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Grundstücks-Grenzziehung mit Katasterkarte

Wird über den Verlauf der Grundstücksgrenze gestritten, ist die Katasterkarte maßgeblich. Diese Einträge sind verlässlich.

Die Katasterkarte, eine großmaßstäbige Karte, die Ergebnisse von Katasteraufnahmen enthält, ist für den Grundbuchnachweis von Bedeutung. Diese enthält neben den Grenzen von Flurstücken, Gebäuden und Nutzungsarten auch Flurstücksnummern und Ergebnisse der Bodenschätzung. Grundstückserwerber dürfen sich darauf verlassen, dass die Einträge im Grundbuch richtig und vollständig sind.

 

 

Jetzt hat der Bundesgerichtshof (V ZR 11/05) entschieden, dass dies auch für den Verlauf der Grundstücksgrenzen gilt. Maßgeblich seien dabei die Karten des Liegenschaftskatasters, nach denen die Grundstücke im Grundbuch benannt sind.

 

 

Im entschiedenen Fall hatte ein Nachbar geltend gemacht, dass die Grenze zu seinem Grundstück in der Katasterkarte falsch eingezeichnet sei. Die Parzelle sei nämlich vor über 150 Jahren ohne Vermessung geteilt worden. Tatsächlich sei man seinerzeit von einem Grenzverlauf ausgegangen, der heute noch durch eine bestehende Mauer bzw. einen Zaun markiert werde.

 

Laut Gericht komme es nicht darauf an, welcher Grenzverlauf seinerzeit gewollt war. Zwischenzeitlich seien nämlich die Grundstücke mehrfach weiterveräußert worden. Jeder Erwerber durfte sich auf die im Kataster verzeichneten Grenzen verlassen, auch wenn die Grenzmarkierungen davon abwichen.

 

 

Bild: Deutsche Poroton

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