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Immobilien-Betrug mit Kick-back nimmt zu

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Der Verband Deutscher Makler (VDM) warnt vor dem Kauf völlig überteuerter Schrottimmobilien.

Zunehmend wird in Zeitungsanzeigen mit Slogans wie "Bargeld sofort" oder "Bargeld bei Kauf einer Wohnimmobilie" geworben. Der VDM beobachtet eine bedenkliche Zunahme solcher Praktiken, weil immer mehr Privatpersonen überschuldet sind. Hoch verschuldete Privatpersonen seien die Zielgruppe dieser Anzeigen. Ihnen werde versprochen, durch den Erwerb einer Immobilie sofort dringend benötigte Liquidität zu erhalten.

Das so genannte "Kick back" oder "Cash back"-Prinzip funktioniert so: Der ahnungslose Immobilienkäufer erwirbt eine völlig überteuerte Immobilie, beispielsweise zu einem qm-Preis von 2000 Euro. Der tatsächliche Wert liegt jedoch beispielsweise nur bei 800 Euro. Nach dem Kauf der Immobilie erhält der Erwerber als "Kick-back" einen Betrag von beispielsweise 500 Euro/qm, was bei einer 50qm-Wohnung 25.000 Euro sind. Der Rest, also 700 Euro, wird zum großen Teil als versteckte Innenprovision an unseriöse Vertriebe bezahlt.

"Die finanzielle Situation der Erwerber verschlechtert sich in Wahrheit, statt sich zu verbessern, weil sie Besitzer von völlig überteuerten Immobilien geworden sind", so Jürgen Michael Schick, Vizepräsident und Sprecher des Verbandes Deutscher Makler (VDM). Die Schulden der Opfer würden nicht geringer, sondern größer, weil sie künftig noch die Finanzierungskosten bei der Bank bedienen müssten, denen keine werthaltige Immobiliensubstanz gegenüberstehe.

"Bei den Kick-back-Verfahren handelt es sich häufig um Kreditbetrug, weil der Bank mit gefälschten oder geschönten Unterlagen ein falscher Verkehrswert der Immobilie vorgetäuscht wird" , so Schick. Häufig würden zudem die Unterlagen, die die Bank zur Prüfung der Bonität des Erwerbers benötigt, gefälscht.

Allerdings treffe auch manche Banken und Sparkassen eine Mitverantwortung, weil sie im Rahmen der Ermittlung des Beleihungswertes merken müssten, dass die Immobilien nicht werthaltig sind. Zum Teil sei auch nicht auszuschließen, dass Banken sehenden Auges an diesen Verfahren mitwirkten. "Nicht selten sind es extrem billige Immobilien, die selbst in der Zwangsversteigerung niemand mehr kaufen wollte außer denjenigen, die ihr Geschäft auf Kosten von verschuldeten Menschen betreiben", so Schick. Sein Rat: "Finger weg von allen Angeboten, die suggerieren, beim Kauf einer Immobilie bekomme man noch zusätzliches Bargeld."

Bild: baupresse24
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