliesen. Zwar ist dafür ebenso ein separater Stromkreis nötig, aber diese modernen Anlagen haben kurze Regelzeiten und heizen schnell auf. Und sie sind ein Plus für Sicherheit und Komfort.
Etwas komfortabel darf es auch sein
Ein Whirlpool sollte über einen eigenen elektrischen Stromkreis angeschlossen werden. Der Anschluss ist sicher und schutzisoliert unter der Wanne anzubringen. Wie die anderen elektrischen Geräte, wird auch der Whirlpool vom Fehlerstromschutzschalter überwacht. Wer im Bad Radio hören möchte, dem bietet ein Unterputzradio eine kostengünstige Lösung. Soll die HiFi-Anlage im Bad eine Verbindung zur zentralen Stereoanlage im Wohnzimmer haben, müssen zwei Lehrrohre für die Leitung der Boxen vom zentralen Verstärker aus bis ins Bad gelegt werden. Über eine Funkfernbedienung werden die Nachrichten oder die Musik am Morgen dann in die Lautsprecher eingespeist. Wer sich beim Einbau oder der Modernisierung des Badezimmers noch unschlüssig ist, sollte sicherheitshalber Leerrohre einplanen. Sie bieten auch später die Möglichkeit, Leitungen für Lautsprecher oder Antennensteckdosen unkompliziert auszuwechseln oder nachzurüsten.
Bild: Initiative Elektro+
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